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Dark Quickies

 

Genau wie ein Quickie kann auch ein Lesevergnügen aufregend und intensiv sein, keine langen Vorspiele, dafür gehts schnell zur Sache. Ob unterwegs zur Arbeit oder abends vorm Einschlafen, manchmal muss es eben schnell gehen. Doch mit unseren Dark Quickies kommt keiner zu kurz.

Dark Quickies

Edition Dirty-Talk

In der »Edition Dirty-Talk« geht es auch zur Sache, doch Erotik spielt eine wichtigere Rolle. Natürlich alles immer auch mit BDSM- oder Fetisch Bezug. So haben in dieser Edition auch Gay-Geschichten, ausgefallene Fetische und sehr softer BDSM Platz.

Edition Dirty-Talk


Leseprobe: Herzdame vs. Schmerzdame

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Kapitel 2: Anprobe



Die nächsten Tage verstrichen geradezu schneckengleich. Das Treffen vom Dienstag wollte mir nicht mehr aus dem Kopf gehen und entfachte in meinem Kopf allerlei Fantasien und Gedankenspiele. Ich fragte mich beispielsweise, wie es wohl sein würde, von einer derart attraktiven Frau keusch gehalten zu werden, und das in dem Wissen, dass sie mit anderen Männern schlief und man selbst nicht zum Zuge kam – niemals kommen würde. Ich nahm mir vor, mich bis zu unserem zweiten Treffen am kommenden Samstag nicht selbst zu befriedigen. Auf diese Weise wollte ich vor allem vor mir selbst beweisen, dass ich es ernst meinte. Wenn ich nicht einmal ein paar Tage durchhalten konnte, ohne zu masturbieren, dann war ich ihrer nicht wert; so dachte ich jedenfalls persönlich darüber. Ich versuchte meine Energie anderweitig zu kanalisieren, unternahm nach der Arbeit, auch wenn ich müde war, noch längere Spaziergänge oder ging auswärts essen, einfach nur um direkt erschöpft ins Bett zu fallen.
Am Freitag war ich bereits sehr aufgeregt und unkonzentriert bei der Arbeit. Dies führte dazu, dass ich einige Analysen zweimal durchführen musste, was in schlechter Laune bei meinen Kollegen resultierte. Normalerweise wäre ich selbst über meine Schlamperei am ärgerlichsten gewesen, aber ich war mit meinen Gedanken ganz woanders. An diesem Abend musste ich zwei Gläser Wein trinken, um überhaupt einzuschlafen.
Endlich kam der Samstag, den ich so ersehnt hatte und vor dem ich mich nicht minder fürchtete. Als ich erwachte, stellte ich erleichtert fest, dass es bereits 10 Uhr war. Das Warten auf das neuerliche Treffen würde sich ohnehin wieder schmerzhaft lange ziehen, daher war ich für jede Stunde dankbar, die mir erspart wurde. In gemütlichem Tempo erledigte ich meine Morgentoilette und nahm ein spätes Frühstück ein. Nach dem Duschen überlegte ich kurz, ob ich meine Intimbehaarung stutzen oder gar abrasieren sollte, entschied mich dann aber dagegen. Ich schätzte die intelligente Prokuristin nicht so ein, dass sie mich deswegen vor die Tür setzen würde. Wenn es sie störte, würde sie es einfach ansprechen. Den Vormittag nutzte ich, um noch einige Einkäufe zu erledigen, und war gegen 13 Uhr wieder daheim. Ich kochte eine Kleinigkeit und war eineinhalb Stunden später mit dem Essen und dem Abwasch fertig. Für mein heutiges Treffen wählte ich schwarze Schuhe, schwarze Jeans und ein hellblaues Hemd. Da es ein sehr warmer, fast schon sommerlicher Tag im Mai war, ließ ich meine Jacke am Haken hängen. Außerdem hatte ich noch ein, sagen wir, Mitbringsel für Ariane, das ich in einem Stoffbeutel verstaute. Gegen 15:30 Uhr setzte ich mich in mein Auto, einen blauen Mondeo, und fuhr zu der Adresse, die mir Ariane gegeben hatte. Ich brauchte eine Weile, bis ich einen kostenfreien Parkplatz gefunden hatte, und ging dann zu ihrem Wohnhaus. Es war ein sechsstöckiges, recht schmales und äußerlich gut gepflegtes und sauberes Gebäude mit nur sechs Parteien. Ich ging davon aus, dass jeweils zwei Maisonettewohnungen zwei Stockwerke belegten, ähnliches hatte ich bisher noch nicht gesehen, wunderte mich aber dennoch nicht übermäßig darüber. Ich drückte auf die Klingel neben dem Namen Krapp, er hatte auf ihrer Visitenkarte gestanden und die Tür wurde mir geöffnet, ohne dass ich eine Stimme aus der Sprechanlage vernahm. Da sich im Erdgeschoss keine Tür öffnete, stapfte ich mutigen Schrittes zwei Stockwerke höher, den Fahrstuhl wollte ich nicht benutzen. Bei den nächsten beiden Türen wurde ich fündig, im Türrahmen der linken Wohnung stand sie und lächelte mir freundlich zu. »Hallo Peter, schön dass du pünktlich kommst«, begrüßte sie mich, machte einen Schritt beiseite und lud mich mit einem Wink ein, ihre Wohnung zu betreten. Wegen des Parketts musste ich meine Schuhe mit einem Paar Gästepantoffeln vertauschen. Meine Gastgeberin schloss die Tür und ging voraus. Neugierig blickte ich mich in der mir unbekannten Umgebung um. Neben der Garderobe auf der rechten Seite war eine Gästetoilette gelegen, links ging es direkt in die Küche, auf die ich im Vorübergehen nur einen kurzen Blick werfen konnte. Der kurze Flur führte in den Wohn-Ess-Bereich. Direkt hinter dem Eingang war auf der linken Seite die Essgruppe gelegen, ein großer Massivholztisch mit insgesamt acht dazu passenden Stühlen mit braunem Polster. Direkt gegenüber auf der rechten Seite wendelte sich eine Treppe mit schwarzen steinernen Stufen und ebenso schwarzem Geländer empor. Den übrigen Teil des Raumes, den Wohnbereich, nahmen eine imposante u-förmige Couch aus schwarzem Leder, ein schwarzer Marmorcouchtisch, und gegenüber eine geschmackvolle dunkelbraune Wohnwand, die auch Fernseher sowie das übrige Multimediagerät enthielt, ein. Die städtische Aussicht war zwar nicht sehr bemerkenswert, aber die großen Fenster zur Südseite ließen viel Licht in den Raum, außerdem gab es einen recht großen Balkon. Ariane ging vorne weg und setzte sich auf die Couch. Auf ihre Geste hin setzte ich mich zu ihr, immer noch die mitgebrachte Tasche in Händen haltend.



