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Gelebte & ungelebte Unterwerfung (Der Siri S Doppelpack)

Die Autorin engagierte sich lange Zeit in der Berliner BDSM-Szene. Unter anderem leitete sie das weit über Berlin hinaus bekannte »Subbiekränzchen« und die Bondage-Gruppe »Miss Rope«. In ihrem ersten autobiografischen Roman beschrieb sie, wie sie BDSM für sich entdeckte und die ersten Schritte tat.
Aus Ihren Tagebuchaufzeichnungen hat sie zwei autobiografische Romane geschrieben

In "Gelebte Unterwerfung" beschreibt die Entdeckung Ihrer submissiven und masochistischen Neigungen, bis hin zum ersten Ausleben.
In "Ungelebte Unterwerfung" erzählt sie davon, wie sie ihre Wünsche nach Unterwerfung immer offener auslebt. Dabei gibt sie einen tiefen Einblick in die Berliner SM-Szene.
Erstmals sind nun beide Romane zusammen in einem Band lieferbar und erzählen so die ganze Geschichte von Siri S.
Das Buch ermöglicht auch für Nicht-BDSMler tiefe Einblicke in eine andere Welt. Für BDSMler ist es interessant zu lesen, wie sie ihre Neigungen tagtäglich auslebt. Authentisch schildert sie ihre eigenen Zweifel, die Probleme in Beziehungen und auch die Konflikte in Gruppen. Kurzzeitig versucht sie sich auch auf der anderen Seite der Macht und muss feststellen, dass ihr die dominant-sadistische Rolle ebenfalls zusagt.
Wenn im ersten Roman am Ende die Erkenntnis stand, dass BDSMler auch nur ganz normale Menschen sind, so muss das im zweiten Buch korrigiert werden. Wenn Sie das Buch gelesen haben werden Sie feststellen:
BDSMler sind auch nur ganz normale Menschen – aber anders.

Textauszug:

Als ich vom Bahnhof herunterkam, sah ich ihn auch schon in dem Straßencafé sitzen, er sah so anders aus als auf seinem Profilbild. Aber das tat er schon auf all den Fotos, die er mir geschickt hatte. Irgendwie konnte man ihn auf keinem einordnen, jedes sah anders aus, als wenn es verschiedene Menschen wären. Und da saß er nun, in einem rosa Hemd, so ganz undomig und grinste mich breit an. Er musterte mich kurz von oben bis unten und begann gleich drauflos zu plaudern. Für ihn wäre es beinahe eine Weltreise gewesen und käme sonst nur selten aus seinem Dorf heraus. Er wäre aber ganz froh, mal in diesen Teil der Stadt zu kommen. Mit seinem Geplauder half er mir bewusst, oder unbewusst, mich zu entspannen und wir lachten bald herzlich und erzählten uns Storys aus unserem Leben. Irgendwann meinte er, dass zu einem guten Rotwein auch eine Käseplatte gehöre, und winkte den Kellner heran. Dieser kam sofort und erklärte sich bereit, uns die gewünschte Platte zu bringen, obwohl sie nicht auf der Karte stand. Es dauerte keine Viertelstunde, da stand er stolz wie Oskar mit einem überdimensionalen Teller, vollgepackt mit allen möglichen Sorten Käse, vor uns. Wir mussten beide schmunzeln, aber das unser lieber Kellner leider keine der Käsesorten mit Namen benennen konnte, verhalf Matthias noch mehr zur Belustigung. Ich lag beinahe auf dem Boden, so viel Dreistigkeit hatte ich noch nicht erlebt, da gab sich dieses arme Kellnerchen so viel Mühe, und er stellte ihn bloß. Kellnerchen lief auch gleich hochrot an, rannte sofort los und kam mit den dazugehörigen Papieren zurück. Aber welches Einwickelpapier gehörte nun zu welchem Käse? Ich musste mich so zusammenreißen, nicht laut loszuprusten, dabei tat mir das Kellnerchen so leid.
Irgendwann gab Matthias es auf, den armen Kerl zu quälen, und wir genossen hingebungsvoll den dargereichten Käse und versuchten zu erraten, welche Sorte welcher war. Es war ein rundum traumhafter Abend, und als ich irgendwann auf die Uhr schaute, bekam ich einen riesigen Schreck. Wir wohnten zwar in der Hauptstadt, der sogenannten Weltstadt, aber unter der Woche nachts um halb drei fuhr auch hier keine Bahn mehr. Matthias machte das wenig aus, er bestellte ein Taxi und bot mir an mich mitzunehmen. Ich dachte, nicht richtig gehört zu haben, und ignorierte einfach seinen Vorschlag. Stattdessen schlug ich vor, dass er mich ein Stück mitnehmen könnte. Seine Antwort war:
»Dieses Taxi fährt nur zu mir nach Hause, ohne Zwischenstopp, entweder du steigst ein oder du wartest bis fünf Uhr auf die Frühbahn.«
 Der Kerl hatte doch nicht alle Tassen im Schrank, am ersten Abend mit zu ihm zu kommen, ich brodelte innerlich, kochte und stieg schließlich doch ins Taxi.
Während der Fahrt war ich völlig still, kämpfte mit mir. Das konnte doch nicht wahr sein, wieso war ich in dieses Taxi gestiegen? Dieser Mann neben mir war wildfremd, und ich hätte mir ja auch selbst ein Taxi nehmen können, warum aber saß ich neben ihm? Ich traute mich nicht, ihn anzusehen und spürte doch mit jeder Faser meines Körpers seine Anwesenheit. Es knisterte und kribbelte, Hunderte kleine Ameisen liefen über meine Haut. Was hatte dieser Kerl, was mich so unvorsichtig werden ließ? Irgendwann nach gefühlten 1000 Kilometern kamen wir vor seiner Haustür an, Vorort, Vorstadtvilla, Dachgeschoss, wie bei mir zu Hause. Er schloss auf, und ich stand in einem riesigen Wohnzimmer mit offener Küche. Er schaute mich Beifall heischend an, aber ich ließ mir nichts anmerken. Schließlich war meine Wohnung auch nicht zu verachten, und noch mehr Lorbeeren sollte er nicht ernten, es reichte schon, dass ich mitgekommen war. Er öffnete einen Rotwein und wir plauderten ausgelassen, rauchten ein paar Zigaretten und bewunderten den Sonnenaufgang, der von seinem Schlafzimmerfenster aus zu sehen war. Die Wolken schoben sich vor einen lila-blau-rötlichen Himmel, er hatte Sting und die Söhne Mannheims eingelegt und wir ließen uns einfach treiben. Wie ein altes Ehepaar, das nichts Besseres zu tun hat, als aus dem Fenster zu schauen, standen wir Ellenbogen an Ellenbogen da.
Plötzlich stellte er sich dicht hinter mich, aber nicht so dicht, dass er mich berührt hätte. Ich roch ihn, mein ganzer Körper spürte ihn, verlangte nach ihm, er sollte mich endlich berühren.
»Zieh deinen Rock hoch, ich will deinen Arsch sehen«, hörte ich ihn hinter mir mit seiner tiefen Stimme zischen.
Nein, alles nur nicht das, mein Hintern war doch noch grün und blau von Areia, das konnte er nicht verlangen.
»Aber du verstehst mich schon?«
Mir lief es eiskalt den Rücken hinunter, und ich konnte nur ein heiseres »Ja« hauchen.
»Rock hoch!«, befahl er laut.
Ich erschrak und zog ihn langsam und beschämt nach oben. Mein Kopf schien zu explodieren, er musste förmlich hören, wie mein Herz raste. Nach Minuten, Stunden, Jahren fragte er:
»Was ist das denn?«
Er griff mir in die Haare, sein Mund war ganz dicht an meinem Ohr:
»Schämst du dich nicht, hierherzukommen mit so einem blauen Arsch? Wer war das?«
Ich versank im Boden, ich war einfach nicht mehr da. Wenn ich mich nie wieder bewegte, würde er mich vielleicht gar nicht mehr bemerken. Ich konnte nur Ares stammeln und merkte, wie er innehielt, war Ares doch ständig um einiges schneller als er, und nun schon wieder. Er strich sanft darüber und meinte nur, dass er da ja ganze Arbeit geleistet hätte. Als ich ihm offenbarte, dass es eigentlich Areia gewesen wäre, war er dann erstaunt. Er drehte mich um, sah mich an und ich konnte ihm nicht in die Augen sehen denn ich fühlte mich zutiefst gedemütigt. Mir liefen die Tränen, und er zwang mich, ihn anzusehen.
»Warum hat er das getan?«, fragte er.
Ich antwortete ihm, dass ich etwas sagen sollte, was ich nicht sagen konnte und Ares mich deshalb bestraft hätte. Ich fühlte, wie er mich beinahe mitleidig ansah. Dann meinte er:
»Schläge sind doch keine Strafe, weiß das dieser Ares denn nicht? Schläge sind doch eine Belohnung. Was hat er noch mit dir gemacht?«
Ich zögerte und erzählte ihm stockend, dass er seine Hand in mich hineingesteckt hätte. Er ging gar nicht darauf ein, sondern befahl nur barsch:
»Jetzt zieh dein Oberteil aus, aber diesmal etwas schneller!«
Mein Oberteil flog in die nächste Ecke, und ich stand fast nackt vor ihm.
»Umdrehen!«
Mein Hals war wie zugeschnürt, mein Atem überschlug sich, doch ich schaffte es irgendwie, mich umzudrehen. Sein Blick traf mich wie ein Pfeil, unvorbereitet, hart und verächtlich. Sein Griff war immer noch fest in meinen Haaren, er zog meinen Kopf nach hinten und kam ganz dicht an mich heran.
»Und jetzt soll ich dich wohl auch noch küssen?«
Ich versuchte zu nicken, aber es gelang mir nur bedingt, denn genau das wollte ich jetzt.
»Ja«, schrie es in mir, »lass mich deine warmen Lippen spüren!«
»Vergiss es!«, ruckartig ließ er mich los.
Ich klammerte mich hinter mir an der Heizung fest, versuchte dort Halt zu finden. Es vergingen gefühlte Stunden, in denen er mich begutachtete, abfällige Bemerkungen, aber auch Komplimente machte. Er fragte mich, ob ich so weitermachen wolle, oder ob ich nicht endlich einem einzigen Herrn gehören wolle, denn schließlich bräuchte ich schlussendlich mal eine anständige Erziehung. Mir flossen die Tränen, ich kämpfte mit mir, im Hintergrund spielten die Söhne Mannheims ›Dieses Lied‹ zum tausendsten Mal, und ich versuchte, seine Worte zu begreifen. Plötzlich fasste er mir in den Schritt und brachte mich zielsicher aus dem Stand zum Höhepunkt, so geil war ich. Ich schwebte, flog und landete unsanft, als er ruckartig von mir abließ, mir sehr fest in die Nippel kniff und daran zog.
»Du glaubst doch nicht etwa, dass du zum Vergnügen hier bist. Und in Zukunft hast du zu fragen, bevor du kommst!«
Ich war schlagartig wieder da. Seine Hand strich über meine Kehle, erst ganz sanft, dann immer fester, er blickte mir tief in die Augen und sagte dann sehr ernst:
»Du hast nur noch dieses eine Mal die Wahl. Entweder wirst du dich morgen früh in der SZ als meine Sub eintragen und morgen Abend wieder hier erscheinen oder du siehst mich nie wieder, haben wir uns verstanden?«
Ich war gerade dabei, in andere Sphären abzuheben, als er seine Hand wegnahm und ich nach Atem rang.
»Haben wir uns verstanden? Wiederhole es!«
Stockend wiederholte ich seine Worte, versuchte zu begreifen, was er da verlangte, und meine Gedanken zu sortieren. Er hatte mich eiskalt erwischt, mir liefen immer noch die Tränen, und meine Gefühle überschlugen sich. Dieser Mann war eine Waffe, und ich hoffte, dass er auch einen Waffenschein hatte. Mittlerweile war es schon hell, die Zeit lief uns davon und ich stand immer noch wie ein hypnotisiertes Eichhörnchen mit dem Rücken zum Fenster, als er mich unsanft auf die Knie drückte. Er hatte seinen Schwanz herausgeholt, der steil von ihm abstand. Er hielt meinen Kopf fest und stieß in meinen Mund, er stieß gnadenlos hinein, ich war einfach nur sein Loch.
Plötzlich ließ er ruckartig von mir ab.
»Du hast es noch nicht verdient, dass ich in dir komme, das darf nur meine Sub. Also du weißt, was du zu tun hast.«
Er drehte sich um und verließ das Zimmer. Ich kniete verheult, halb nackt und zutiefst gedemütigt in einem fremden Schlafzimmer und nahm erst jetzt die Skurrilität der Situation wahr. Als ich mich etwas gesammelt hatte, zog ich mich an und versuchte mich einigermaßen herzurichten, was aber nicht erfolgreich war. Ich ging ins Wohnzimmer, wo ich ihn pfeifend in der Küche Kaffee kochen sah. Er kam zu mir, nahm mich in den Arm und fragte mich:
»Mit Milch oder Zucker?«
Ich war absolut perplex, er war wie ausgewechselt, als wenn er ein anderer Mensch wäre ...

