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FLR

Jetzt lieferbar: "Under my Thumb" von Adrian Pein

Ab heute ist das langerwartete neue E-Book von Adrian Pein lieferbar. Erschienen ist es in unserer Reihe "Dark Quickie". Der Inhalt entspricht in etwa 52 Druckseiten entspricht.

Für kurze Zeit ist das E-Book zum Einführungspreis von 1,49 Euro erhältlich.

Vietnam, Ende der 60er Jahre. Der GI Frank wird verwundet und trifft im Lazarett auf die dominante Krankenschwester Shayla. Zwischen den beiden entsteht schon an Franks Krankenbett eine BDSM- geprägte Romanze. Als sie zurück in der Heimat sind, können Sie ihren Bedürfnissen ungezügelt freien Lauf lassen.
Adrian Pein, der langjährige Erfolgsautor deutschsprachiger BDSM-Geschichten zeigt hier, dass er es auch sanfter kann. Zwar geht es auch in dieser Story um Femdom, jedoch steht die weibliche Dominanz im Vordergrund und nicht sadistischen Handlungen. Außerdem basieren die Gefühle der beiden Hauptfiguren nicht auf einer reinen Herrin -Sklave Beziehung, sondern die beiden haben auch eine Romanze.
Liebhaber von FLR, Klinik-Erotik und sanfterem Femdom-BDSM wird diese Geschichte gefallen. Es ist aufregend, diese neue Seite von Adrian Pein kennenzulernen.


Leseprobe: Herzdame vs. Schmerzdame

Kapitel 2: Anprobe



Die nächsten Tage verstrichen geradezu schneckengleich. Das Treffen vom Dienstag wollte mir nicht mehr aus dem Kopf gehen und entfachte in meinem Kopf allerlei Fantasien und Gedankenspiele. Ich fragte mich beispielsweise, wie es wohl sein würde, von einer derart attraktiven Frau keusch gehalten zu werden, und das in dem Wissen, dass sie mit anderen Männern schlief und man selbst nicht zum Zuge kam – niemals kommen würde. Ich nahm mir vor, mich bis zu unserem zweiten Treffen am kommenden Samstag nicht selbst zu befriedigen. Auf diese Weise wollte ich vor allem vor mir selbst beweisen, dass ich es ernst meinte. Wenn ich nicht einmal ein paar Tage durchhalten konnte, ohne zu masturbieren, dann war ich ihrer nicht wert; so dachte ich jedenfalls persönlich darüber. Ich versuchte meine Energie anderweitig zu kanalisieren, unternahm nach der Arbeit, auch wenn ich müde war, noch längere Spaziergänge oder ging auswärts essen, einfach nur um direkt erschöpft ins Bett zu fallen.
Am Freitag war ich bereits sehr aufgeregt und unkonzentriert bei der Arbeit. Dies führte dazu, dass ich einige Analysen zweimal durchführen musste, was in schlechter Laune bei meinen Kollegen resultierte. Normalerweise wäre ich selbst über meine Schlamperei am ärgerlichsten gewesen, aber ich war mit meinen Gedanken ganz woanders. An diesem Abend musste ich zwei Gläser Wein trinken, um überhaupt einzuschlafen.
Endlich kam der Samstag, den ich so ersehnt hatte und vor dem ich mich nicht minder fürchtete. Als ich erwachte, stellte ich erleichtert fest, dass es bereits 10 Uhr war. Das Warten auf das neuerliche Treffen würde sich ohnehin wieder schmerzhaft lange ziehen, daher war ich für jede Stunde dankbar, die mir erspart wurde. In gemütlichem Tempo erledigte ich meine Morgentoilette und nahm ein spätes Frühstück ein. Nach dem Duschen überlegte ich kurz, ob ich meine Intimbehaarung stutzen oder gar abrasieren sollte, entschied mich dann aber dagegen. Ich schätzte die intelligente Prokuristin nicht so ein, dass sie mich deswegen vor die Tür setzen würde. Wenn es sie störte, würde sie es einfach ansprechen. Den Vormittag nutzte ich, um noch einige Einkäufe zu erledigen, und war gegen 13 Uhr wieder daheim. Ich kochte eine Kleinigkeit und war eineinhalb Stunden später mit dem Essen und dem Abwasch fertig. Für mein heutiges Treffen wählte ich schwarze Schuhe, schwarze Jeans und ein hellblaues Hemd. Da es ein sehr warmer, fast schon sommerlicher Tag im Mai war, ließ ich meine Jacke am Haken hängen. Außerdem hatte ich noch ein, sagen wir, Mitbringsel für Ariane, das ich in einem Stoffbeutel verstaute. Gegen 15:30 Uhr setzte ich mich in mein Auto, einen blauen Mondeo, und fuhr zu der Adresse, die mir Ariane gegeben hatte. Ich brauchte eine Weile, bis ich einen kostenfreien Parkplatz gefunden hatte, und ging dann zu ihrem Wohnhaus. Es war ein sechsstöckiges, recht schmales und äußerlich gut gepflegtes und sauberes Gebäude mit nur sechs Parteien. Ich ging davon aus, dass jeweils zwei Maisonettewohnungen zwei Stockwerke belegten, ähnliches hatte ich bisher noch nicht gesehen, wunderte mich aber dennoch nicht übermäßig darüber. Ich drückte auf die Klingel neben dem Namen Krapp, er hatte auf ihrer Visitenkarte gestanden und die Tür wurde mir geöffnet, ohne dass ich eine Stimme aus der Sprechanlage vernahm. Da sich im Erdgeschoss keine Tür öffnete, stapfte ich mutigen Schrittes zwei Stockwerke höher, den Fahrstuhl wollte ich nicht benutzen. Bei den nächsten beiden Türen wurde ich fündig, im Türrahmen der linken Wohnung stand sie und lächelte mir freundlich zu. »Hallo Peter, schön dass du pünktlich kommst«, begrüßte sie mich, machte einen Schritt beiseite und lud mich mit einem Wink ein, ihre Wohnung zu betreten. Wegen des Parketts musste ich meine Schuhe mit einem Paar Gästepantoffeln vertauschen. Meine Gastgeberin schloss die Tür und ging voraus. Neugierig blickte ich mich in der mir unbekannten Umgebung um. Neben der Garderobe auf der rechten Seite war eine Gästetoilette gelegen, links ging es direkt in die Küche, auf die ich im Vorübergehen nur einen kurzen Blick werfen konnte. Der kurze Flur führte in den Wohn-Ess-Bereich. Direkt hinter dem Eingang war auf der linken Seite die Essgruppe gelegen, ein großer Massivholztisch mit insgesamt acht dazu passenden Stühlen mit braunem Polster. Direkt gegenüber auf der rechten Seite wendelte sich eine Treppe mit schwarzen steinernen Stufen und ebenso schwarzem Geländer empor. Den übrigen Teil des Raumes, den Wohnbereich, nahmen eine imposante u-förmige Couch aus schwarzem Leder, ein schwarzer Marmorcouchtisch, und gegenüber eine geschmackvolle dunkelbraune Wohnwand, die auch Fernseher sowie das übrige Multimediagerät enthielt, ein. Die städtische Aussicht war zwar nicht sehr bemerkenswert, aber die großen Fenster zur Südseite ließen viel Licht in den Raum, außerdem gab es einen recht großen Balkon. Ariane ging vorne weg und setzte sich auf die Couch. Auf ihre Geste hin setzte ich mich zu ihr, immer noch die mitgebrachte Tasche in Händen haltend.



»Hast du mir etwas mitgebracht?«, fragte sie mich direkt.
Nicht ganz sicher, ob es eine gute Idee gewesen war, nahm ich den Inhalt heraus.
»Weißt du«, begann ich unsicher, »ich bin mir darüber im Klaren, dass ich noch an meiner Willensstärke arbeiten muss und darum wollte ich dich bitten mir ein wenig, sagen wir, unter die Arme zu greifen. Natürlich nur wenn das für dich in Ordnung ist.«
Ich nahm eine schwarze Box aus der Tasche und reichte sie ihr.
»Würdest du, so lange«, ich überlegte kurz und suchte den richtigen Begriff, »meine Eingewöhnung dauert, mein Modem in Verwahrung nehmen? Diese Woche habe ich zwar durchgehalten, aber ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob ich stark genug bin. Auf diese Weise wird die Schwelle, die ich überschreiten muss, wenn ich schwächele, ein gutes Stück angehoben und das würde mir, so glaube ich zumindest, helfen.«
Ich war mir alles andere als klar darüber, wie sie wohl reagieren würde, und blickte sie entsprechend unsicher an. Ihre tiefgrünen Augen musterten mich einen Moment, bevor sie etwas erwiderte.
»Weißt du Peter, ich kenne viele Männer. Vor allem solche, die sich und ihre Eigenschaften maßlos überschätzen. Ich bin immer der Meinung gewesen, dass es nichts Schlimmes ist, um Hilfe zu bitten. Und die Tatsache, dass du mir dein Modem bringst«, sie konnte ein Lachen nicht vollständig unterdrücken, »zeigt mir, dass du es Ernst meinst, zumindest jetzt noch.«
Die letzte Bemerkung irritierte mich etwas, was genau meinte sie mit »jetzt noch«? Insgesamt war ich aber erleichtert, dass sie meine Geste offensichtlich positiv bewertete. Doch bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, fuhr sie fort: »Der Weg zur Keuschheit, zum vollkommenen Verzicht auf sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung, ist alles andere als einfach. Bis du und dein Körper sich vollständig darauf eingestellt haben wird es einiges an Schwierigkeiten, sowohl physischer als auch psychischer Natur, geben, mit denen du fertig werden und dich arrangieren musst. Wenn du beispielsweise in deinem Keuschheitsgürtel eine schmerzhafte Erektion verlebst oder darüber nachdenkst, dass ich einen anderen Mann treffe um mit ihm zu schlafen, während du zu Hause sitzt, vollkommen unfähig dich sexuell zu befriedigen, dann wirst du deine Entscheidung infrage stellen. Du wirst dich fragen, warum du das alles überhaupt machst und erduldest. Du wirst dir sagen, dass das doch vollkommen ungerecht ist, keinen Orgasmus haben zu dürfen, wenn du gerade Lust dazu hast.«
Sie hielt einen kurzen Moment inne, versuchte vielleicht eine Reaktion bei mir zu beobachten, die ihr verriet, dass ich es nicht ernst meinte. Ich blickte unterdessen recht nachdenklich zu Boden, wollte ihr in diesem Moment nicht in die Augen blicken, aus Angst sie könnte darin etwas lesen, dass ich so nicht meinte.
»Du denkst nach«, fuhr sie fort, »und das ist sehr gut. Du musst dir im Vorfeld der Antworten auf die Fragen klar werden, die ich angesprochen habe. Was ist deine Motivation? Du hast gesagt, du willst von der Internetpornografie loskommen, du hast gesagt, du willst wieder ein gutes Maß an Selbstwertgefühl gewinnen. Das sind, wie ich finde, gute, geradezu löbliche Gründe. Wenn deine einzige Motivation zu diesem Schritt wäre, dass du mich unglaublich attraktiv findest, dann wäre das für mich zwar schmeichelhaft aber sicher der falsche Grund. In jedem Fall bleibt die wichtigste Frage: Bist du bereit, den nötigen Preis für das Erlangen deiner gesetzten Ziele zu zahlen? Damit solltest du dich in den kommenden Wochen unbedingt auseinandersetzen. Hast du das verstanden?«
Ich fühlte mich ein wenig wie ein Schuljunge, dem man etwas Offensichtliches dennoch eingehend erklären muss. Mir war aber zugleich bewusst, dass dies bei einem solchen Schritt wohl unerlässlich ist. Ich musste mir selbst in diesem Moment eingestehen, dass ich die Frau mit dem wunderschönen kastanienbraunen Haar und den grünen Augen, in denen man versinken konnte, wenn man nicht aufpasste, wirklich unglaublich attraktiv fand. Ich weiß nicht, ob ich auch bei einer dicken Zwergin diesen Schritt gewagt hätte. Ich räusperte mich und sagte ihr, dass ich ihren Standpunkt verstehe und dass ich ihr verspreche, eingehend über das nachzudenken, was sie gesagt hatte.
»Gut«, stellte sie einsilbig fest. »Nachdem du mir dein Modem mitgebracht hast«, sie schmunzelte, »habe ich nun auch noch etwas zum Auspacken.«
Sie hob einen mittelgroßen Versandkarton auf, den ich noch nicht bemerkt hatte und der neben dem Couchtisch gestanden hatte. Sie stellte ihn auf den Tisch. Er war bereits geöffnet und sie klappte die Laschen an der Oberseite auf. Sie stellte ihn sich auf den Schoß, sodass auch ich hinein sehen konnte. Sie entnahm die Versandpapiere und gab die Sicht auf den Inhalt frei.
»Ich habe mir erlaubt, eine Auswahl an Keuschheitsgürteln zu bestellen. Der Begriff Peniskäfig ist ihrem Aussehen nach vielleicht passender, ich muss aber gestehen, dass ich diesen Ausdruck nicht mag. Es schwingt irgendwie etwas Negatives mit, finde ich.«
Sie breitete die verschiedenen Stücke, die jeweils noch mal einzeln abgepackt waren, auf dem Tisch aus.
»Ich habe sowohl unterschiedliche Modelle als auch Größen bestellt. Ich habe ja schließlich keinen Röntgenblick.«
Sie rückte ihre Brille zurecht und streifte meinen Schoß mit einem Seitenblick; ich hoffte, dass ich dabei nicht errötete. Ich nahm mit leicht zitternder Hand einen der Käfige in die Hand, er war aus durchsichtigem Kunststoff und bis auf eine Öffnung zum Wasserlassen an der Spitze abgeschlossen. Ein anderer bestand aus sich zur Spitze hin verjüngenden Metallringen, die Ringe waren auf der Ober- und Unterseite sowie an den Seiten mir Streben verbunden. Erst als ich Ariane wieder anblickte, bemerkte ich, dass sie wiederum eingehend meine Reaktion studierte.
»Was meinst du«, fragte sie dann, »brauchen wir eher das größere oder das kleinere Modell?«
Ich wurde nun doch etwas rot und räumte ein, dass ich wohl eher das kleinere Modell benötige.
Ariane lächelte: »Du brauchst dich nicht zu schämen, dann stört es um so weniger in der Hose.«
Sie nahm nun auch einen der Keuschheitsgürtel in ihre Hand.