»Hast du mir etwas mitgebracht?«, fragte sie mich direkt.
Nicht ganz sicher, ob es eine gute Idee gewesen war, nahm ich den Inhalt heraus.
»Weißt du«, begann ich unsicher, »ich bin mir darüber im Klaren, dass ich noch an meiner Willensstärke arbeiten muss und darum wollte ich dich bitten mir ein wenig, sagen wir, unter die Arme zu greifen. Natürlich nur wenn das für dich in Ordnung ist.«
Ich nahm eine schwarze Box aus der Tasche und reichte sie ihr.
»Würdest du, so lange«, ich überlegte kurz und suchte den richtigen Begriff, »meine Eingewöhnung dauert, mein Modem in Verwahrung nehmen? Diese Woche habe ich zwar durchgehalten, aber ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob ich stark genug bin. Auf diese Weise wird die Schwelle, die ich überschreiten muss, wenn ich schwächele, ein gutes Stück angehoben und das würde mir, so glaube ich zumindest, helfen.«
Ich war mir alles andere als klar darüber, wie sie wohl reagieren würde, und blickte sie entsprechend unsicher an. Ihre tiefgrünen Augen musterten mich einen Moment, bevor sie etwas erwiderte.
»Weißt du Peter, ich kenne viele Männer. Vor allem solche, die sich und ihre Eigenschaften maßlos überschätzen. Ich bin immer der Meinung gewesen, dass es nichts Schlimmes ist, um Hilfe zu bitten. Und die Tatsache, dass du mir dein Modem bringst«, sie konnte ein Lachen nicht vollständig unterdrücken, »zeigt mir, dass du es Ernst meinst, zumindest jetzt noch.«
Die letzte Bemerkung irritierte mich etwas, was genau meinte sie mit »jetzt noch«? Insgesamt war ich aber erleichtert, dass sie meine Geste offensichtlich positiv bewertete. Doch bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, fuhr sie fort: »Der Weg zur Keuschheit, zum vollkommenen Verzicht auf sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung, ist alles andere als einfach. Bis du und dein Körper sich vollständig darauf eingestellt haben wird es einiges an Schwierigkeiten, sowohl physischer als auch psychischer Natur, geben, mit denen du fertig werden und dich arrangieren musst. Wenn du beispielsweise in deinem Keuschheitsgürtel eine schmerzhafte Erektion verlebst oder darüber nachdenkst, dass ich einen anderen Mann treffe um mit ihm zu schlafen, während du zu Hause sitzt, vollkommen unfähig dich sexuell zu befriedigen, dann wirst du deine Entscheidung infrage stellen. Du wirst dich fragen, warum du das alles überhaupt machst und erduldest. Du wirst dir sagen, dass das doch vollkommen ungerecht ist, keinen Orgasmus haben zu dürfen, wenn du gerade Lust dazu hast.«
Sie hielt einen kurzen Moment inne, versuchte vielleicht eine Reaktion bei mir zu beobachten, die ihr verriet, dass ich es nicht ernst meinte. Ich blickte unterdessen recht nachdenklich zu Boden, wollte ihr in diesem Moment nicht in die Augen blicken, aus Angst sie könnte darin etwas lesen, dass ich so nicht meinte.
»Du denkst nach«, fuhr sie fort, »und das ist sehr gut. Du musst dir im Vorfeld der Antworten auf die Fragen klar werden, die ich angesprochen habe. Was ist deine Motivation? Du hast gesagt, du willst von der Internetpornografie loskommen, du hast gesagt, du willst wieder ein gutes Maß an Selbstwertgefühl gewinnen. Das sind, wie ich finde, gute, geradezu löbliche Gründe. Wenn deine einzige Motivation zu diesem Schritt wäre, dass du mich unglaublich attraktiv findest, dann wäre das für mich zwar schmeichelhaft aber sicher der falsche Grund. In jedem Fall bleibt die wichtigste Frage: Bist du bereit, den nötigen Preis für das Erlangen deiner gesetzten Ziele zu zahlen? Damit solltest du dich in den kommenden Wochen unbedingt auseinandersetzen. Hast du das verstanden?«
Ich fühlte mich ein wenig wie ein Schuljunge, dem man etwas Offensichtliches dennoch eingehend erklären muss. Mir war aber zugleich bewusst, dass dies bei einem solchen Schritt wohl unerlässlich ist. Ich musste mir selbst in diesem Moment eingestehen, dass ich die Frau mit dem wunderschönen kastanienbraunen Haar und den grünen Augen, in denen man versinken konnte, wenn man nicht aufpasste, wirklich unglaublich attraktiv fand. Ich weiß nicht, ob ich auch bei einer dicken Zwergin diesen Schritt gewagt hätte. Ich räusperte mich und sagte ihr, dass ich ihren Standpunkt verstehe und dass ich ihr verspreche, eingehend über das nachzudenken, was sie gesagt hatte.
»Gut«, stellte sie einsilbig fest. »Nachdem du mir dein Modem mitgebracht hast«, sie schmunzelte, »habe ich nun auch noch etwas zum Auspacken.«
Sie hob einen mittelgroßen Versandkarton auf, den ich noch nicht bemerkt hatte und der neben dem Couchtisch gestanden hatte. Sie stellte ihn auf den Tisch. Er war bereits geöffnet und sie klappte die Laschen an der Oberseite auf. Sie stellte ihn sich auf den Schoß, sodass auch ich hinein sehen konnte. Sie entnahm die Versandpapiere und gab die Sicht auf den Inhalt frei.
»Ich habe mir erlaubt, eine Auswahl an Keuschheitsgürteln zu bestellen. Der Begriff Peniskäfig ist ihrem Aussehen nach vielleicht passender, ich muss aber gestehen, dass ich diesen Ausdruck nicht mag. Es schwingt irgendwie etwas Negatives mit, finde ich.«
Sie breitete die verschiedenen Stücke, die jeweils noch mal einzeln abgepackt waren, auf dem Tisch aus.
»Ich habe sowohl unterschiedliche Modelle als auch Größen bestellt. Ich habe ja schließlich keinen Röntgenblick.«
Sie rückte ihre Brille zurecht und streifte meinen Schoß mit einem Seitenblick; ich hoffte, dass ich dabei nicht errötete. Ich nahm mit leicht zitternder Hand einen der Käfige in die Hand, er war aus durchsichtigem Kunststoff und bis auf eine Öffnung zum Wasserlassen an der Spitze abgeschlossen. Ein anderer bestand aus sich zur Spitze hin verjüngenden Metallringen, die Ringe waren auf der Ober- und Unterseite sowie an den Seiten mir Streben verbunden. Erst als ich Ariane wieder anblickte, bemerkte ich, dass sie wiederum eingehend meine Reaktion studierte.
»Was meinst du«, fragte sie dann, »brauchen wir eher das größere oder das kleinere Modell?«
Ich wurde nun doch etwas rot und räumte ein, dass ich wohl eher das kleinere Modell benötige.
Ariane lächelte: »Du brauchst dich nicht zu schämen, dann stört es um so weniger in der Hose.«
Sie nahm nun auch einen der Keuschheitsgürtel in ihre Hand.