»Ich kann natürlich nicht aus Erfahrung etwas über das Tragegefühl sagen, aber ich denke mir immer, dass es von Vorteil ist, wenn etwas Luft an das Glied kommt. Darum finde ich die fast komplett Geschlossenen nicht so gut. Das offenere Modell ist, wie ich finde, auch praktischer beim Duschen und allgemein bei der Körperpflege, wenn ich einmal nicht da sein sollte. Du kannst dich noch ein wenig mit den Möglichkeiten vertraut machen, ich bin gleich wieder da.«
Mit diesen Worten stand sie auf und ging die Treppe nach oben. Ich blieb im Wohnzimmer zurück und besah mir weiter die verschiedenen Optionen. Ich hielt mir einen der Käfige in den Schritt und stellte mir vor, wie es wohl sei so etwas 24 Stunden am Tag zu tragen. Nach wenigen Minuten hörte ich Arianes Schritte, wie sie die Treppe wieder herabstieg. Ich legte den Käfig schnell wieder zu den anderen. Sie schlenderte heran und setzte sich direkt neben mich und fragte ganz direkt: »So, was meinst du, ist für dich das Passende?«
Ich nahm das von ihr angesprochene Modell in die Hand und meinte fast flüstern: »Ich bin nicht sicher, aber ich glaube auch, dass ich es, wie du vorschlägst, lieber mit der etwas offeneren Variante probieren will.«
»Gut«, erwiderte sie, »bevor wir weitermachen, möchte ich dir aber noch den Ablauf der »Eingewöhnungsphase«, wie du sie genannt hast, erklären. Ich weiß nicht, ob du dich schon im Detail mit diesem Thema beschäftigt hast. Es ist so, dass es eine ganze Weile dauert, bis du und dein Körper sich an das Tragen eines solchen Keuschheitsgürtels gewöhnen. Man kann so etwas nicht von heute auf morgen 24 Stunden am Tag tragen, dann gibt es Druckstellen, man scheuert sich wund oder Ähnliches. Darum muss man es langsam angehen lassen. Wenn alles gut läuft, dann haben wir dich in fünf bis sechs Wochen so weit, dass du vollständig unter Verschluss bleiben kannst. Wenn wir diesen Schritt geschafft haben, brauchst du auch keine Angst mehr zu haben, rückfällig zu werden, was zum Beispiel die Onlinepornografie angeht. Das würde dir schließlich nur noch einen ziemlichen Schmerz im Schritt einbringen. Aber das mit der ganzen Situation verbundene Umdenken kommt mit der Zeit ganz von alleine, so war es jedenfalls bei meinen früheren Partnern. Heute werden wir direkt in die erste Phase starten. In der ersten Woche wirst du den Keuschheitsgürtel nur wenige Stunden am Tag tragen, so zwischen drei und sechs Stunden. Ich würde vorschlagen, du kommst abends nach der Arbeit zu mir und ich schließe deinen Penis ein. Dann können wir entweder noch etwas unternehmen, du gehst Einkaufen, oder erledigst was auch immer und ich lasse dich später wieder heraus. Morgen können wir es auch vormittags machen, wenn dir das besser passt. Ab Woche zwei erhöhen wir die Zeit dann auf bis zu zwölf Stunden am Tag. Zwölf Stunden ist vom Zeitmanagement schon viel angenehmer, ich kann dich dann morgens einschließen und abends wieder heraus lassen. Die ganze Woche das Maximum auszureizen ist allerdings meiner Meinung nach etwas sportlich, denn wenn es wunde Stellen gibt, heißt es: Wieder zurück auf Start. An einigen Tagen werden wir uns also in der Mittagspause treffen müssen. In der dritten Woche heißt es dann durchgehend morgens rein, abends raus. Über Nacht ist meiner Erfahrung nach in den ersten Wochen nicht ratsam. Das probieren wir erstmals Ende der vierten Woche aus, da wirst du ihn dann zwei Tage lang durchgehend tragen. In der fünften Woche erhöhen wir die Tragezeit dann dauerhaft auf bis zu 24 Stunden, allerdings hier und da noch mit freien Zeiten zwischendurch. Wenn das alles ohne Zwischenfälle geschafft ist, kannst du im Idealfall ab der sechsten Woche 24/7 unter Verschluss bleiben. So hat das in der Vergangenheit gut funktioniert. Das heißt dann auch, dass wir uns danach nicht mehr unbedingt täglich oder alle zwei Tage treffen müssen und auch etwas mehr Freiraum für uns selbst haben, wenn wir das möchten. Das ist also der Plan. Wenn du aber Fragen oder Vorschläge dazu hast, Peter, dann tu dir keinen Zwang an.«
Ich war perplex, wie professionell und sachlich sie an die Sache heranging. Dabei wirkte sie aber nicht kalt, sondern strahlte eine gewisse Vorfreude oder gar Euphorie aus. Mir wurde nur zu deutlich bewusst, dass ich ihr Projekt war, und dieses wollte sie offensichtlich mit dem bestmöglichen Ergebnis realisieren. Ich war für den Augenblick etwas erschlagen von den Fakten, die sie gerade eimerweise über mir ausgeleert hatte. Ich war zwar davon ausgegangen, dass man so einen Peniskäfig nicht sofort rund um die Uhr tragen konnte, mit sechs Wochen hatte ich aber dennoch nicht gerechnet.
»Du bist hier der Profi«, räumte ich ein, »ich werde also auf deine Erfahrung vertrauen und so gut es mir möglich ist befolgen, was du geplant hast. Wenn das, was die Planung unserer Treffen angeht, zu kompliziert wird, kann ich mir gegebenenfalls auch die eine oder andere Woche Urlaub nehmen. Die Ferienzeit, in der alle Kollegen Urlaub haben möchten, liegt ja noch etwas in der Zukunft.«
»Das ist ein guter Gedanke«, ging Ariane darauf ein, »gerade die sechs bis zwölf Stunden in der zweiten Woche sind erfahrungsgemäß sehr stressig. Wenn dann solltest du vielleicht da ein paar Tage Urlaub nehmen, ich könnte vielleicht auch einen freien Tag beisteuern, sodass du nicht unbedingt die ganze Woche Urlaub nehmen musst.«
Ich war wirklich sprachlos, die Art und Weise, wie Ariane sich in diese Sache einbrachte, war nicht die, mit der ich ursprünglich und auch nach dem ersten Treffen gerechnet hatte. Man stellt sich immer diese Dominas in Lack und Leder vor, denen Gehorsam über alles andere geht und die nicht das geringste Widerwort dulden. Aber diese Frau bot mir sogar an, sich Urlaub zu nehmen, nur um mein Glied zur entsprechenden Uhrzeit in einen Käfig zu schließen oder wieder heraus zu lassen. Ich hatte wirklich keinen Zweifel daran, dass sie unbedingt wollte, dass alles so funktionierte, wie sie es geplant hatte. Und ich fühlte mich in diesem Moment glücklich, dass sie es mit mir und nicht mit einem anderen wollte.



»Das ist lieb von dir«, sagte ich kleinlaut und wünschte mir, dass mir eine bessere Erwiderung eingefallen wäre.
»Na ja, das ist das Mindeste, was ich tun kann, nachdem du mir dein Modem mitgebracht hast«, lachte sie. Sie kam aber schnell wieder zur Sache, nahm mir den Keuschheitsgürtel, für den ich mich entschieden hatte aus der Hand (oder hatte doch sie die Entscheidung gefällt?) und fragte noch einmal: »Der soll es also sein? Ganz sicher? Benutzte Stücke können wir nämlich nicht mehr zurückschicken.«
»Ja, ich denke, mit diesem sollten wir es probieren«, antwortete ich nun ein wenig sicherer.
»Na gut, Peter, dann lass mal die Hosen herunter«, forderte sie in munterem Plauderton.
»Wie bitte?«, fragte ich erschrocken.
»Na ja, wie soll ich ihn dir denn sonst anlegen. Hast du vergessen, heute beginnen wir die erste Phase. Also vorwärts und nicht so prüde.«
Ihr Ton war zugleich fordernd und freundlich, fast schon mütterlich als ermutige sie ein Kind. Sie war nun augenscheinlich in ihrem Element, freute sich regelrecht darauf, Besitz zu ergreifen. Zögerlich stand ich auf und öffnete den Gürtel meiner Hose und den Reißverschluss. Ariane ließ ihre rechte Hand mit kreisenden Bewegungen durch die Luft sausen. Damit verdeutlichte sie, dass das ruhig etwas schneller gehen könne. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass die Vorhänge soweit geschlossen waren, dass niemand zusehen konnte, ließ ich meine Hose zu Boden fallen. Nach kurzem Zögern zog ich dann meine Boxershorts mit zitternden Händen herab.
»Du bist aber haarig da unten«, stellte Ariane fest. Sie streifte sich zwei weiße Latex-Handschuhe über, die sie mit herunter gebracht und neben sich gelegt hatte, wo ich sie bisher nicht gesehen hatte. Sie riss dann die Verpackung des Peniskäfigs auf und baute ihn mit geübten Händen auseinander. Ich kam mir in meiner Tatenlosigkeit während dieses Aktes der Enteignung ein wenig dumm vor. Ein Luftzug ließ mich leicht erschauern, dann sah ich zu, wie sie meinen Hodensack beiseite drückte und den ersten Metallring dahinter zusammenschob. Sie ergriff mein schlaffes Glied mit den Fingern ihrer rechten Hand und fädelte es vorsichtig in den leicht gekrümmten Metallkäfig ein. Metallstifte wurden durch die entsprechenden Bohrungen geschoben und dann war es soweit. Sie nahm ein winziges Vorhängeschloss zur Hand, das sie mir zeigte. Es war vergoldet und trug eine Gravur, zwei ineinander verschlungene Buchstaben, ein A und ein K, ihre Initialen. Über den Buchstaben waren zudem zwei gekreuzte Schlüssel abgebildet.
»Das ist mein Monogramm«, erklärte sie, »das habe ich mir damals, als ich mit Thomas, meinem erster Keuschling, zusammen war, ausgedacht und habe es auf ein Schloss gravieren lassen. Ich war der Meinung, dass es dem Ganzen eine wesentlich persönlichere Note verleiht, als einfach ein Schloss aus dem Laden, so wie es ist, zu nehmen. Ich habe es damals bei einem Juwelier mit Blattgold vergolden lassen. Ich gebe zu, dass das ein wenig kitschig ist, aber das macht dir hoffentlich nichts aus.«
Bei dem letzten Satz wirkte sie das erste Mal ein wenig verlegen. Ich kann nicht genau sagen warum, aber es machte mir etwas Mut und bestärkte mich in meinen Absichten zu wissen, dass auch diese selbstsichere Frau eine winzige Schwäche, wenn man es so nennen kann, zeigte. Keuschling hatte sie ihren ersten Partner genannt. Der Begriff war mir neu und machte mich in meinem inneren etwas verlegen. Es klang so hilflos und ausgeliefert. Ich hörte eine innere Stimme zu mir sagen: Das bist du nun also im Begriff zu werden, ein Keuschling. Und ich antwortete: Nein, nicht ein, sondern Arianes Keuschling. Ich lächelte bei diesem Gedanken.
»Das macht mir nichts aus«, sagte ich es völlig ehrlich meinend, »ich finde es schön, dass dein Name beziehungsweise dein Monogramm darauf ist.«
Sie wurde wieder ernst und sagte mir direkt in die Augen blickend: »Ich schließe es jetzt zu. Bereit?«
Ich nickte und, während wir uns tief in die Augen blickten, ließ sie den Bügel des Schlosses einrasten, nahm mein leichtes Zucken wahr, als es sich mit einem hörbaren Klick schloss. Es war ein sehr intimer Moment. Ich schaute an mir herab, betrachtete mein Glied in seinem Gefängnis. Ich hatte mich sehr zusammennehmen müssen, unter ihrer Berührung keine Erektion zu bekommen. Zum Glück hatte ich das geschafft, dachte ich bei mir. Wir blickten es beide noch einen Moment an, dann forderte sie mich auf meine Hose wieder hochzuziehen. Es fühlte sich eigenartig an, diesen mir und meinem Körper fremden Gegenstand direkt auf der nackten Haut zu tragen. Ich überlegte, ob ich mich daran würde gewöhnen können, als Ariane mich aus meinen Gedanken riss. Sie streifte die Handschuhe ab und meinte munter heraus:
»So, um deine ersten Stunden ohne sexuelle Verantwortung zu begehen habe ich Kinokarten reserviert und für danach einen Tisch in einem nahe gelegenen Restaurant bestellt. Der Film beginnt in einer halben Stunde, wir können uns also ohne Eile auf den Weg machen, es ist nämlich nur drei Blocks von hier. Ich ziehe mir nur noch rasch etwas anderes an.« Ohne eine Antwort abzuwarten, erhob sie sich und verschwand wieder in den oberen Räumen. Während ich auf sie wartete, ging ich unsicher etwas auf und ab, beugte mich vor und zur Seite, erprobte wie sich mein neues »Accessoire« anfühlte. Heute war ich mir darüber im Klaren geworden, wie vielfältig Arianes Charakter offensichtlich war. Anfangs war sie sehr geschäftsmäßig und sachlich gewesen, dies hatte sich in der letzten Viertelstunde, in der es zum Verschluss gekommen war, zu einer geradezu jovialen Freude, fast schon Euphorie gewandelt. Ich fragte mich, was sie sonst noch für Überraschungen bereit hielt und hoffte, dass ihr Aufzug für den heutigen Abend nicht zu aufreizend war, wobei ich an den wenigen Platz dachte, der meinem Geschlechtsteil noch zur Verfügung stand. Dann kam Ariane wieder die Treppe herunter. Sie trug einen schwarzen Rock, der ein gutes Stück über das Knie reichte, darüber eine bordeauxfarbene Bluse und eine leichte schwarze Strickweste. Sie hatte auch ihre Brille, die ich vom ersten Treffen kannte, mit einem anderen Gestell vertauscht. Die breiten schwarzen Ränder bildeten einen schönen Kontrast zu den grünen Augen mit den frisch getuschten Wimpern. Sie sah einfach fabelhaft aus. Sie war barfuß und trug hochhackige schwarze Schuhe in der rechten Hand. An ihrem linken Knöchel blinkte ein Fußkettchen, das sofort meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch ihr entging mein interessierter Blick nicht.
»Wenn es in Benutzung ist, trage ich den Schlüssel zu meinem Schloss immer direkt bei mir. Ich hoffe, du empfindest es nicht als demütigend, dass ich ihn am Fußknöchel trage. Wenn es dir unangenehm ist, kann ich ihn auch an einer Halskette tragen, so wie ich das auch im Büro oder zu konservativeren Gelegenheiten mache. Wichtig ist für mich nur, dass ich jederzeit das Gefühl habe darüber zu verfügen«, erklärte sie mir.
Mein Blick haftete an dem im Licht blinkenden Metall, das hin und her schwang, während sie ihren nur auf dem Fußballen stehenden linken Fuß hin und her drehte, als wolle sie mich mit diesem Anblick hypnotisieren. Ich riss mich schließlich selbst aus dieser Beinahetrance und versicherte ihr, dass es mir nichts ausmache, was sie freudig aufnahm. Wir zogen unsere Schuhe an und verließen ihre Wohnung. Es ging ein leichtes Lüftchen, sodass die Temperatur sehr angenehm und nicht drückend war. Immer wieder fixierte ich den umherspringenden Schlüssel zu meinem Peniskäfig. Blickte Passanten an, an denen wir vorüberkamen, und fragte mich, ob sie es bemerkten, dass ich in diesem Moment ihr Keuschling war. Ein geschlechtliches Neutrum ohne Recht auf sexuelle Befriedigung, vollkommen der Laune, dem Wohlwollen und auch der Willkür dieser wunderschönen Frau ausgeliefert. Ich hatte Arianes Frage, ob ich es als demütigend empfand, zwar verneint, aber genau das war es. Und die Art und Weise, auf die es demütigend war, empfand ich als äußerst erregend. Als ich bemerkte, dass diese Erregung in meine untere Körperregion floss war es bereits zu spät. Mein Glied bäumte sich in seinem Gefängnis auf, rüttelte sinnbildlich an den Gitterstäben. Wir blieben an einer Fußgängerampel stehen. Der Schmerz wuchs sukzessive an. Für einen kurzen Moment schloss ich die Augen und biss die Zähne zusammen, versuchte, mir nichts anmerken zu lassen, in der Hoffnung es würde schnell wieder vergehen.
»Peter, es ist grün«, hörte ich dann ein paar Meter entfernt vor mir.