»Ich kann natürlich nicht aus Erfahrung etwas über das Tragegefühl sagen, aber ich denke mir immer, dass es von Vorteil ist, wenn etwas Luft an das Glied kommt. Darum finde ich die fast komplett Geschlossenen nicht so gut. Das offenere Modell ist, wie ich finde, auch praktischer beim Duschen und allgemein bei der Körperpflege, wenn ich einmal nicht da sein sollte. Du kannst dich noch ein wenig mit den Möglichkeiten vertraut machen, ich bin gleich wieder da.«
Mit diesen Worten stand sie auf und ging die Treppe nach oben. Ich blieb im Wohnzimmer zurück und besah mir weiter die verschiedenen Optionen. Ich hielt mir einen der Käfige in den Schritt und stellte mir vor, wie es wohl sei so etwas 24 Stunden am Tag zu tragen. Nach wenigen Minuten hörte ich Arianes Schritte, wie sie die Treppe wieder herabstieg. Ich legte den Käfig schnell wieder zu den anderen. Sie schlenderte heran und setzte sich direkt neben mich und fragte ganz direkt: »So, was meinst du, ist für dich das Passende?«
Ich nahm das von ihr angesprochene Modell in die Hand und meinte fast flüstern: »Ich bin nicht sicher, aber ich glaube auch, dass ich es, wie du vorschlägst, lieber mit der etwas offeneren Variante probieren will.«
»Gut«, erwiderte sie, »bevor wir weitermachen, möchte ich dir aber noch den Ablauf der »Eingewöhnungsphase«, wie du sie genannt hast, erklären. Ich weiß nicht, ob du dich schon im Detail mit diesem Thema beschäftigt hast. Es ist so, dass es eine ganze Weile dauert, bis du und dein Körper sich an das Tragen eines solchen Keuschheitsgürtels gewöhnen. Man kann so etwas nicht von heute auf morgen 24 Stunden am Tag tragen, dann gibt es Druckstellen, man scheuert sich wund oder Ähnliches. Darum muss man es langsam angehen lassen. Wenn alles gut läuft, dann haben wir dich in fünf bis sechs Wochen so weit, dass du vollständig unter Verschluss bleiben kannst. Wenn wir diesen Schritt geschafft haben, brauchst du auch keine Angst mehr zu haben, rückfällig zu werden, was zum Beispiel die Onlinepornografie angeht. Das würde dir schließlich nur noch einen ziemlichen Schmerz im Schritt einbringen. Aber das mit der ganzen Situation verbundene Umdenken kommt mit der Zeit ganz von alleine, so war es jedenfalls bei meinen früheren Partnern. Heute werden wir direkt in die erste Phase starten. In der ersten Woche wirst du den Keuschheitsgürtel nur wenige Stunden am Tag tragen, so zwischen drei und sechs Stunden. Ich würde vorschlagen, du kommst abends nach der Arbeit zu mir und ich schließe deinen Penis ein. Dann können wir entweder noch etwas unternehmen, du gehst Einkaufen, oder erledigst was auch immer und ich lasse dich später wieder heraus. Morgen können wir es auch vormittags machen, wenn dir das besser passt. Ab Woche zwei erhöhen wir die Zeit dann auf bis zu zwölf Stunden am Tag. Zwölf Stunden ist vom Zeitmanagement schon viel angenehmer, ich kann dich dann morgens einschließen und abends wieder heraus lassen. Die ganze Woche das Maximum auszureizen ist allerdings meiner Meinung nach etwas sportlich, denn