Ich hatte in meiner Pein den Wechsel des Lichtsignals verschlafen. Ariane schien sofort zu wissen, was los war, nahm mich bei der Hand und flüsterte mir leise ins Ohr: »Es geht gleich wieder vorbei.«
Der Rückhalt, den sie mir gab, half und es ging tatsächlich rasch vorbei.
Der übrige Abend verlief ohne weitere vergleichbare Vorkommnisse. Das Kino, das wir besuchten, kannte ich noch nicht. Es war sehr klein mit nur zwei Vorführsälen und einem äußerst alternativen Programmplan. Der Film für den sie die Karten reserviert hatte, war in französischer Sprache mit englischem Untertitel. Ich kann mich schon gar nicht mehr an den Inhalt geschweige denn den Titel erinnern. Ich war viel zu sehr mit der neuen Situation und – in Anbetracht meiner reizenden Gesellschaft – damit beschäftigt, meine körperlichen Reaktionen im Zaum zu halten. Das kleine italienische Restaurant, das wir im Anschluss besuchten, war sehr gemütlich und das Essen war gut. Ariane war nun noch ein Stück weit aufgeschlossener als bei unserer ersten Begegnung und wir redeten über Musik, Politik, Gott und die Welt. Stunden vergingen, ehe wir aufbrachen. Wir gingen noch einmal zu ihr, wo sie mich aus meinem Keuschheitsgürtel entließ.
»Genieße deine Freiheit bis morgen, aber werde nicht rückfällig«, warnte sie mich.
»Das werde ich nicht«, versicherte ich ihr.
Sie nahm das mit einem Lächeln zur Kenntnis und ging noch mal ins Wohnzimmer. Sie reichte mir einen Zettel, auf dem sie etwas markiert hatte. Es war die Rechnung zu dem bestellten Paket.
»Hier«, sagte sie und deutete auf den in Gelb markierten Posten, »das musst du noch überweisen, ist ja schließlich dein Eigentum. Die Retoure erledige ich am Montag. Wann willst du morgen kommen?«
»Wie wäre es mit Brunch?«, erwiderte ich und steckte die Rechnung in meine rechte Gesäßtasche, ohne darauf einzugehen.
Ariane überlegte kurz und sagte dann: »Brunch ist gut. Ich hole dich gegen elf ab.«
Ich gab ihr meine Adresse und verließ ihre Wohnung. Einen Kuss bekam ich nicht, hatte aber auch nicht wirklich damit gerechnet. Zu Hause duschte ich und fiel direkt ins Bett. Es war ein schöner Abend gewesen. Ungewöhnlich und bizarr... aber schön.

Leseprobe: Rechtlos

Rechtlos von Erica Lys ist ein Femdom-Roman, der im Science-Fiction-Genre angesiedelt ist.

 

*** IV ***

Sein Mund war trocken. Er öffnete die Augen. Mit dem Licht kam die Erinnerung. Sofort war er hellwach, sprang auf und schaute sich um.
Die fensterlose Zelle war gänzlich aus Metall. In der Ecke hinten gab es eine in den Boden eingelassene flache Wanne zum Waschen. Das Loch in der Mitte war für seine Ausscheidungen bestimmt. In der anderen Ecke lag die Matratze, auf der er gelegen hatte. Eine Lampe in der Decke überflutete alles mit einem grellen Licht. Es zeigte jede Kontur und jede Narbe seines nackten Körpers. Die Kanüle in seiner Hand, mit der sie ihn ganz nach Belieben an- und ausgeschaltet hatten, war verschwunden. Nur eine gerötete und verschorfte Einstichstelle war dort noch zu sehen. Sie war nichts gegen das Brennen in seinem After, das ihn noch daran erinnerte, was sie ihm angetan hatten.
Er ging zur Tür am anderen Ende der Zelle. Sie hatte weder Griff noch Riegel und ließ sich nicht öffnen. Auch nicht, als er versuchte, sie mit seinem ganzen Gewicht aufzudrücken.
In ihrer Mitte war ein breiter waagerechter Schlitz. Er kniete sich davor und versuchte hindurchzusehen doch eine Klappe auf der anderen Seite verhinderte es. Es gelang ihm nicht, sie mit seinen Händen aufzuschieben. Niemand antwortete seinen Rufen, auch nicht, als er gegen die Tür schlug und trat.
Er untersuchte jede erreichbare Stelle der Zelle. Aber hier gab es nichts, das ihm eine Flucht ermöglichen würde, nichts, das er als Waffe gebrauchen konnte, weder gegen die anderen noch gegen sich selbst, nichts, das ihm verriet, wo er war und warum. Alles war so glatt und passgenau, dass nicht einmal seine Fingernägel einen Spalt zwischen Tür und Wand fanden. Irgendwann sank er mehr verzweifelt als erschöpft auf die Matratze. Eine Decke gab es nicht. Es war warm, er hätte sie nicht als Schutz gegen die Kälte gebraucht, wohl aber gegen seine Angst und das Gefühl des Ausgeliefertseins. Das hier war alles andere als ein inszeniertes Spiel. Es war bittere Realität, aus der er nicht aussteigen konnte.
Er wartete Stunden. Sein Mund trocknete weiter aus. Die nervtötende Untätigkeit und der Durst brachten ihn dazu, den Mechanismus der Wanne auszuprobieren. Ein Wasserstrahl sprudelte auf Höhe seines Kopfes aus einem kleinen Hahn in der Wand. Er trank aus seinen hohlen Händen und wusch sich den Schweiß aus dem Gesicht. Obwohl sein Durst gestillt war, fühlte er sich nur wenig besser.
Irgendwann hörte er, wie sich die Klappe öffnete. Er sprang auf. Ein Tablett mit einem dünnflüssigen Brei wurde durch den Schlitz in der Tür gehalten. Er griff danach. Bevor er durch den Schlitz nach draußen sehen konnte, schloss sich die Klappe wieder. Hungrig fiel er über den Brei her, auch wenn er anders schmeckte, als alles, was er bisher gegessen hatte.
Seinen Durst musste er weiter mit dem Wasser stillen, das aus dem Hahn in der Wand über der Wanne floss. Es war wie vor Urzeiten, als seine Meerschweinchen aus der am Käfig angebrachten Trinkflasche getrunken hatten. Nur hatte er seine Haustiere niemals misshandelt.



***
Wieder vergingen Stunden, ehe eine grauhaarige Frau seine Zelle betrat. An ihrer gebieterischen Haltung erkannte er ihre hohe Stellung. Zwei jüngere Frauen folgten ihr. Auch sie trugen Uniform.
Ihr Schweigen, ihre festen Blicke und ihr entschlossenes Vorgehen verrieten ihm, dass sie irgendeine Gemeinheit vorhatten. Und dass sie genau wussten, was sie taten. Alarmiert wich er zurück, bis er auf der Matratze stand. Sie umstellten ihn wie eine in die Ecke gedrängte Ratte.
Eine der jüngeren fasste seinen Arm und schubste ihn in Richtung Wanne. Er schlug ihre Hand weg. Im Bruchteil einer Sekunde drehte sie ihm den Arm auf den Rücken und zwang ihn vor der Wanne auf die Knie. Er hatte so etwas schon oft in irgendwelchen Krimis gesehen, trotzdem überraschte ihr blitzartiges Vorgehen ihn vollkommen.
Die ältere Frau setzte einen Gegenstand auf seinen Kopf. Erschreckt schlug er ihn mit seinem freien Arm weg. Die andere Frau ließ seinen Arm los, aber im gleichen Moment spürte er einen Stromschlag auf seiner Schulter. Er sackte zusammen. Die Frau packte in seine Haare und zog ihn daran hoch, bis er wieder vor ihr kniete. Sie hielt das Elektroschockgerät auf seine Haut gedrückt, um ihn klarzumachen, dass jeder Widerstand umgehend gestraft würde.
Notgedrungen und noch benommen ließ er zu, dass die ältere Frau den Gegenstand, einen Rasierer, erneut an seinem Kopf ansetzte. Während er über die Wanne gebeugt vor ihr kniete, schor sie ihm die Haare.
Als die Frau fertig war, fuhr er sich mit der Hand über den Kopf. Von seinen Haaren waren nur noch Stoppeln übrig geblieben. Das, worauf er immer so stolz gewesen war, kringelte sich wie ein Knäuel toter Würmer in der Wanne. Ein Wasserstrahl schwemmte sie vor seinen Augen in den Abfluss.
Das Elektroschockgerät löste sich von seiner Haut. Die ältere Frau bedeutete ihm mit einem Fingerzeig aufzustehen und hielt ihm den Rasierer hin. Er nahm ihn automatisch entgegen. Als sie auf seinen Bart zeigte und dann auf die Wanne deutete, erkannte er, dass sie tatsächlich vom ihm verlangte, er solle sich dort rasieren.
Er schüttelte den Kopf. Die Frau wies energischer auf die Wanne. Als er ihr weiter den Gehorsam verweigerte, sprach sie einen Befehl aus. Wieder wurde das Elektroschockgerät fest auf seine Haut gedrückt. In ihrem Gesicht sah er die Drohung, dass sie ihm noch viel mehr Schmerz zufügen lassen konnte als gerade eben, und dass es ihr ein Vergnügen wäre.
Gezwungenermaßen stellte er sich in die Wanne. Das Elektroschockgerät wurde von seiner Haut genommen. Wissend, dass es immer noch ganz dicht neben ihm war, begann er, sich den Bart abzurasieren. Einen Spiegel gab es nicht. Unter den Blicken der Frauen prüfte er mit der Hand, ob er alle Haare erwischt hatte, und reichte der grauhaarigen Frau den Rasierer zurück.
Sie nahm ihn nicht an, sondern wies mit einer umfassenden Bewegung auf seine Arme, seine Beine, den Bauch und die Brust. Widerstrebend begann er sich auch dort zu rasieren, bis seine Haut glatt war. Die Frau klopfte ihm auf den Rücken und den Po. Er rasierte sich die Stellen, die er erreichen konnte. Dann nahm die Frau den Rasierer und beendete die Rasur. Es war ein seltsames Gefühl, das erste Mal von einer Frau rasiert zu werden, und noch dazu am Po.
Als sie fertig war, wies sie auf seine Achselhöhlen. Auch hier entfernt er in dem Wissen, dass sie ihn zwingen konnten, alle Haare.
Dann zeigt die Frau auf seinen Intimbereich. Richard konnte nicht fassen, was sie von ihm verlangte. Er hob abwehrend die Hände und schüttelte den Kopf.
»Nein! Auf keinen Fall!«
Die Frau mit dem Elektroschockgerät hob demonstrativ die Hand und sagte etwas. Obwohl er ihre Worte nicht verstand, wusste er, dass es der Befehl war, der Anweisung der älteren zu folgen.
Beschämt begann er seinen Schambereich unter den Augen der drei Frauen zu rasieren. Es war ihm peinlich, sein Glied und seine Hoden anzufassen, während sie ihn beobachteten, und er war erleichtert, als er fertig war.
Doch seine Erleichterung kam zu früh. Die ältere Frau gab ihm einen Klaps auf den Po und macht eine eindeutige Bewegung. Richard verstand, dass sie von ihm verlangt, sich auch in der Spalte zwischen seinen Pobacken zu rasieren, und fühlte, wie ihm die Röte ins Gesicht stieg. Er schaute die beiden anderen an. In ihren Gesichtern stand ein amüsiertes und schadenfrohes Lächeln.
Zögernd setzte er sich auf den Boden der Wanne, spreizte die Beine und begann seinen Damm zu rasieren, so gut er konnte. Doch in dem Bereich um seinen After schaffte er es nicht. Die Frauen standen wie eine schwarze Wand über ihm. Als er fertig war, schaute er zu der grauhaarigen Frau auf. Sie bedeutete ihm aufzustehen und nahm ihm den Rasierer aus der Hand. Mit einer kreisenden Handbewegung wies sie ihn an, sich umzudrehen. Obwohl er nicht verstand, warum sie das wollte, tat er es.
Sie legte eine Hand in seinen Nacken und drückt ihn fest nach unten. Er folgte ihrer stummen Anweisung und beugte sich vor.
Dann hörte er, dass sie sich Handschuhe anzog und fühlte, wie ihre Hände seine Pobacken auseinander drückten, um das Ergebnis seiner Rasur zu kontrollieren. Als ihre Hand den Bereich um seinen After berührte, zuckte er zusammen, richtete sich auf und schaute sie empört an.
»Verdammt. Es reicht!«
Sie sprach ein paar harte und scharfe Worte und wies auf den Boden der Wanne. Gleichzeitig hob die Frau mit dem Elektroschockgerät die Hand.
Er schloss für einen Moment die Augen und presste die Kiefer aufeinander. Dann beugte er sich notgedrungen vor. Obwohl er stärker war als jede einzelne der Frauen, vielleicht sogar als alle drei zusammen, war ihm klar, dass jede falsche Handlung harte Konsequenzen nach sich ziehen würde. Und ein Angriff seinerseits würde sogar fatal enden.
Die Frau rasierte zwischen seinen Pobacken und insbesondere um seinen After, was er nicht erreicht hatte. Er stützte sich mit einer Hand an der Wand ab und versuchte seinen Geist von hier wegzubringen. Es gelang ihm nicht. Das Vibrieren des Rasierers hielt ihn im Hier und Jetzt fest, bis die Frau mit dem Ergebnis der Rasur zufrieden war.
Die Frauen verließen die Zelle. Er schaute ihnen wütend und gedemütigt hinterher. Mit weichen Knien trat er aus der Wanne.
Wieder war er für Stunden alleine. Er versuchte zu verdrängen, was geschehen war. Aber immer wieder kam die Erinnerung hoch, während er sich auf der Matratze hin und her wälzte. Wut und Scham hielten ihn lange wach. Doch irgendwann fielen ihm die Augen zu.



***
Das Öffnen der Tür riss ihn aus einem unruhigen Schlaf. Zwei Frauen betraten die Zelle. Eine hielt ein Elektroschockgerät in ihrer Hand, die andere trug es in ihren Gürtel. Er stand auf und fragte sich, was sie schon wieder vom ihm wollten. So bewaffnet, wie sie waren, konnte es nichts Gutes sein.
Während die eine ihn mit dem Elektroschockgerät bewachte, legte ihm die andere Hand- und Fußschellen an. Sie brachte eine dritte Kette mittig an der oberen an. Diese war so kurz, dass sie nicht einmal bis zu seinen Knien herabfiel. Dann zog sie daran, um sie an der Kette zwischen seinen Füßen zu befestigen. Richard hätte den Rücken beugen müssen, damit dies gelingen konnte. Er weigerte sich, richtete seinen Rücken kerzengerade auf. Die Frau zerrte heftig an der Kette. Als er immer noch aufrecht stehen blieb, brachen sie seinen Trotz. Sie hatten ihre Elektroschockgeräte auf eine niedrige Stufe eingestellt. Es bereitete ihm nur Schmerzen, setzte seine Muskulatur aber nicht außer Kraft. Immer wieder stießen sie sie wie ein Messer vor und platzierten so schneller Folge Stromschläge auf seiner Haut, dass er vor Schmerz schrie. Er schaffte es nicht, ihre Angriffe abzuwehren. Die Frauen waren schnell und geschickt wie Fechterinnen und die Ketten behinderten ihn. Erst als sie ihn atemlos und mit erhobenen Händen in die Ecke gedrängt hatten, hörten sie mit ihrem Spiel, das ihnen offensichtlich Spaß bereitet hatte, auf.
Endlich ließ er notgedrungen zu, dass sie die  herabhängende Kette an der zwischen seinen Füßen befestigten. Eine Frau wies zur Tür. Noch außer Atem trat er aus der Zelle auf den Gang.
Die Ketten waren so kurz, dass er nur kleine Schritte machen konnte. Sein Rücken war gebeugt. Eine Frau ging vor ihm her, die andere hinter ihm. Es war, als würde ein Schwerverbrecher in einen anderen Zellentrakt verlegt, nur dass er nicht einmal Kleidung trug.
Der kahle Gang, durch den sie gingen, war lang, der Boden unter seinen bloßen Füßen glatt. Niemand begegnete ihnen. Diesmal hatte man ihm nichts gegeben, das seinen Verstand trübte.
Die Frauen gingen schnell. Er hatte Mühe mitzuhalten, ohne zu stolpern. Er ging mehr wie ein Affe als wie ein Mensch. Die Fußschellen schnitten schmerzhaft in seine Haut. Die Elektroschockgeräte waren eine eindringliche Mahnung, sich zu sputen. Er biss die Zähne zusammen, während ihm vor Anstrengung der Schweiß ausbrach.
Wieder glitt vor ihm eine Tür zur Seite. Eine unangenehme Vorahnung ließ ihn im Türrahmen erstarren. Hände packten die Ketten und zerrten ihn weiter. Er stolperte in die Mitte des Raumes. Auch dieser war fast leer, obwohl seine Größe ihn an die Turnhalle seiner Schule erinnerte. Nur ein kleiner Tisch stand neben ihm. Sein Metall hob sich kaum von den Wänden und dem Boden ab.
Über sich hörte er ein Surren. Als er in gekrümmter Haltung seinen Hals verdrehte und nach oben blickte, sah er, dass sich zwei metallisch glänzende und an dicken Drähten hängende Gegenstände von der Decke herab auf ihn zubewegten. Als sie auf Höhe seines Herzens stoppten, erkannte er, dass es breite Handeisen waren.
Eine der Frauen klappte die beiden Hälften einer Seite auseinander und ergriff seine Hand. Bevor sie das Handeisen um sein Gelenk legen konnte, versuchte er, seinen Arm wegzuziehen. Aber verdammt, die Frau war stark wie eine olympische Ringerin und hielt seine Hand wie ein Schraubstock. Sie wie auch die Hand- und Fußschellen mit der immer noch daran befestigten Verbindungskette ließen kaum mehr als ein Zucken zu. Und da war immer noch die Bedrohung durch die Elektroschockgeräte. Das Metall wurde um sein verschwitztes Handgelenk gelegt und der Verschluss rastete ein. Dann macht sie das Gleiche mit seinem anderen Arm. Auch diesmal nutzte ihm sein Widerstand nichts.
Erst als er durch die Handeisen gesichert war, nahm die Ringerin ihm die Verbindungskette ab und die Frauen traten zurück. Er richtete sich auf und sah, dass die andere Frau einen Schalter betätigte. Seine Hände wurden nach oben über seinen Kopf gezogen, bis sein ganzer Körper gestreckt war und seine Fußsohlen gerade noch den Boden berührten. Erst als er so gesichert war, nahmen sie ihm auch noch die Hand- und Fußschellen ab.
Die Ringerin schaute erst ihn, dann die andere grinsend an. Sie sagte etwas, das er nicht verstand. Die Zweite feixte zurück und begann ihn zu kitzeln. Als sie nicht den erhofften Erfolg hatte, trat sie wütend auf seinen Fuß. Sie drehte den Absatz ihres Stiefels hin und her und schürfte die Haut an seinem Fußrücken auf. Befriedigt sah sie den Schmerz in seinem Gesicht.



Die Tür lag hinter ihm. Eine weitere Person kam herein. Es war Narit-Scha. Er fühlte es, noch bevor er sie sah.
Sofort gab der Stiefel seinen Fuß frei. »Narit-Scha«, sagte die Frau, die ihn gerade noch gequält hatte, ehrerbietig. Sie und die andere Frau verbeugten sich und schauten respektvoll, geradezu unterwürfig, in Richtung Tür.
Seine Nackenhaare stellten sich auf und sein Atem stockte, als Narit-Scha sich ihm mit deutlich hörbarem und scharfem Schritt näherte. Als er den Kopf umdrehte, sah er, dass trotz ihrer schnellen und dynamischen Bewegungen keinerlei Hast von ihr ausging. Bei jedem Schritt war sie genau dort, wo sie sein wollte.
Direkt vor ihm blieb sie stehen. Sie hatte bei ihrem Eintritt gesehen, dass eine der Frauen ihren Absatz auf seinen Fuß gestellt hatte. Jetzt fiel ihr Blick auf die malträtierte Stelle. Sie sah die Hautabschürfung dort. Ihre Miene verdunkelte sich.
Er gehörte ihr. Niemand hatte das Recht, ihn ohne ihren Befehl zu beschädigen. Wie ein Eishauch fegte ihr Blick über die beiden Frauen. Mit einer einzigen zornigen Handbewegung wies sie sie aus dem Raum.
Die Frauen erkannten ihren Zorn und verbeugten sich noch tiefer als beim ersten Mal. Sie eilten aus dem Raum, wissend, dass ihr Vergehen eine harte Strafe nach sich ziehen würde. Ihre Gesichter waren kreidebleich.
Nachdem sich die Tür hinter den beiden geschlossen hatte, war Richard alleine mit Narit-Scha. Ihr Anblick weckte unangenehme Erinnerungen, die ihn den Schmerz in seinem Fuß vergessen ließen. Obwohl er in keinster Weise hätte fliehen oder sich verteidigen können, wenn sie etwas gegen ihn unternommen hätte, beobachteten seine Augen misstrauisch jede ihrer Bewegungen.
Sie sagte nichts, aber ihre Anwesenheit hätte auch nicht bedrohlicher sein können, wenn sie laut geschrien hätte. Es genügte einfach, dass sie hier war und jede Einzelheit und jede seiner Regungen wahrnahm.
Mit ihrem Eintreten war die Luft im Raum erkaltet und doch schien die Ausstrahlung ihres Körpers ihn zu verbrennen. Ihre Nähe setzte ihm mehr zu als die Misshandlungen der Frauen eben. Ihm brach der Schweiß aus, er zitterte.
Eine unheilvolle Stille lag im Raum. Das Blut rauschte laut in seinen Ohren, trotzdem hörte er Narit-Scha ruhig und so gleichmäßig wie ein Metronom ein- und ausatmen. Er bemühte sich, das Hämmern seines Herzens und seine Atmung zu kontrollieren, um seine Angst vor ihr zu verbergen.
Ihr Blick kroch über seine Haut und durchdrang alle ihre Schichten. Es war, als sehe sie auf den Grund seiner Seele, dabei war er sich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal mehr sicher, ob überhaupt noch etwas von ihr übrig war.
Mit hinter dem Rücken verschränkten Händen ging sie in nervtötender Langsamkeit in einem weiten Kreis um ihn herum. Nichts war zu hören, außer ihren gleichmäßigen Schritten, von denen jeder Einzelne wie ein Messer in seine zum Zerreißen gespannten Nerven schnitt.
Er wollte sie nicht reizen. Während seine Augen starr auf den Boden vor ihm geheftet waren, verfolgten seine Ohren jede ihrer Bewegungen. Aus den Augenwinkeln nahm er ihre Haltung wahr, die so unbeugsam war, als wäre ihr Rückgrat aus Stahl gegossen. Wäre das enervierende Geräusch ihrer Schritte nicht gewesen, hätte man eine Feder fallen hören können. Es war, als zöge sie seine letzte verbliebene Energie wie ein schwarzes Loch in sich hinein und als würde er mit jeder Sekunde schrumpfen. Der Geschmack der Angst lag faulig auf seiner Zunge.
Sie blieb dicht vor ihm stehen und sah ihn an. Es gelang ihm, die Augen zu heben und ihr ins Antlitz zu sehen. Sie hielt seinen Blick fest. Ihre Augen entzündeten eine Eiswüste in ihm. Dann traf ihn die Erkenntnis wie ein Schlag ins Gesicht: Narit-Scha wollte in unterwerfen. Aber sie wollte mehr als nur seinen Körper. Sie wollte auch seinen Geist und seine Seele.
Er bemühte sich, ihrem Blick trotz seiner Angst standzuhalten. Zu seinem eigenen Erstaunen gelang es ihm.
Narit-Scha trat einen Schritt zurück, wie um ihn besser im Auge zu haben. Trotzdem spürte er immer noch ihren Blick wie Eiswasser auf seiner Haut. Sie wollte ihn und würde seine Inbesitznahme unabwendbar herbeiführen.
Der winzige Rest seines Widerstandes hatte sich fast vollständig verflüchtigt. Die Versuchung, sich dieser Frau vollkommen zu ergeben, war geradezu übermächtig. Doch mit einem Mal wurden seine fast schon zusammengebrochenen Kräfte gestärkt, so als hätte sie ihm eine Dosis Adrenalin verabreicht und sie zu neuem Leben erweckt.
Er erkannte in ihren Augen, dass auch sie das jähe Anwachsen seines Widerstandes bemerkt hatte. Ihre Enttäuschung über seine Halsstarrigkeit schien sich jedoch in Grenzen zu halten. Vielleicht hatte sie genau das erwartet oder sogar bezweckt. Sie war niemand, der seine Zeit mit etwas Überflüssigem vergeudet. Ihr Hiersein zeugte davon, dass es ihr wichtig war, was er tat und was mit ihm geschah. In ihren Augen las er, dass dieses Interesse nicht nur reine Pflichterfüllung war. In seinem Hirn entstand die wahnsinnige Gewissheit, dass sie Anteil an seiner Person nahm. Dieses Interesse musste der Schwachpunkt in ihren Plänen sein und der Grund, warum er von den anderen Frauen nicht noch mehr misshandelt wurde.
»Du warst widerspenstig, Mann.«
Er hätte ihre dunkle Stimme und den Akzent sofort wiedererkannt, auch wenn es stockdunkel gewesen wäre.
***
Ihre Augen glitten über ihn. Diesmal war er am ganzen Körper rasiert und die Haare auf seinem Kopf hatten eine angemessene Länge. Sie fand, sein Anblick war jetzt erträglich.
Er hing an den Drähten wie ein Stück Wild, das man erlegt hatte und jetzt ausweiden wollte. Sein Gesicht war von Angst gezeichnet. Seine Haut war bleich und mit Angstschweiß überzogen. Das war gut. Sie legte eine Hand auf seine Flanke. Er zuckte unter ihrer Berührung zusammen. Das war sehr gut. Als sie prüfend über seinem Rücken und dann entlang seiner Wirbelsäule nach oben fuhr, spürte sie seine kräftigen Muskeln, die sich wie bei einem zum Sprung bereiten Tier anspannten. Das gefiel ihr. Sie ging um ihn herum und inspizierte seine Vorderseite.
***
Da war nichts mehr außer ihrer Hand, die tastend über seine Brust, seinen Bauch und seine Oberschenkel fuhr, als begutachte sie ihn auf einem Viehmarkt. Eine Gänsehaut lief ihm über den Nacken und die Arme. In ihm tobte ein Sturm aus Angst, Empörung und dem verstörenden Wunsch, sich ihrer Macht zu unterwerfen.