wenn es wunde Stellen gibt, heißt es: Wieder zurück auf Start. An einigen Tagen werden wir uns also in der Mittagspause treffen müssen. In der dritten Woche heißt es dann durchgehend morgens rein, abends raus. Über Nacht ist meiner Erfahrung nach in den ersten Wochen nicht ratsam. Das probieren wir erstmals Ende der vierten Woche aus, da wirst du ihn dann zwei Tage lang durchgehend tragen. In der fünften Woche erhöhen wir die Tragezeit dann dauerhaft auf bis zu 24 Stunden, allerdings hier und da noch mit freien Zeiten zwischendurch. Wenn das alles ohne Zwischenfälle geschafft ist, kannst du im Idealfall ab der sechsten Woche 24/7 unter Verschluss bleiben. So hat das in der Vergangenheit gut funktioniert. Das heißt dann auch, dass wir uns danach nicht mehr unbedingt täglich oder alle zwei Tage treffen müssen und auch etwas mehr Freiraum für uns selbst haben, wenn wir das möchten. Das ist also der Plan. Wenn du aber Fragen oder Vorschläge dazu hast, Peter, dann tu dir keinen Zwang an.«
Ich war perplex, wie professionell und sachlich sie an die Sache heranging. Dabei wirkte sie aber nicht kalt, sondern strahlte eine gewisse Vorfreude oder gar Euphorie aus. Mir wurde nur zu deutlich bewusst, dass ich ihr Projekt war, und dieses wollte sie offensichtlich mit dem bestmöglichen Ergebnis realisieren. Ich war für den Augenblick etwas erschlagen von den Fakten, die sie gerade eimerweise über mir ausgeleert hatte. Ich war zwar davon ausgegangen, dass man so einen Peniskäfig nicht sofort rund um die Uhr tragen konnte, mit sechs Wochen hatte ich aber dennoch nicht gerechnet.
»Du bist hier der Profi«, räumte ich ein, »ich werde also auf deine Erfahrung vertrauen und so gut es mir möglich ist befolgen, was du geplant hast. Wenn das, was die Planung unserer Treffen angeht, zu kompliziert wird, kann ich mir gegebenenfalls auch die eine oder andere Woche Urlaub nehmen. Die Ferienzeit, in der alle Kollegen Urlaub haben möchten, liegt ja noch etwas in der Zukunft.«
»Das ist ein guter Gedanke«, ging Ariane darauf ein, »gerade die sechs bis zwölf Stunden in der zweiten Woche sind erfahrungsgemäß sehr stressig. Wenn dann solltest du vielleicht da ein paar Tage Urlaub nehmen, ich könnte vielleicht auch einen freien Tag beisteuern, sodass du nicht unbedingt die ganze Woche Urlaub nehmen musst.«
Ich war wirklich sprachlos, die Art und Weise, wie Ariane sich in diese Sache einbrachte, war nicht die, mit der ich ursprünglich und auch nach dem ersten Treffen gerechnet hatte. Man stellt sich immer diese Dominas in Lack und Leder vor, denen Gehorsam über alles andere geht und die nicht das geringste Widerwort dulden. Aber diese Frau bot mir sogar an, sich Urlaub zu nehmen, nur um mein Glied zur entsprechenden Uhrzeit in einen Käfig zu schließen oder wieder heraus zu lassen. Ich hatte wirklich keinen Zweifel daran, dass sie unbedingt wollte, dass alles so funktionierte, wie sie es geplant hatte. Und ich fühlte mich in diesem Moment glücklich, dass sie es mit mir und nicht mit einem anderen wollte.