***
Sie hörte seinen Atem. Ihre Hand lag flach auf seinem Brustkorb. Sie spürte den kraftvollen Schlag seines Herzens. Seine Haut war feucht und warm, voller Leben. Er war der Erste, bei dem ihre Berührung eine Gänsehaut auslöste. Dieser Mann war anders, als alle anderen, die sie bisher geholt hatte. Sie hatte es von Anfang an gewusst. Ein Lächeln stahl sich in ihre Augen und verband sich mit dem Vergnügen, das sie beim Ertasten seiner Muskulatur empfunden hatte. Bevor sich diese unangemessene Anwandlung ausbreiten konnte, kämpfte sie sie nieder und glättete ihre Züge.
Ihre Hand fasste nach seinem Kinn. Seine Augen starrten in ihre. Sie ließ ihm einen Moment Zeit, sie zu senken. Er verweigerte ihr diesen Respekt, obwohl sie seinen Angstschweiß riechen konnte. Ein von dem verbotenen und niedergekämpften Gefühl des Vergnügens genährter Zorn flammte in ihr auf. Sie ließ das Kinn los, als habe sie sich daran verbrannt.
»Du wirst mich nie wieder so dreist anstarren, Mann!«
Sofort senkte er den Blick.
»Antworte!«
Die Schärfe in ihrer Stimme ließ ihn zusammenschrecken.
Er starrte sie an. Schon wieder.
»Sie haben doch keine Frage gestellt«, seine Stimme zitterte.
Ihr Schlag traf sein Gesicht so hart, dass sich die Abdrücke ihrer Finger auf seiner Wange abzeichneten. Es fühlte sich gut an, ihn für diese widernatürlichen Empfindungen, die er bei ihr ausgelöst hatte, zu züchtigen. Sie wusste, er würde weiterhin widerspenstig sein. Und es würde ihr eine Freude sein, ihn zu zähmen, bis sie statt Trotz und Hochmut nur noch Demut und Unterwerfung in seinen Augen sah.
»Antworte, Mann!«, ihre Stimme war scharf wie ein Skalpell.
»Ich … ich weiß nicht … Was wollen Sie von mir?«
»Du wirst mich nie wieder so anstarren!«
»Nein.«
»Nein was? Kannst du auch in ganzen Sätzen sprechen?«
Ihre Fingerspitzen legten sich federleicht um seine Brustwarze. Selbst diese fast zärtliche Berührung war eine Warnung, die er verstand, als wären es laut gesprochene Worte.
»Ja … nein …«
»Nun?«
»Ich werde Sie nicht mehr anstarren.«
»Warum tust du es dann jetzt?«
Er senkte den Blick. Seine Schultern schmerzten, und seine Haut dort, wo die Handeisen an seinen Handgelenken zerrten, noch mehr. Schweißtropfen standen auf seiner Stirn und seiner Oberlippe. Sie würde sich nicht mit ein paar Ohrfeigen begnügen. Er wusste es.
»Antworte!«
Er wusste auch, dass er sie nicht noch mehr verärgern durfte.
»Ich weiß nicht, warum ich Sie angestarrt habe. Es … es tut mir leid.«
Seine kleinlaute Antwort besänftigte sie.
»Du willst sicher wissen, warum du hier bist?«
Er hielt den Blick krampfhaft auf den Boden gesenkt und nickte.
»Ich höre nichts!«



Der Schmerz, als sie in seine Brustwarze kniff, war unmissverständlich.
»Ja, das würde ich gerne wissen, Narit-Scha«, presste er hervor.
Der Schmerz ließ nach. Ein langer Moment verstrich. Er hoffte, dass seine Antwort nicht schon wieder falsch gewesen war. Zum ersten Mal hatte er sie mit ihrem Namen angesprochen. Sein Mund fühlte sich an, als hätte er nasse Kohle darin.
»Unsere Gesellschaft ist technisch viel weiter entwickelt als eure.«
Am Klang ihrer Stimme erkannte er, dass er diesmal wohl alles richtig gemacht hatte. Er hörte auch ihren Stolz darin. Die Fingerspitzen lösten sich von seiner Brustwarze. Am tiefsten Punkt seines Bewusstseins verspürte er ein leises Bedauern.
Wieder ließ sie einen Moment verstreichen, bevor sie emotionslos fortfuhr. »Allerdings wurden wir von einem Keim infiziert, durch den wir nur noch weibliche Nachkommen gebären. Zur Fortpflanzung benötigen wir Männer von deinem Planeten.«
Sie betrachtete demonstrativ seine Genitalien. In solch einer Situation hätte sich dort unten alles so klein wie möglich machen müssen. Stattdessen fühlte er ein ihm nur zu gut bekanntes Pulsieren in seiner Körpermitte. Dort begann unter ihrem Blick zu wachsen, was nicht wachsen sollte. Als er trotz des Verbotes, sie anzustarren, einen vorsichtigen Blick in Narit-Schas Gesicht wagte, sah er ein abschätziges Lächeln darin.
»Ich sehe, du verstehst, was wir von dir erwarten und es scheint dich zu erfreuen. Die Männer auf deinem Planeten sind Tiere, und du bist kein bisschen besser.«
Sie ging zwei Schritte zurück und rief etwas in Richtung Tür. Sofort betrat Beven-Tajal den Raum. Sie musste draußen gewartet haben. Auch ihr Anblick weckte unangenehme Erinnerungen. Es bereitete ihr Vergnügen, ihn zu quälen. Dabei sah sie so jung und unschuldig aus, trotz der schwarzen Uniform und der strengen Frisur.
In ihren Händen hielt sie eine schwarze Kassette, die sie auf den Tisch stellte. Er warf einen misstrauischen Blick darauf, erahnte aber nicht einmal, was darin war. Auch als sie geöffnet wurde, konnte er nicht erkennen, was sich in ihrem Innern befand.
Beven-Tajal nahm Handschuhe heraus und zog sie an. Das war kein gutes Zeichen. Nach einem kurzen Seitenblick auf ihn holte sie einen länglichen Gegenstand hervor. Er ähnelte jenem Teil, das sie schon einmal in ihn hineingeschoben hatte. Sie lächelte. Es war ein unschuldiges und gleichzeitig vielversprechendes Lächeln, das ihn mehr ängstigte, als es ein starrer Gesichtsausdruck getan hätte.
Er hatte gehofft, man täte ihm so etwas nicht noch einmal an. Anscheinend hatte er sich getäuscht. Sein Hintern brannte noch von ihrer ersten Misshandlung.
Beven-Tajal trat hinter ihn. Sie gab ihm einen Befehl. Er verstand ihn nicht. Sie schob einen Stiefel zwischen seine Knöchel. Mit ein paar groben Tritten zwang sie seine Beine weit auseinander. Er stand auf den Zehen, die Knochen seiner Handgelenke wurden schmerzhaft gegen das Metall der Handeisen gedrückt. Seine Knöchel schmerzten von ihren Tritten und die Hautabschürfung an seinem Fußrücken brannte.
Beven-Tajal drückte seine Pobacke zur Seite und legte den Gegenstand auf seinen After. Als er ihn reflexartig zusammenkniff, sagte sie etwas zu Narit-Scha.
»Du kennst das doch schon, Mann.«
Narit-Scha trat dicht vor ihn. Trotz ihrer Anweisung, sie nicht anzustarren, sah er direkt in ihr Gesicht. Sie war kleiner als er. Trotzdem fühlte er sich winzig. Er nickte kaum sichtbar.
Ihre Hand, die seinen Hoden packte und so hart nach unten zog, dass er vor Schmerz zischte, erinnerte ihn daran, dass sie ein Nicken als Antwort nicht akzeptierte.
»Ja«, brachte er hervor. »Ich kenne es.«
»Warum stellst du dich dann so an?«
»Ich kann nicht.«
»Du kannst was nicht?« Obwohl sie seinen Hoden losließ, war ihre Stimme eisig.
»Ich kann mich da unten nicht entspannen.«



»Warum nicht? Willst du nicht oder bist du unfähig, deinen Schließmuskel zu beherrschen?«
Der Hohn in ihrer Stimme ließ eine Wut in ihm explodieren, die stärker war, als seine Angst und der gerade eben noch durchgemachte Schmerz.
»Verdammt! Glauben Sie etwa, Sie könnten das, wenn man Sie hier so aufgehängt hätte? So bescheuert können nicht mal Sie sein!«
Ihre Hand traf ihn so hart, dass sein Kopf zur Seite flog. Für einen Moment sah er Sternchen. Als das Funkeln vor seinen Augen erlosch, wendete er Narit-Scha sein Gesicht zu. Immer noch war seine Wut darin zu sehen.
Sie starrten sich an wie zwei kampfbereite Hunde. Er wusste, sie war der Kampfhund und er in ihren Händen nicht mehr als ein Pekinese. Trotzdem senkte er seinen Blick nicht.
»Du wirst so etwas nie wieder aussprechen, wenn dir dein Leben lieb ist«, drohte Narit-Scha ihm. »Nicht einmal denken!«
Auf einen Fingerzeig von ihr wurden seine Hände von den Drähten nach oben gezerrt. Obwohl seine Beine nicht mehr gespreizt waren, konnte er nur noch auf den Zehenspitzen stehen. Der Schmerz seiner überlasteten Handgelenke ließ ihn die Augen fest zusammenkneifen und aufstöhnen.
»Nein, das werde ich nicht mehr.«
»Ganz bestimmt nicht?«
»Nein, nein, ganz bestimmt nicht.«
Sie sah den Schmerz in seinem Gesicht und hörte die Angst vor weiterer Strafe in seiner Stimme. Der Kampfhund hatte den Pekinesen in seine Schranken gewiesen. Auf ein Zeichen hin ließ Beven-Tajal ihn wieder so weit herab, dass er fest auf dem Boden stehen konnte. Diesmal hatten seine Arme sogar etwas mehr Spiel als zuvor.
»Du lernst nur durch Schmerz«, stellte Narit-Scha fest.
Etwas anderes hat sie auch nicht erwartet.
Er wusste um den Schmerz, den sie ihm zufügen konnte. Trotzdem konnte er auch jetzt seine Wut nur unzulänglich unterdrücken.
»Eine andere Möglichkeit lassen Sie mir hier nicht.«
»Warum auch?« Er hörte blanke Verachtung in ihrer Stimme. »Du bist bloß ein Mann, kaum mehr als ein Tier, das sprechen kann. Du wirst von deiner Triebhaftigkeit beherrscht, und von deinen Instinkten und deiner Grausamkeit. Wie anders solltest du lernen.«
Die Drohung, die in ihren Worten mitschwang, ließ ihn schweigen. Wenigstens verlangte sie diesmal keine Antwort von ihm.
Zwischen ihnen war so wenig Raum, dass er den Duft ihres Körpers roch. Und sie den seinen. Statt Ekel empfand sie etwas anderes. Etwas, das nicht sein durfte und sich doch warm und fordernd in der Mitte ihres Körpers ausbreitete. Sie trat einen Schritt zurück und wendete sich abrupt Beven-Tajal zu. Mit harter Stimme und einem herrischen Wink gab sie ihr eine Anweisung.
Wieder zwang Beven-Tajal seine Beine auseinander und drückte den Gegenstand auf seinen After. Diesmal war er etwas dünner als beim ersten Mal und sie war geduldiger. Der Druck wurde nur langsam stärker, dann verharrte er. Lange. Sein Schließmuskel weitete sich und etwas glitt in ihn hinein. Er spürte das ihm schon bekannte Brennen und einen nur leichten Druck in seinem After.
Beven-Tajal befestigte eine Elektrode an seinem Glied und verband sie mit einem Kabel mit dem Ding in seinem Hintern. Dann trat sie von ihm zurück und nahm einen kleinen flachen Gegenstand aus der Kassette. Auch er glänzte metallisch wie fast alles hier. Er fragte sich, was sie damit vorhatte. Als er ein elektrisches Kribbeln spürte, so als liefen Ameisen durch seinen Unterleib, wusste er es. Es war eine Fernbedienung für das Teil, das in ihm steckte.
Das Kribbeln begann zu pulsieren. Die beiden Frauen beobachteten ihn, als sei er eine Laborratte, während elektrische Impulse durch seine Nerven jagten. Das Pulsieren breitete sich zusammen mit einer durchdringenden Wärme in seinem Unterleib aus. Es war, als stände es in Resonanz mit seinem Glied und mit seinen Hoden. Als Beven-Tajal den Impuls weiter verstärkte, fühlte er Nadelstiche in seinen Genitalien. Ein Schauder lief durch seinen Körper. Er wollte nicht zulassen, was das Ding mit ihm machte, doch sein Glied richtete sich auf. Ein Stöhnen kam aus seinem Mund.
Verdammt, er konnte es nicht glauben, er wollte es immer noch nicht, aber sein Glied war steinhart. Eine klare Flüssigkeit trat aus ihm heraus. Wogen der Lust bahnten sich durch seinen Unterleib. Er verlor die Kontrolle über sich. Der Rest seines Verstandes, der ihm noch geblieben ist, sagte ihm, wie absurd das alles war.
Narit-Scha wusste, dass er nicht wollte, was geschah. Und doch würde sein Geist seinem wollüstigen Fleisch unterliegen. Sein Glied reckte sich ihr entgegen. Sie sah das Glitzern des Tropfens an der Spitze seiner Eichel. Ihre Miene verhärtete sich. Verachtung und Widerwille sprachen aus ihren Augen. Doch trotz all ihrer Abscheu erfüllte der Anblick seines sich windenden Körpers sie mit einer unerlaubten Erregung. Sie presste die Kiefer aufeinander. Ihre Fingernägel drückten sich tief in die Haut ihrer Daumenballen.
Beven-Tajal drehte das Gerät in ihrer Hand weiter auf. Sein Verstand ging unter in den Wellen, die durch seinen Körper brandeten. Noch nie hatte er etwas Derartiges empfunden und erst recht nicht in dieser Intensität. Seine Hoden fühlten sich an, als wollten sie platzen. Er stöhnte lauter. Sein Glied war so hart, dass es wehtat, auch wenn die steil ansteigende Erregung seinen Schmerz schwächte. Er fühlte sein ganzes Leben darin pulsieren. Dann drang kein Schmerz mehr in sein Bewusstsein.
Er vergaß alles um sich herum, nahm kaum wahr, dass Beven-Tajal die Öffnung eines durchsichtigen Gefäßes an seine Eichel hielt. Die Hitze in seinem Unterleib loderte auf. Sein Körper wand sich in ekstatischen Zuckungen, während seine Erregung mit einem lauten Aufschrei explodierte.
Beven-Tajal war bemüht, jeden Kontakt mit der schleimigen Körperflüssigkeit zu vermeiden, die in das Gefäß spritzte. Man hatte ihr berichtet, Männer seien stolz darauf – unglaublich. Noch unglaublicher aber war, dass man diese ekelerregende Absonderung braucht, um Kinder zu zeugen.
Den Frauen des Volkes und den Beven wird ein Embryo eingepflanzt, der in einem Labor mit dem Samen eines ihr unbekannten Mannes erzeugt wurde. Nur ausgesuchtes genetisches Material wird verwendet, aber kein männliches Sekret verunreinigt die Frau. Die Narit jedoch müssen ein großes Opfer für die Gesellschaft erbringen. Ihnen wird ein Mann zur Seite gestellt, der speziell für sie, und nur für sie, ausgesucht wurde. Keine andere Frau wird mit seinem Samen befruchtet. Das Schlimmste daran ist aber, dass seine Absonderung an ihren fruchtbaren Tagen direkt in die heiligste Stelle der Frau eingebracht wird. Allein der Gedanke ist widerwärtig. Aber damit soll verhindert werden, dass einer Narit eine fremde Eizelle eingepflanzt wird. Bei all ihrer Macht und ihrem Reichtum hätte Beven-Tajal nie mit einer tauschen wollen.
Sie wartete, bis nichts mehr aus ihm herausfloss, und melkte sein Glied mit der Hand aus. Obwohl sie Handschuhe trug und so etwas schon mehrmals getan hatte, zeigte ihr Gesicht ihren Widerwillen. Dann stellte sie das Gefäß auf den Tisch und verschloss es. Mit gerümpfter Nase hob sie es an und betrachtete den Inhalt. Narit-Scha stellte ihr eine kurze Frage und sie nickte. Die gewonnene Probe reichte für weitere Untersuchungen aus. Sie stellte das Gefäß in die Kassette. Der Deckel schloss sich mit einem leisen Klicken.
Narit-Scha trat vor ihn.



»Dein Same gehört mir, Mann«, erklärte sie unmissverständlich. »Und zwar vollständig. Du wirst nichts davon verschwenden. Wenn du Hand an dich legst, werden wir es wissen und dich für dein Vergehen bestrafen.«
Narit-Scha drehte sich um, ohne auf eine Antwort zu warten, und verließ den Raum. Beven-Tajal folgte ihr wie ihr Schatten. Die Kassette nahm sie mit sich.
Keine der Frauen beachtete Richard. Er hatte seine Pflicht und Schuldigkeit getan. Ihr Interesse an ihm war – vorerst - erloschen.
Er blieb immer noch an den Drähten aufgehängt alleine zurück. Wie lange, wusste er nicht. Es kam ihm vor wie Stunden. Vielleicht waren es auch nur Minuten. Das Blut in seinen Adern stockte. Seine Hände wurden kalt und blau. In seinem Unterschenkel fühlte er einen Krampf aufsteigen, und er bewegte den Fuß hin und her, das zu verhindern. Wenn sie ihn noch länger an den Drähten hängen ließen, würde sein Kreislauf zusammenbrechen. Schon jetzt raste sein Herz, ihm brach der kalte Schweiß aus und vor seinen Augen sah er schwarze Flecke.
Mit Erleichterung nahm er wahr, dass sich die Tür öffnete. Zwei Frauen traten ein. Es waren nicht jene, die ihn hierher gebracht hatten.
Sie betrachteten ihn einen Moment und grinsten sich dann verlegen an. Erst jetzt fiel ihm auf, wie jung sie waren, obwohl auch sie wie alle anderen hier eine Uniform trugen, die ihr Gesicht älter und härter wirken ließ.
Sie ließen die Handeisen so weit herab, dass sie ihm die Hand- und Fußschellen anlegen konnten. Erleichtert atmete er tief durch. Doch mit dem Lösen der Handeisen kam die Wut zurück.
»Ihr verdammten Schweine. Warum tut ihr mir das an?«
Außer sich hob er die Hände, so weit es die Ketten zuließen. Sekundenbruchteile später lag er wie ein auf den Rücken gerollter Käfer auf dem Boden. Ein Stiefelabsatz drückte auf seine Kehle, ein anderer auf seine Hand, als wollte er die Knochen zerquetschen. Der Schmerz und der Schreck ließen ihn erstarren.
Ein Elektroschockgerät wurde vor sein Gesicht gehalten und dann auf seinen Hoden gedrückt. Eine der Frauen sagte etwas zu ihm. Obwohl ihm ihre Worte fremd waren, verstand er ihre Drohung. Er schüttelte heftig den Kopf.
»Nein. Nein. Ich werde nichts mehr tun.«
Die Frauen traten zurück. Eine wies ihn mit einer Bewegung an aufzustehen. Er rappelte sich nicht nur wegen der Ketten ungelenk auf. Seine Glieder schmerzten, seine Knie zitterten. Er beobachtete die Frauen misstrauisch, bereit bei der kleinsten Bewegung zurückzuweichen.
Auf dem Weg zurück in seine Zelle begegneten ihnen mehrere Frauen. Verstohlene Blicke trafen ihn. In allen erkannte er Neugier, in den meisten Abscheu.

XL-Leseprobe: Familiensklave

...

Deshalb beginne ich nach einem Monat des Einlebens in Raleigh jetzt mit der Suche nach einer dominanten Frau. Selbst hier, bei den ganz Frommen, gibt es wider Erwarten in einer schmuddeligen Gegend im Zentrum von Raleigh, einen Sexshop mit SM-Magazinen voller Anzeigen. Ich bewerbe mich auf einige von ihnen, fülle sogenannte Sklaven-Fragebögen aus, in denen ich versuche meine Neigungen zu beschreiben  und schicke sie hoffnungsvoll los. Aber so recht wird da nichts daraus. Die wenigen Dominas, die wirklich antworten, leben alle viel zu weit weg und klingen außerdem auch eher professionell.
Also versuche ich es mal auf die ganz konventionelle Art: Auf Empfehlung meiner Kollegen besuche ich an einem Samstagabend ein einschlägiges Tanzlokal, einen sogenannten Meatplace (nicht Meetplace wohlgemerkt!). In einem Hotel außerhalb der Stadt ist jeden Samstag Tanz angesagt. Als ich in den Saal komme, schaue ich mich erst mal um. Ich sehe viele Frauen an den Tischen sitzen, alle zu zweit oder zu mehreren, keine allein. Aber ich bin allein und setze mich an einen leeren Tisch am Gang zur Tanzfläche, beobachte die Frauen, die vorbei kommen, und suche nach einigermaßen dominant aussehenden Damen. Von ihrem Auftreten her kommen auf Anhieb zwei oder drei für mich infrage, aber meine Versuche, mich ihnen zu nähern, schlagen fehl. Sie wollen noch nicht einmal mit mir tanzen. Bin ich nur nicht ihr Typ oder mache ich etwas falsch? Aber dann geht eine blonde, reifere Frau, wohl auf dem Weg zur Toilette, zweimal an meinem Tisch vorbei und erregt mein Interesse. Sie trägt einen schwarzen Hosenanzug und dazu sehr hohe ebenfalls schwarze Sandaletten. Sie ist zwar kleiner als ich, aber ihre aufrechte Haltung und ihr stolzer, selbstsicherer Gang lassen mich unruhig werden. Also nehme ich noch einmal all meinen Mut zusammen, suche ihren Tisch und fordere sie zum Tanzen auf. Und siehe da, sie stimmt zu und folgt mir auf die Tanzfläche. Die Musik ist sehr laut, wir können uns nur schwer unterhalten, aber zumindest weiß ich nach dem ersten Tanz bereits ihren Vornamen. Sie heißt Lorinda, und als ich sie nach Ende der Tanzrunde zu ihrem Tisch zurückbegleite, fragt sie mich gleich, ob ich allein hier sei. Verwirrt sage ich »Ja«, in der Annahme sie wolle wissen, ob ich Single sei. Aber sie meint erst mal nur, ob ich an diesem Abend allein hier sei, und als ich auch dies bestätige, lädt sie mich zu sich an ihren Tisch ein. Jetzt können wir uns etwas besser unterhalten, aber ich kann sie auch genauer anschauen. Ihr blondes Haar sieht nicht echt aus, ich vermute also, dass sie eine Perücke trägt, und frage mich natürlich nach dem Grund. Es wird eine Weile dauern, bis ich ihn erfahre. Unter dem Jackett kann man ihre genaue Figur nur erahnen, aber soweit ich es sehen kann, hat sie einen schönen, vollen Busen, vielleicht etwas zu breite Hüften und eine noch akzeptabel schlanke Taille. Dass sie über zehn Jahre älter ist als ich, erfahre ich erst später, hier bei dem schummrigen Licht kann ich nur ihr hübsches Gesicht sehen. Sie hat eine sanfte, angenehme Stimme, aber so wie sie von sich erzählt, zeigt das zumindest Selbstbewusstsein. Ob sie auch dominant ist, kann ich nicht erkennen.
Ihre Schwester Serena begleitet sie, eine recht füllige und etwas jüngere Frau, die leider auch noch raucht. Sie hat zwar einen tollen Busen, aber leider auch um den Bauch herum zu viel Speck. Sie ist wohl etwas einfacher gestrickt als Lorinda, man könnte auch sagen, dass sie ordinär ist. Trotzdem unterhalten wir uns, so gut es bei der lauten Musik geht und ich erfahre, dass Lorinda Lehrerin an einer Grundschule ist. Na das ist doch schon mal eine gute Voraussetzung für eine gewisse erzieherische Neigung und vielleicht auch für Dominanz. Ich tanze noch ein paar Mal mit Lorinda und wir finden offensichtlich beide Gefallen am anderen, denn als es langsam Zeit wird zum Aufbrechen, fragt sie mich, ob ich Lust hätte, noch mit zu ihr nach Hause zu kommen. Und jetzt kommt der Hammer: Sie sei zwar verheiratet, aber ihr Mann sei ›open minded‹ und hätte nichts dagegen, wenn sie mich mitbrächte. Außerdem würde uns ja ihre Schwester begleiten. Erst bin ich etwas unsicher, denn es könnte ja auch eine Falle sein, in die einsame Männer gelockt werden. Man hat ja aus USA schon viel Schlimmes gehört! Und wer weiß, wo ich da lande und was mit mir geschehen könnte. Aber dann siegt meine Neugier (oder sollte ich besser sagen meine aufkeimende Geilheit) über alle möglichen Bedenken. Außerdem haben beide sich vorher nicht wie Massenmörderinnen benommen. Und doch, stille Wasser sind bekanntlich tief. Vielleicht ende ich ja als wehrloses Opfer einer brutalen Herrin, die mich gefangen nimmt und mich dann langsam zu Tode foltert. Hin und her gerissen fahre ich schließlich hinter den beiden her, aus der Stadt hinaus ins Dunkel. Ein wenig beunruhigt bin ich schon, als es immer weiter aufs Land geht und die Gegend immer einsamer wird, aber irgendwann landen wir in einer kleinen Sackgasse vor einem riesigen Haus. Es liegt an einem Fluss, am Neuse River, ist ganz aus Holz gebaut und auf einem großen Grundstück errichtet. In dieser Nacht sehe ich nicht viel davon, denn wir sitzen bis früh um fünf Uhr zu dritt im Fernsehzimmer und reden über Gott und die Welt. Vor allem sind beide neugierig, von mir über mein Heimatland zu hören, da sie beide noch nie außerhalb der USA waren. Meine devote Seite kommt dabei noch nicht so recht ans Licht, und ebenso wenig erfahre ich Konkretes darüber, ob Lorinda dominant sein könnte. Aber meine zurückhaltende, ruhige Art gefällt den Damen offensichtlich und sie machen mir klar, dass sie mich gern wiedersehen möchten und neugierig sind, noch mehr über mich zu erfahren. Dann stehe ich auf, verabschiede mich von Serena, und als die – Gott sei Dank oder auf einen Wink von Lorinda hin, das kann ich nicht sagen - kurz aus dem Zimmer geht, geben Lorinda und ich einander einen sehr scheuen Kuss zum Abschied. Sonst geschieht erst mal gar nichts Eindeutiges.


Zurück in meinem Apartment, total übermüdet und allein mit meinen Gedanken kommen sofort meine Fantasien hoch: Diese Frau passt ganz gut in mein Beuteschema: Sie ist selbstbewusst und deutlich älter als ich. Sie weiß, was sie will, denn sie hat bestimmt, dass wir zu ihr nach Hause fahren, und instinktiv ahne oder hoffe ich, dass sie noch mehr bestimmen könnte. Sie ist innerlich unabhängig, ihr Mann ist erst mal kein Hindernis für eine mögliche Beziehung, und ich glaube, dass auch sie angebissen hat, denn beim Abschied hat sie sich mit mir zu einem zweiten Treffen verabredet, und zu meiner großen Überraschung wird dieses in meiner Wohnung stattfinden. Da ich ihr erzählt habe, dass meine Zeit in Raleigh begrenzt ist, schließe ich aus ihrer Eile kühn, dass sie nichts verpassen will und mehr von mir erwartet, ja dass sie mich wohl haben will und dass sie damit nicht lange fackeln wird. Wenn also schon nichts weiter passiert, so werde ich vielleicht wenigstens ein paar schöne sexuelle Erlebnisse mit einer reifen Frau haben. Mit diesen Gedanken schlafe ich ein, aber ich muss schon um 10:00 Uhr am Flughafen sein, weil ein Kollege mich in seiner Privatmaschine zu einer Flugstunde über die Umgebung mitnimmt. Erst als ich am frühen Nachmittag wieder zurück bin in meinem Apartment, kann ich noch einmal in Ruhe über die Erlebnisse der Nacht nachdenken und mir vorzustellen versuchen, wie es mit dieser Frau weitergehen könnte. Das endet natürlich damit, dass ich mir die Augen verbinde, mich fessle und meinen Schwanz wichse, bis ich abspritze. Erst dann kann ich den fehlenden Schlaf nachholen.