»Das ist lieb von dir«, sagte ich kleinlaut und wünschte mir, dass mir eine bessere Erwiderung eingefallen wäre.
»Na ja, das ist das Mindeste, was ich tun kann, nachdem du mir dein Modem mitgebracht hast«, lachte sie. Sie kam aber schnell wieder zur Sache, nahm mir den Keuschheitsgürtel, für den ich mich entschieden hatte aus der Hand (oder hatte doch sie die Entscheidung gefällt?) und fragte noch einmal: »Der soll es also sein? Ganz sicher? Benutzte Stücke können wir nämlich nicht mehr zurückschicken.«
»Ja, ich denke, mit diesem sollten wir es probieren«, antwortete ich nun ein wenig sicherer.
»Na gut, Peter, dann lass mal die Hosen herunter«, forderte sie in munterem Plauderton.
»Wie bitte?«, fragte ich erschrocken.
»Na ja, wie soll ich ihn dir denn sonst anlegen. Hast du vergessen, heute beginnen wir die erste Phase. Also vorwärts und nicht so prüde.«
Ihr Ton war zugleich fordernd und freundlich, fast schon mütterlich als ermutige sie ein Kind. Sie war nun augenscheinlich in ihrem Element, freute sich regelrecht darauf, Besitz zu ergreifen. Zögerlich stand ich auf und öffnete den Gürtel meiner Hose und den Reißverschluss. Ariane ließ ihre rechte Hand mit kreisenden Bewegungen durch die Luft sausen. Damit verdeutlichte sie, dass das ruhig etwas schneller gehen könne. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass die Vorhänge soweit geschlossen waren, dass niemand zusehen konnte, ließ ich meine Hose zu Boden fallen. Nach kurzem Zögern zog ich dann meine Boxershorts mit zitternden Händen herab.
»Du bist aber haarig da unten«, stellte Ariane fest. Sie streifte sich zwei weiße Latex-Handschuhe über, die sie mit herunter gebracht und neben sich gelegt hatte, wo ich sie bisher nicht gesehen hatte. Sie riss dann die Verpackung des Peniskäfigs auf und baute ihn mit geübten Händen auseinander. Ich kam mir in meiner Tatenlosigkeit während dieses Aktes der Enteignung ein wenig dumm vor. Ein Luftzug ließ mich leicht erschauern, dann sah ich zu, wie sie meinen Hodensack beiseite drückte und den ersten Metallring dahinter zusammenschob. Sie ergriff mein schlaffes Glied mit den Fingern ihrer rechten Hand und fädelte es vorsichtig in den leicht gekrümmten Metallkäfig ein. Metallstifte wurden durch die entsprechenden Bohrungen geschoben und dann war es soweit. Sie nahm ein winziges Vorhängeschloss zur Hand, das sie mir zeigte. Es war vergoldet und trug eine Gravur, zwei ineinander verschlungene Buchstaben, ein A und ein K, ihre Initialen. Über den Buchstaben waren zudem zwei gekreuzte Schlüssel abgebildet.
»Das ist mein Monogramm«, erklärte sie, »das habe ich mir damals, als ich mit Thomas, meinem erster Keuschling, zusammen war, ausgedacht und habe es auf ein Schloss gravieren lassen. Ich war der Meinung, dass es dem Ganzen eine wesentlich persönlichere Note verleiht, als einfach ein Schloss aus dem Laden, so wie es ist, zu nehmen. Ich habe es damals bei einem Juwelier mit Blattgold vergolden lassen. Ich gebe zu, dass das ein wenig kitschig ist, aber das macht dir hoffentlich nichts aus.«
Bei dem letzten Satz wirkte sie das erste Mal ein wenig verlegen. Ich kann nicht genau sagen warum, aber es machte mir etwas Mut und bestärkte mich in meinen Absichten zu wissen, dass auch diese selbstsichere Frau eine winzige Schwäche, wenn man es so nennen kann, zeigte. Keuschling hatte sie ihren ersten Partner genannt. Der Begriff war mir neu und machte mich in meinem inneren etwas verlegen. Es klang so hilflos und ausgeliefert. Ich hörte eine innere Stimme zu mir sagen: Das bist du nun also im Begriff zu werden, ein Keuschling. Und ich antwortete: Nein, nicht ein, sondern Arianes Keuschling. Ich lächelte bei diesem Gedanken.
»Das macht mir nichts aus«, sagte ich es völlig ehrlich meinend, »ich finde es schön, dass dein Name beziehungsweise dein Monogramm darauf ist.«
Sie wurde wieder ernst und sagte mir direkt in die Augen blickend: »Ich schließe es jetzt zu. Bereit?«
Ich nickte und, während wir uns tief in die Augen blickten, ließ sie den Bügel des Schlosses einrasten, nahm mein leichtes Zucken wahr, als es sich mit einem hörbaren Klick schloss. Es war ein sehr intimer Moment. Ich schaute an mir herab, betrachtete mein Glied in seinem Gefängnis. Ich hatte mich sehr zusammennehmen müssen, unter ihrer Berührung keine Erektion zu bekommen. Zum Glück hatte ich das geschafft, dachte ich bei mir. Wir blickten es beide noch einen Moment an, dann forderte sie mich auf meine Hose wieder hochzuziehen. Es fühlte sich eigenartig an, diesen mir und meinem Körper fremden Gegenstand direkt auf der nackten Haut zu tragen. Ich überlegte, ob ich mich daran würde gewöhnen können, als Ariane mich aus meinen Gedanken riss. Sie streifte die Handschuhe ab und meinte munter heraus:
»So, um deine ersten Stunden ohne sexuelle Verantwortung zu begehen habe ich Kinokarten reserviert und für danach einen Tisch in einem nahe gelegenen Restaurant bestellt. Der Film beginnt in einer halben Stunde, wir können uns also ohne Eile auf den Weg machen, es ist nämlich nur drei Blocks von hier. Ich ziehe mir nur noch rasch etwas anderes an.« Ohne eine Antwort abzuwarten, erhob sie sich und verschwand wieder in den oberen Räumen. Während ich auf sie wartete, ging ich unsicher etwas auf und ab, beugte mich vor und zur Seite, erprobte wie sich mein neues »Accessoire« anfühlte. Heute war ich mir darüber im Klaren geworden, wie vielfältig Arianes Charakter offensichtlich war. Anfangs war sie sehr geschäftsmäßig und sachlich gewesen, dies hatte sich in der letzten Viertelstunde, in der es zum Verschluss gekommen war, zu einer geradezu jovialen Freude, fast schon Euphorie gewandelt. Ich fragte mich, was sie sonst noch für Überraschungen bereit hielt und hoffte, dass ihr Aufzug für den heutigen Abend nicht zu aufreizend war, wobei ich an den wenigen Platz dachte, der meinem Geschlechtsteil noch zur Verfügung stand. Dann kam Ariane wieder die Treppe herunter. Sie trug einen schwarzen Rock, der ein gutes Stück über das Knie reichte, darüber eine bordeauxfarbene Bluse und eine leichte schwarze Strickweste. Sie hatte auch ihre Brille, die ich vom ersten Treffen kannte, mit einem anderen Gestell vertauscht. Die breiten schwarzen Ränder bildeten einen schönen Kontrast zu den grünen Augen mit den frisch getuschten Wimpern. Sie sah einfach fabelhaft aus. Sie war barfuß und trug hochhackige schwarze Schuhe in der rechten Hand. An ihrem linken Knöchel blinkte ein Fußkettchen, das sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch ihr entging mein interessierter Blick nicht.
»Wenn es in Benutzung ist, trage ich den Schlüssel zu meinem Schloss immer direkt bei mir. Ich hoffe, du empfindest es nicht als demütigend, dass ich ihn am Fußknöchel trage. Wenn es dir unangenehm ist, kann ich ihn auch an einer Halskette tragen, so wie ich das auch im Büro oder zu konservativeren Gelegenheiten mache. Wichtig ist für mich nur, dass ich jederzeit das Gefühl habe darüber zu verfügen«, erklärte sie mir.
Mein Blick haftete an dem im Licht blinkenden Metall, das hin und her schwang, während sie ihren nur auf dem Fußballen stehenden linken Fuß hin und her drehte, als wolle sie mich mit diesem Anblick hypnotisieren. Ich riss mich schließlich selbst aus dieser Beinahetrance und versicherte ihr, dass es mir nichts ausmache, was sie freudig aufnahm. Wir zogen unsere Schuhe an und verließen ihre Wohnung. Es ging ein leichtes Lüftchen, sodass die Temperatur sehr angenehm und nicht drückend war. Immer wieder fixierte ich den umherspringenden Schlüssel zu meinem Peniskäfig. Blickte Passanten an, an denen wir vorüberkamen, und fragte mich, ob sie es bemerkten, dass ich in diesem Moment ihr Keuschling war. Ein geschlechtliches Neutrum ohne Recht auf sexuelle Befriedigung, vollkommen der Laune, dem Wohlwollen und auch der Willkür dieser wunderschönen Frau ausgeliefert. Ich hatte Arianes Frage, ob ich es als demütigend empfand, zwar verneint, aber genau das war es. Und die Art und Weise, auf die es demütigend war, empfand ich als äußerst erregend. Als ich bemerkte, dass diese Erregung in meine untere Körperregion floss war es bereits zu spät. Mein Glied bäumte sich in seinem Gefängnis auf, rüttelte sinnbildlich an den Gitterstäben. Wir blieben an einer Fußgängerampel stehen. Der Schmerz wuchs sukzessive an. Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen und biss die Zähne zusammen, versuchte, mir nichts anmerken zu lassen, in der Hoffnung es würde schnell wieder vergehen.
»Peter, es ist grün«, hörte ich dann ein paar Meter entfernt vor mir.