Am Dienstagabend ist es soweit, Lorinda besucht mich zum ersten Mal in meinem gemieteten 2-Zimmer-Apartment. Als sie an meiner Tür klingelt, stehe ich schon wartend bereit, sie einzulassen und zu begrüßen. Sie sieht toll aus: Sie trägt einen engen, drei Viertel langen schwarzen Rock, eine sehr straff sitzende, langärmelige, weiße Bluse unter einem schwarzen Blazer und dazu hochhackige Pumps. Natürlich biete ich ihr etwas zu trinken an, dann setzt sie sich direkt neben mich auf die Couch, und wir reden, eng nebeneinander, fast auf Tuchfühlung. Ich merke sofort, diese Frau geht ran, die lässt nichts anbrennen! Sie erzählt über sich. Sie führen eine offene Ehe, und ihr Mann schleppt dauernd andere Weiber mit nach Hause und fickt sie dort im Gästezimmer. Deshalb hat sie auch das Recht, sich einen jungen Mann nach Hause mitzubringen. Er hat nichts dagegen, auch nicht, wenn sie diesen Mann zu ihrem Liebhaber macht. Damit hat sie die Partie eröffnet, jetzt heißt es dran bleiben und sie möglichst noch heute zumindest ins Bett kriegen. Aber erst einmal erzähle ich ihr von meiner gescheiterten Ehe und auch von dem wohl wichtigsten Grund ihres Scheiterns, dem Mangel an Dominanz auf Seiten meiner Frau. Denn siehe da, ich weiß instinktiv, was ich zu tun habe. Ich muss dieser Lady sofort reinen Wein einschenken, damit ich sehe, wie sie darauf reagiert und ich meine Zeit nicht mit den falschen Frauen vergeude. Ich weiß ja auch nur zu genau, dass meine Zeit hier begrenzt ist. Mit diesem inneren Antrieb fällt es mir plötzlich überhaupt nicht schwer, zu ihr ganz offen über meine Fantasien zu sprechen. Ich erzähle ihr, dass ich mich gern einer starken, dominanten Frau unterordnen möchte, dass ich gezwungen werden möchte, dieser Frau zu gehorchen, und dass ich von ihr auch erzogen werden möchte. Zu meinem Erstaunen erschrickt sie überhaupt nicht über dieses Bekenntnis, sondern zeigt im Gegenteil reges Interesse und will von mir noch mehr über meine Neigung wissen. Dabei rückt sie noch enger an mich heran und zeigt mir durch ihre körperliche Nähe, dass es ihr ernst ist, dass sie mehr von mir will als nur interessante Gespräche mit einem Ausländer. Und so berichte ich ihr immer bereitwilliger von meiner Lust, mich zu fesseln, mir die Augen zu verbinden und mich dann selbst zu befriedigen. Ich gestehe ihr mein Sehnen danach, einer Frau vollkommen wehrlos ausgeliefert zu sein und alles tun zu müssen, was sie verlangt. Ja ich erzähle ihr sogar von meinem Wunsch, eine strenge Herrin zu haben, die mein Leben reguliert, mir Befehle erteilt, mich bei Ungehorsam züchtigt und überhaupt mich vollkommen im Griff hat und nur noch mit mir macht, was sie will.
Als nächstes Thema erzähle ich auch ausgiebig davon, wie gern ich weibliche Wäsche trage und wie geil mich das macht. Ich beichte ihr, dass ich schon ein paar Wäschestücke besitze, dass ich vor allem gern BH und Slip unter meiner Alltagskleidung trage und am liebsten in einem weiblichen Nachtkleid schlafe.
Außerdem gestehe ich ihr, wie gern ich beim Sex unter einer Frau liege, die Missionarsstellung hasse und viel lieber der Frau die Initiative überlasse. Und ich sage ihr, dass ich es ganz besonders liebe, wenn sich eine Frau mit ihrer streng nach ihrer Weiblichkeit duftenden Möse auf mein Gesicht setzt.
Ich gestehe ihr an diesem Abend so viel wie möglich von dem, was ich bis dahin selbst über mich weiß und es ist ganz offensichtlich, dass ihr meine Vorstellungen gefallen, ja dass sie auf der gleichen Wellenlänge liegt.
»Das finde ich alles sehr schön, lieber Gregor! Ich höre es mit Freude, dass du so veranlagt bist. Gerade weil ich zu Hause einen dominanten Macho als Ehemann habe, könnte ich mir einen devoten, zärtlichen Mann sehr gut als Liebhaber vorstellen, der sich meinen Wünschen unterordnet und stets zu allererst die Frau befriedigen möchte und nicht nur an sich denkt. Ja, und ich bin auch gern oben, wo du unten sein möchtest. Wenn du wirklich so ein Mann bist, dann will ich dich haben, festhalten und besitzen. Deshalb will ich jetzt unser Gespräch lieber im Schlafzimmer fortsetzen!«
Damit steht sie vom Sofa auf, greift nach meinen Händen und führt mich Richtung Schlafzimmer. Und siehe da, nicht ich nehme sie mit hinüber in den anderen Raum, nein, hinter mich tretend ergreift sie meine Hände, zieht sie etwas auf den Rücken, wie um mich zu fesseln und führt mich fast schon wie einen Gefangenen hinüber. Dort dreht sie mich um, ich schaue ihr in die Augen und im nächsten Moment gibt sie mir einen kräftigen Schubs und wirft mich aufs Bett. Ich bin total überrascht über diesen schnellen Angriff und kann nur noch denken ›Das ist ja genau das, was ich mir vorgestellt habe!‹, da kniet sie schon über mir auf dem Bett und verbindet mir die Augen mit ihrem Halstuch. Dann hockt sie sich über mich, ich spüre die süße Last ihres Körpers und lasse es geschehen, dass sie diejenige ist, die mich langsam auszieht, während ich nicht sehe, ob und wie weit sie sich entkleidet und natürlich auch nicht, wie sie dann aussieht. Mein Schwanz stellt sich von ganz allein auf, aber sie ist es, die ihn endgültig hart macht, mir ein Kondom überzieht und sich mein hartes Glied in ihre weiche, aufnahmebereite Möse steckt. Zum ersten Mal seit über zehn Jahren werde ich endlich wieder einmal von einer Frau genommen. Damals hat meine spätere Ehefrau Beate noch sehr unschuldig, aber doch sehr schön mit mir kleine Fesselspiele gemacht und mich ebenfalls aktiv geritten. Aber leider war das ja alles letztlich erfolglos geblieben, weil sie im Innersten nicht meine Domina sein wollte.
Eigentlich ist es kaum zu glauben, dass ich mit so geringem Aufwand und in so kurzer Zeit genau das gefunden habe, wonach ich mich all die Jahre gesehnt habe, eine dominante Frau über mir, eine Frau, die weiß, was sie will und die es sich einfach nimmt, weil es ihr zusteht! Ich bin überglücklich, so unerwartet einer so offensichtlich an weiblicher Dominanz und männlicher Unterwerfung interessierten Person begegnet zu sein. Deshalb gebe ich mich spontan ganz hin, lasse sie gewähren, tue was sie verlangt, lasse mich reiten, warte brav, bis sie ihren Orgasmus hat, und spritze erst dann in mein Kondom, als sie mich dazu auffordert und dies mit festem Griff ihrer Hand in meine Eier unterstreicht. Welch ein Genuss, welche Erfüllung! Ich kann nicht anders, ich verliebe mich Hals über Kopf in diese Frau und ignoriere nahezu alles, was gegen eine Beziehung zu ihr sprechen könnte. Und es gibt da einiges: Schließlich ist sie ja nicht nur verheiratet, sondern es sieht überhaupt nicht danach aus, dass sie sich von ihrem Mann trennen wollte. Außerdem ist sie über zehn Jahre älter als ich und gar nicht so schlank, wie ich es mir von meiner zukünftigen Partnerin wünschen würde. Obendrein trägt sie, wie ich schon am Samstagabend vermutet hatte, eine blonde Perücke, die mir an ihr nicht so recht gefällt, und ich weiß überhaupt nicht, wie sie darunter aussieht und welche natürliche Haarfarbe sie hat. Sie ist also auf Anhieb erst mal bei Weitem nicht die Traumfrau, die Superdomina aus meinen Fantasien. Aber sie hat einen riesigen Vorteil: Sie ist real, sie ist dominant und sie will mich haben, zumindest mal als ihren Liebhaber und vielleicht auch als ihren Sklaven.


Leider ist meine Zeit in Raleigh begrenzt und ich bin nur noch für zwei Monate hier. Dann muss ich zurück nach Deutschland, zurück zu meinem alten Job im Labor und zurück zu meinem Alltag. Und dort wartet neben der Arbeit auch die endgültige Auseinandersetzung mit meiner Frau, die Trennung und am Ende die Scheidung auf mich. Aber trotz all der damit verbundenen Probleme und aller Hindernisse, die ich auf dem Weg zu einer festen Beziehung mit Lorinda von Anfang an sehe, wächst in mir eine tiefe Sehnsucht danach, dieser Frau als ihr Sklave gehören zu dürfen.
Und sie legt ein Wahnsinnstempo vor auf dem Weg dahin! Schon bei ihrem nächsten Besuch in meinem Apartment bringt Lorinda selbst gefertigte Hand- und Fußmanschetten aus 5 cm breitem Kupferblech mit. Ich muss ihr sofort ins Schlafzimmer folgen und mich nackt ausziehen. Dann legt sie mir die Fesseln an und bindet mich zum ersten Mal in meinem Leben ›spread-eagled‹ aufs Bett, d.h. sie bindet mir Hand- und Fußgelenke mit den an den Schellen befestigten kurzen Seilen an den vier Ecken des Bettes fest. Jetzt liege ich, ebenfalls zum ersten Mal, vollkommen hilflos ausgeliefert vor ihr. Ich zittere vor Erwartung und Geilheit, und sie beginnt, mit meinem Körper zu spielen. Dazu hat sie noch einige Seidentücher mitgebracht und testet meine Reaktionen auf die Berührung mit den zarten Stoffen. Sie verbindet mir die Augen mit einem Tuch und knebelt mich, indem sie einen Knoten in ein anderes macht, diesen in mein willig geöffnetes Maul stopft und es hinter meinem Kopf zusammenbindet. Jetzt höre ich, wie sie den Raum verlässt. Einen Moment später kommt sie zurück und schon spüre ich einen Schlag auf den linken Oberschenkel, dann einen auf dem rechten, schließlich einen Hagel von Hieben, nicht allzu hart, aber doch so intensiv, dass ich deutlich spüre, wirklich von ihr geschlagen zu werden, ja dass es einerseits richtig wehtut und ich aber andererseits vor Geilheit fast vergehe. Später erfahre ich, dass sie das benutzte Stöckchen extra für meine Züchtigung besorgt und mitgebracht hat. Sie hat also alles für diesen Abend sehr sorgfältig geplant, und sie weiß auch über vieles rund um SM sehr gut Bescheid, besser als ich.
Bevor es zu schlimm wird, legt sie den Stock beiseite, steigt aufs Bett, setzt sich über mich und benutzt meinen wie schon beim ersten Mal gummierten Schwanz zu ihrer Befriedigung. Den Grund für die Kondome macht sie mir schnell klar: Da ihr Mann durch eine Vasektomie für die Empfängnisverhütung gesorgt hat, muss sie bei mir aufpassen und mir immer erst ein Präservativ überziehen, bevor sie mich richtig benutzen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in ihrem Alter (sie wird demnächst 46 Jahre und ich einen Monat später erst 35) noch einmal schwanger wird, ist zwar nicht eben hoch, aber sie will absolut auf Nummer sicher gehen. Schon dieser Akt des Kondom Überziehens ist jedes Mal sehr demütigend für mich, einmal, weil ich das vorher nie tun musste (meine Noch-Ehefrau hat immer die Pille genommen), aber auch weil ich mir vorkomme wie ein Zuchtbulle, der zur Entsamung vorbereitet wird. Doch genau diese Art der Benutzung ist auf der anderen Seite ja auch besonders erregend für mich, weil ich hierbei so richtig zu spüren bekomme, dass ich erst einmal nichts anderes für sie bin, als ihr Lustobjekt.
Aber sie hat noch eine bessere und für mich neue Art, mich zu benutzen und gleichzeitig zu demütigen: Statt meinen Schwanz zu reiten, bevorzugt sie es, sich über mich zu hocken und ihren strammen Hintern langsam aber fest auf mein Gesicht zu senken, um sich dann von mir lecken zu lassen. Auch dazu verbindet sie mir vorher die Augen mit einem Tuch und so sehe ich sie (vorläufig) nie nackt. Aber ich sehe auch nicht, was in dieser Position dann Schönes auf mich zukommt, ich sehe nicht ihre weiblichen Rundungen, nicht die beiden herrlichen Globen, die sich auf mich senken und mir im Nu den Atem rauben. Ich kann es nur ahnen und willig ihre Fotze empfangen, ihren Duft in mich aufsaugen und sie dann mit meiner Zunge ausgiebig verwöhnen. Dabei bin ich sehr lernfähig und im Nu lecke ich sie voller Inbrunst, sanft, aber zielgerichtet, bis ich spüre, wie sie immer erregter wird, wie sie auf meinem Körper zu zucken beginnt und schließlich über mir explodiert. Diese Art von Sex kommt meiner Lust auf Unterwerfung sehr stark entgegen, es ist so viel demütigender als die Penetration, es verkörpert viel mehr die unterwürfige Position des Mannes, und als ich ihr dies sage, ist sie überglücklich und bestätigt mir, dass es viel schöner für sie ist, wenn sie meine Zunge benutzen kann, als meinen Schwanz zu reiten. In der Hinsicht ist sie nämlich in ihrer Ehe überhaupt nicht verwöhnt worden. Ihr Mann will immer nur ficken, sonst nichts. Also genießt sie meine Leckdienste umso mehr. Und so lasse ich bereits zu Beginn unserer Beziehung alles bis ins Detail so mit mir geschehen, wie sie es gern hätte und wie sie es auch ohne Hemmungen von mir verlangt.
Jedes Treffen bringt uns weiter und so bin ich im Nu im siebten Himmel. In rasender Geschwindigkeit entwickelt sich unsere Beziehung und es wird mir schnell klar, dass Lorinda wirklich Talent zur Domina hat und dass sie obendrein sehr kreativ ist.


Gleich am folgenden Sonntagnachmittag lädt sie mich zu sich nach Hause ein. Als sie mich nach meinem Klingeln an der Tür in Empfang nimmt, trägt sie eine elegante, lange schwarze Hose und darüber eine edle, graue, eng anliegende Bluse, die ihre Brüste sehr schön hervorhebt. Sie strahlt mich an, ich umarme sie, küsse sie ganz sanft auf den leicht geschminkten Mund und überreiche ihr einen Blumenstrauß. Mit dem in der Hand, führt sie mich ins Wohnzimmer und stellt mich ihrem Mann Dillon und ihrer Tochter Janina sowie ihren Adoptivkindern Sarah und Sam vor. Alle sind sie da, um mich zu begutachten, und noch weiß keiner von der Art unseres Verhältnisses. Dillon ist Ingenieur, kräftig gebaut, aber noch schlank, dunkelhaarig und mit Vollbart, aber ein Mann mit wenig Charme. Er ist einsilbig und relativ reserviert. Janina ist eine hübsche, blonde junge Dame, Sarah und Sam sind beide dunkelhaarig, ebenfalls schlank und man sieht, dass sie nicht Lorindas leibliche Kinder sind. Lorinda und Dillon haben sie noch in West Virginia, wo sie alle herkommen, adoptiert, nachdem Lorindas Schwester plötzlich auf Nimmerwiedersehen  verschwunden war und die Kinder allein zurückgelassen hatte. Daraus kann ich sofort schließen, dass sie einen starken Familiensinn haben und der Zusammenhalt aller Familienmitglieder äußerst wichtig für sie ist. Alle, mit Dillon als der einzigen Ausnahme, sind sehr nett zu mir und wir unterhalten uns recht gut über Gott und die Welt. Natürlich finden sie einen Besucher aus Deutschland interessant. Sie haben keine Ahnung, wie es dort aussieht, wie die Menschen sind und wie sie leben, und sie wollen von mir möglichst viel darüber erfahren. Aber sie fragen mich auch nach meinem Privatleben, angefangen beim Beruf bis hin zu ganz intimen Fragen über meine Beziehungen zu Frauen in Deutschland. Und ich erzähle auch hierbei offen alles über mein bisheriges Leben und meine Trennung von Beate. Janina fragt mich sogar, welchen Typ Frau ich mag, und ich antworte ihr, dass ich gern eine starke, selbstbewusste Frau möchte, die auch in unserer Beziehung die Führung übernimmt. Aber das Thema meiner Beziehung zu Lorinda ist erst einmal tabu.
Jetzt lerne ich auch das tolle Haus näher kennen. Dillon führt mich herum und zeigt mir stolz die technischen und vor allem die ökologischen Feinheiten, wie Solarheizung und Isolation, damals in USA noch überhaupt kein Thema. Das riesige Haus hat einen ebenerdigen Eingang von der darüber liegenden Straße ins Erdgeschoss und darunter ist ein Basement mit Ausgang zum tiefer liegenden Garten und zum Fluss. Alles ist aus Holz gebaut und gut isoliert. Oben im Erdgeschoss findet man ein großzügiges Wohnzimmer, dazu Küche, Esszimmer, einen Fernsehraum (in dem wir in der ersten Nacht saßen), zwei kleine Schlafzimmer für Gäste und ein sehr großes mit einem Kingsize Bett, den Family-Bedroom für Lorinda und Dillon. Ich weiß ja inzwischen, dass sie eine offene Ehe führen und was es für sie bedeutet: Dillon bringt ständig eine seiner meist schwarzen Mitarbeiterinnen mit nach Hause und vögelt sie dort ohne Rücksicht auf  seine Frau in einem der Gästezimmer. Das dauert stets nicht allzu lang, denn er ist ein typischer Wam-Bang-Thank-you-Ma’m-Typ, also ein Mann, der eine Frau besteigt, sie kurz rammelt, abspritzt und sich kein bisschen um ihre Befriedigung schert. Aber das ist ja nur gut für mich, denn auch deshalb fährt ja Lorinda so sehr auf mich ab, weil ich im Gegensatz dazu immer schon vor allem darauf geachtet habe, zunächst meine Partnerin zufriedenzustellen, und erst dann an mich zu denken. Ich bin also genau der Typ Mann, den eine starke Frau sich gern hält, um sich rundherum verwöhnen zu lassen.
Als die Kinder abends wieder gegangen sind, zieht sich auch Lorindas Mann zurück und wir sind allein. Sie steht auf, ergreift meine Hand und zieht mich die Treppe hinunter ins Basement, eine Mischung aus Kellern, Heizraum und einer großen Einliegerwohnung. Sie zeigt mir ausführlich alle Räume, darunter auch einen ohne Fenster und mit einem Balkengerüst als Raumteiler in der Mitte. Hier macht sie mir klar, dass sie mich an diese Balken binden und mich züchtigen wird, wenn ich es einmal verdient haben sollte. Dazu muss ich mich schon mal probeweise breitbeinig davorstellen, sie beugt mich tief nach vorn runter und zeigt mir, wo sie dann meine Hände festbinden wird, um mich dann ungestört züchtigen zu können. Mir wird ganz anders zumute, denn vor richtigen Schlägen habe ich doch Angst.
Am Ende der Besichtigungstour tritt sie hinter mich, nimmt meine Hände, führt sie auf den Rücken, hält sie dort fest und schiebt mich in ein winziges, dunkles Kämmerchen ohne Tageslicht und mit abschließbarer Tür, das sie mir bisher vorenthalten hat. Hier befinden sich nur eine ganz einfache Bettstatt und so eine Art Nachtkästchen. Die Basis des Betts bilden zwei flache, einen Quadratmeter große Hühnerkäfige, die Lorinda als kleine Nebeneinnahme zusammen mit anderen Country-Sachen in ihrem Laden in Durham verkauft. Obendrauf liegt eine einfache Matratze, darüber ein Laken, eine dünne Decke und ein Kopfkissen.
»Diese Kammer habe ich für dich vorbereitet. Sie wird von nun an deine Zelle sein, in die ich dich immer dann einsperren kann, wenn du hier bei mir bist. Das werde ich besonders gern tun, wenn ich mal keine Zeit für dich habe, wenn etwa mein Mann sein Recht einfordert oder einfach, wenn ich Lust dazu habe, dir deine Freiheit zu nehmen«,  verkündet mir Lorinda mit strahlenden Augen, verschließt die Tür von innen, nimmt ein schönes weiches Tuch, verbindet mir damit die Augen und befiehlt mir, vor ihr niederzuknien. Nun ergreift sie meine Hände, faltet sie wie zum Gebet und spricht:
»Mein lieber Gregor! Du hast mir offenbart, dass du nach einer dominanten Frau suchst, der du dich gern unterordnen möchtest. Du hast mir bereits in den wenigen Tagen gezeigt, dass du in der Lage bist, einer Frau zu dienen und vor allem immer zuerst an ihre Befriedigung zu denken. Ich  habe daher für mich entschieden, dass du der Richtige bist, um von mir zu meinem Sklaven gemacht zu werden. Du brauchst von jetzt an nirgends mehr nach so einer Frau zu suchen, und du wirst auch nicht mehr suchen. Du hast hiermit die Herrin gefunden, von der du schon so lange geträumt hast: Sie steht vor dir! Deshalb wirst du ab sofort keine andere Frau mehr begehren, sondern dich allein mir unterordnen. Du wirst mit keiner anderen Frau mehr ins Bett gehen, sondern dich allein für mich aufheben. Du wirst mich lieben und ehren und mich künftig nur noch mit ›Mistress Lorinda‹ ansprechen. Umgekehrt werde ich dich als meinen Sklaven lieben und benutzen. Deshalb nenne ich dich ab sofort nur noch ›Slave Gregory‹. Wenn du hier bei mir bist, wirst du nichts anderes als mein Sklave mehr sein und mir dienen. Aber auch, wenn du getrennt von mir bist, will ich, dass du mir gehorchst und mir treu bleibst. Hast du das verstanden?«
»Ja, aber … Lorinda«, stottere ich, weil ich noch total überrascht bin von dieser schnellen Entscheidung. Sie hat mich nicht wenigstens einmal gefragt, was ich davon halte, sie hat es einfach für sich entschieden, sie zeigt mir schon nach so kurzer Zeit überdeutlich ihre Dominanz. Ich sage immer noch nichts, aber da habe ich schon eine Ohrfeige im Gesicht, die mir den Kopf nach links reißt.
»Wie heißt das richtig?«
Bevor ich noch antworten kann, fliegt mein Kopf schon von der nächsten Ohrfeige getroffen in die andere Richtung. Ganz schnell fällt mir ein, was ich zu sagen habe.
»Ja Mistress Lorinda, ja ich habe verstanden!«
»So ist es schon besser! Ich denke, du wirst schnell lernen. Außerdem werde ich jeden deiner Fehler streng bestrafen. Und jetzt bete deine neue Herrin gebührend an, Sklave!«
Ich bin überrumpelt, damit hatte ich nicht gerechnet, vor allem nicht, dass es so schnell gehen würde. Aber ich lasse mich von ihrem Elan mitreißen. Ich knie immer noch und meine Hände sind noch gefaltet. So bin ich bereits in der natürlichen Anbetungshaltung. Also gebe ich mir einen Ruck und beginne langsam:
»Ja Mistress Lorinda. Ich bete dich an und beuge mich deinem Willen. Ich danke dir, dass du dich dafür entschieden hast, meine Herrin zu sein und mich zu deinem Sklaven zu machen. Ich bin nur allzu gern bereit, dir zu gehorchen und von dir versklavt zu werden!«
»So ist es gut, Sklave. Ich will, dass du für immer mein Sklave wirst, dass du mir gehorchst und dich mir unterordnest. Alles andere wird sich ergeben. Und jetzt steh auf, zieh dich nackt aus und leg dich aufs Bett!« Schon richtig gehorsam antworte ich, »Ja Mistress Lorinda«, und liege im Nu nackt auf dem Bett ausgestreckt. Als Erstes legt mir meine neue Herrin wieder die selbst gemachten Fuß- und Handmanschetten an und fixiert mich so ruck zuck ›spread-eagled‹ auf dem Bett. Dann höre ich, wie sie sich die Hose auszieht und den Slip folgen lässt. Halb nackt steigt sie nun über mich und lässt sich mit ihrer Scham auf meinem Gesicht nieder. Sie macht es sich bequem, wetzt ihre Fotze so richtig fest über mein Maul und betört mich mit ihrem Duft. Im Nu bin ich bereit, auch wenn ich kaum Luft bekomme.
»Sklave, jetzt leck mich und mach es ja gut. Ich will einen schönen Orgasmus haben!«
Total überwältigt und überglücklich ob dieser für mich so äußerst positiven Wendung meines Lebens versenke ich meine Zunge in ihre Spalte und lecke sie sanft, zärtlich und zurückhaltend, bis sie vor Lust zuckend und stöhnend über mir zusammenbricht und sich auf mich wirft. Sie genießt ihren Orgasmus ausgiebig, legt sich dann in voller Länge auf mich und lässt mich ihre süße Last spüren. Als sie sich erhebt, lässt sie mich unbefriedigt, geil und mit verschmiertem Mund noch einige Minuten gefesselt liegen.


...

Wie bringt man einen Sklaven unauffällig aber doch stilvoll von Deutschland nach USA? Mit dem Flugzeug? Da ist es sicher unmöglich, ihn in Handfesseln mit an Bord zu nehmen, und jede weitere entsprechende Aktion im Flugzeug wäre auch nicht sehr angebracht. Also überlegen Mistress Lorinda und ich, ob stattdessen eine Schiffsreise möglich wäre, während der man den Sklaven seinem Status entsprechend bequem halten und ihn ungestört behandeln und missbrauchen kann. Nach einigem Suchen und vielen Telefonaten finde ich für uns in der Reederei MACSHIPS das Richtige. Sie bietet auch Frachtschiffreisen an, und das beste Angebot für uns ist folgendes: Etwa alle vierzehn Tage verlässt ein Schiff dieser Reederei Antwerpen mit direktem Kurs nach Charleston, South Carolina, und diese Schiffe haben alle zwei Unterkünfte für Gäste. Sie liegen auf dem obersten Deck unter der Brücke und gegenüber der Kapitänssuite. Jedes ist ein Apartment für zwei Personen mit eigenem Bad. Bei Vollpension und persönlichem Service dauert die Überfahrt etwa sieben Tage. Das erscheint Mistress Lorinda genau richtig, und so buche ich für unsere Überfahrt beide Kabinen auf dem Schiff, das als Nächstes losgeht. Es ist die Diamond Land, und sie wird nun auch den armen, glücklichen Daniel ins gelobte Land bringen.
Schon vor der Party bei Dagmar hat Mistress Lorinda David befohlen, sich für seine endgültige Abreise vorzubereiten, die Wohnung zu kündigen, all sein Eigentum schnell zu verkaufen oder zu verschenken, sich von seiner Familie zu verabschieden usw. Bei seiner Arbeitsstelle beantragt er sowohl eine Beurlaubung hier in Deutschland, als auch schon den zukünftigen Wechsel zur Muttergesellschaft in den USA. Da ergeben sich keine ernsten Hindernisse. Natürlich muss alles sehr rasch gehen und er hat keine Zeit zum Nachdenken. Pünktlich am Tag vor unserer Abreise findet er sich wieder im Hotel ein. Mistress Lorinda hat ihm befohlen, ohne jegliche eigene Dinge zu erscheinen, nur was er auf der Haut trägt. Für seine zukünftige Kleidung haben die Damen inzwischen gesorgt, denn schon auf der Überfahrt wollen sie ihn ja als Dienstmädchen kleiden und halten. Seine männliche Kleidung braucht er nur noch zweimal, bei der Ausreise in Antwerpen und zur Einreise in den USA. Ansonsten wird ihm alles Männliche abgenommen und entsorgt.
Stattdessen haben die Damen sowohl ein Halsband als auch Hand- und Fußfesseln (mit Kette dazwischen) aus Edelstahl für ihn gekauft. Jetzt muss er vor ihnen niederknien und sie legen ihm das Halsband an und schließen es ab. Den Schlüssel erhält Rebecca und sie hängt ihn sich um den Hals. Dabei muss er noch einmal ewigen Gehorsam schwören. Für den Transport zum Schiff werden ihm im Zimmer die Hand- und Fußfesseln angelegt und so wird er dann, umringt von uns dreien, unauffällig zum Lift und mit diesem in die Tiefgarage geführt und im Kofferraum unseres gemieteten VW Passat Variant sicher verstaut. Davor kommt dann unser Gepäck, sodass niemand von außen den armen Daniel sehen kann, und so vorbereitet können wir endlich mit unserem neuen Besitz losfahren. Kurz vor Antwerpen übernachten wir noch einmal in einem süßen, kleinen Hotel. Unsere Zimmer haben schwere Fachwerkbalken, und sind sehr gut geeignet, unseren Sklaven zu fixieren, während wir drei Essen gehen.
Am nächsten Morgen können wir aufs Schiff. Wir fahren mit dem VW direkt vor die Treppe, lassen Daniel aussteigen, nehmen ihm kurz die Fußkette ab, decken einen Mantel über die gefesselten Hände und führen ihn so an Bord, ohne dass jemand seine Handschellen sieht und sich Gedanken macht. Sobald er in Rebeccas Zimmer ist, muss er sich nackt ausziehen, seine Männerkleidung wird in einen Koffer gepackt und verschlossen und dann wird er neu eingekleidet. Jetzt bekommt er auch noch seinen, ebenfalls in Frankfurt gekauften KG angelegt, muss schöne Spitzenwäsche anziehen, ein Dienstmädchenkleid darüber und wird dann wieder in Ketten gelegt. Dem Kapitän erzählen wir, dass er sich nicht gut fühlt, sehr leicht seekrank wird und viel Ruhe braucht und wir sie deshalb in der Kabine mit Essen aus der Messe versorgen.
Am nächsten Morgen legt das Schiff ab und schon in der Schelde Mündung bei langsamer Fahrt beginnen die Damen mit dem Erziehungsprozess. Auf der gesamten Überfahrt lassen sie Daniel nie aus dem Zimmer und halten ihn stets in Ketten. Morgens bekommt er Frühstück, das ich ihm aus der Offiziersmesse mitbringen muss. Tagsüber hat er den Damen zu dienen, und das geht von der Fußpflege über Massagen, Vorlesen, ja sogar Vortanzen unter Anleitung einer Flitzpeitsche, bis zum Lecken ihrer göttlichen Mösen. Dazu muss er sich in absolutem Gehorsam üben und z.B. ohne zu murren eine Stunde auf einem Holzscheit knien oder längere Zeit streng gefesselt im Kleiderschrank stehend verbringen. Zum Abendessen bringen die Ladys mal ganz normales Essen für ihn mit, aber auch schon mal ihre Reste aus der Messe, die sie dann in einen mitgebrachten Hundenapf füllen, sie mit Pisse verrühren und ihn zwingen, die Schale vor ihnen zu leeren. Anschließend sitzen die Damen über ihn (und mich) zu Gericht, und wenn einer von uns im Lauf des Tages etwas falsch gemacht oder sich daneben benommen hat, dann folgen jetzt Verurteilung und sofortige Bestrafung. Wenn das Urteil auf Züchtigung lautet, dann wird der Delinquent natürlich mit Rücksicht auf die Crew geknebelt und fixiert und erst dann wird kräftig zugeschlagen.
Für die Nacht wird Daniel immer an Hand- und Fußgelenken in Ketten gelegt, bekommt eine Maske über den Kopf gezogen und wird neben dem Bett seiner zukünftigen Eheherrin mit Halsband und Kette an einem Bettfuß fixiert und dann zugedeckt. So darf er schön unbequem auf dem Boden schlafen.
Auf die Art gewöhnt er sich ganz schnell an sein zukünftiges Leben. Die Crew bekommt ihn so überhaupt nicht zu Gesicht. Und da er bei Windstärke 9 bis 10 im offenen Atlantik wirklich seekrank wird und sich ständig erbrechen muss, kann er sowieso kaum etwas essen. So muss er auch aus diesem Grund einfach in der Kabine bleiben. Als wir dann nach acht recht stürmischen Tagen in den Hafen von Charleston einlaufen, beginnt die umgekehrte Prozedur wie bei der Abreise. Dazu muss er natürlich kurze Zeit ohne Handschellen auskommen, aber nach acht harten Erziehungstagen an Bord besteht absolut keine Fluchtgefahr mehr. So kommen wir problemlos durch Customs und Immigration, nehmen uns wieder einen Mietwagen und fahren ein Stück nach Norden Richtung Heimat, bevor wir zur Nacht in einem guten Motel einkehren. Hier wird Daniel wieder in Ketten gelegt, wir holen uns Essen und Getränke aufs Zimmer, füttern ihn, nachdem wir fertig sind mit den Resten und gehen früh schlafen, denn morgen wollen wir am Ziel sein.

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