Ich hatte in meiner Pein den Wechsel des Lichtsignals verschlafen. Ariane schien sofort zu wissen, was los war, nahm mich bei der Hand und flüsterte mir leise ins Ohr: »Es geht gleich wieder vorbei.«
Der Rückhalt, den sie mir gab, half und es ging tatsächlich rasch vorbei.
Der übrige Abend verlief ohne weitere vergleichbare Vorkommnisse. Das Kino, das wir besuchten, kannte ich noch nicht. Es war sehr klein mit nur zwei Vorführsälen und einem äußerst alternativen Programmplan. Der Film für den sie die Karten reserviert hatte, war in französischer Sprache mit englischem Untertitel. Ich kann mich schon gar nicht mehr an den Inhalt geschweige denn den Titel erinnern. Ich war viel zu sehr mit der neuen Situation und – in Anbetracht meiner reizenden Gesellschaft – damit beschäftigt, meine körperlichen Reaktionen im Zaum zu halten. Das kleine italienische Restaurant, das wir im Anschluss besuchten, war sehr gemütlich und das Essen war gut. Ariane war nun noch ein Stück weit aufgeschlossener als bei unserer ersten Begegnung und wir redeten über Musik, Politik, Gott und die Welt. Stunden vergingen, ehe wir aufbrachen. Wir gingen noch einmal zu ihr, wo sie mich aus meinem Keuschheitsgürtel entließ.
»Genieße deine Freiheit bis morgen, aber werde nicht rückfällig«, warnte sie mich.
»Das werde ich nicht«, versicherte ich ihr.
Sie nahm das mit einem Lächeln zur Kenntnis und ging noch mal ins Wohnzimmer. Sie reichte mir einen Zettel, auf dem sie etwas markiert hatte. Es war die Rechnung zu dem bestellten Paket.
»Hier«, sagte sie und deutete auf den in Gelb markierten Posten, »das musst du noch überweisen, ist ja schließlich dein Eigentum. Die Retoure erledige ich am Montag. Wann willst du morgen kommen?«
»Wie wäre es mit Brunch?«, erwiderte ich und steckte die Rechnung in meine rechte Gesäßtasche, ohne darauf einzugehen.
Ariane überlegte kurz und sagte dann: »Brunch ist gut. Ich hole dich gegen elf ab.«
Ich gab ihr meine Adresse und verließ ihre Wohnung. Einen Kuss bekam ich nicht, hatte aber auch nicht wirklich damit gerechnet. Zu Hause duschte ich und fiel direkt ins Bett. Es war ein schöner Abend gewesen. Ungewöhnlich und bizarr ... aber schön.

Tags: Leseprobe, Femdom, Keuschhaltung, Malesub, Fetisch, FLR


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