Ich war seine Sklavin

Lipuria ist eine junge Frau, die weiß, was sie will. Sie steht zu ihren sadomasochistischen Neigungen und lebt diese auch als Herrin aus. Sie genießt es, Männer zu dominieren und Ihnen erotischen Schmerz zuzufügen. Für sie ist ganz klar, sie ist eine Femdom.
Sie erfährt, dass ein befreundeter Arbeitskollege ebenfalls dominant ist, zwischen Ihnen prickelt es heftig, doch zwei dominante Menschen, das passt doch nicht – oder? Schließlich passiert das zuvor für Lipuria unvorstellbare, sie wechselt die Seite und ist verwirrt. Die überkochenden Empfindungen lösen ein Wechselbad der Gefühle in ihr aus. Sie fragt sich wer sie ist und ob sie sich überhaupt selbst kannte. Doch am Ende weiß sie ganz genau was sie in Zukunft sein möchte ...

Diese wahre Geschichte hat die Autorin nach ihren Tagebuchaufzeichnungen geschrieben. Sie lässt die Leserin und den Leser authentisch an ihrem Gefühlsleben teilhaben und mit ihr Empfinden. Ein packender Roman über eine ungewöhnliche Entwicklung von einer Femdom zur Sklavin.

Ein außergewöhnliches Buch - eine wahre Geschichte, rekonstruiert aus den Tagebuchaufzeichnungen der Autorin.

Schattenkartell - Ein utopischer BDSM-Roman

Über das Buch:

Schattenkartell, der erfolgreiche bebilderte BDSM-Roman, von und mit Nudio ist nun auch in einer »nur-Text«-Version lieferbar. Diese Textausgabe ist aber dennoch nicht weniger anregend.
Nudio – Fetisch-Model in eigener Sache, exportierte das Einzige, was die fernen asiatischen Märkte des 21. Jahrhunderts noch aufnahmen: seinen Körper. Für jeweils 6 Monate ließ er sich staatlich anheuern zum Verleih an bizarre Ladys-only-Clubs. Sechs Monate entrechtet, nackt in Ketten und tabulos genital-gefoltert auf den Bühnen der Nachtclubs für ein Auskommen in seiner musealen Heimat ohne Perspektive … bis zur nächsten Saison. Er und Veronique schildern aus ihrer Sicht ihr Leben als Lustobjekt zu bizarr-erotischem Entertainment, ihre Folter zu Show-Zwecken für die meist weiblichen »zahl-Reichen« Voyeure, die in den Clubs ihre Macht zelebrieren und somit ihre Dominanz ausleben.

»Wir waren Sklaven auf Zeit, entrechtet für die Zeit unserer freiwilligen Unterwerfung. Veronique erging es nicht anders als mir. In den Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs unseres alten Kontinents boten wir unsere Körper feil auf dem ewig florierenden Markt des sexuellen Voyeurismus.
Ein halbes Jahr Volontariat als SM-Sklave ist eine harte Zeit. Ich hatte es bereits einmal durchlebt und durchlitten. Abend für Abend in Ketten auf die Bühne gezerrt zu werden, exzessives Bondage zu ertragen im Rampenlicht vor den Augen des diskreten Auditoriums in seinen Separees, intime Spielereien auszuhalten mit Feuer und Wachs, das Auspeitschen der Fußsohlen zu erdulden bis hin zu schamlosem CBT vor hochauflösenden Webcams, welche Nahaufnahmen ohne Tabus auf großformatige Bildschirme projizierten. Aber nun war ich wiedergekommen, für eine zweite Saison, und erst in zweiter Linie wegen des Geldes. Primär war es meine Lust an submissivem BDSM.«

Die Geschichte ist rein imaginär wie auch der weibliche Charakter der Veronique, die Leidenschaft dagegen authentisch.
Schattenkartell ist auch als mit hochwertigen Aktfotos versehenes E-Book, sowie als Hardcover-Buch lieferbar.

Leseprobe:

Verblüffend wie heftig mich der Anblick überraschte. Die unheimliche Begegnung mit der eigenen dunklen Seite. Kein Zweifel, dieses Foltergerät sah zu 95% aus, wie ich es mir seit Jahren in meinen kühnsten sadomasochistischen Fantasien ausgemalt hatte, und natürlich exakt so wie ich es eigenhändig skizziert und der Leitung dieses SM-Clubs in einer leidenschaftlichen Präsentation vorgestellt hatte. Aber seitdem und der bestandenen Probe des Exempels war es still geworden um das bizarre Projekt. Sicher, das Feet-Roasting mit Fackel, von kundiger Hand geführt, war schnell in das abendliche Repertoire der perfiden Qualen aufgenommen worden, nicht aber diese schrecklich logische Extrapolation. Ich war auch zunehmend nicht böse darum, hatte innerlich sogar gehofft, die Head Mistress würde leise und fürsorglich über meinen extrovertierten Vorstoß hinweggehen, es vom Zahn der Zeit respektive der menschlichen Neigung zum sanften Vergessen zergehen lassen. Und nun dies! Da stand es, inmitten einer Arena des sexuellen Voyeurismus, bereit für seine Bestimmung.
Welche Geister hatte ich gerufen? Der Zauberlehrling, der sich schöne Träume vom Schwanzrösten erschaffen hatte, stand jetzt vor der Maschine, die diesen leichtsinnig geäußerten Wunsch als Tat einklagte.
Meine Veronique machte schon große leuchtende Kulleraugen, schien für sich bereits hypnotisiert vom geilen sexuellen Versprechen. Aber mein Bauchgefühl rumorte vor indifferenter Besorgnis. Vielleicht suchte ich unterbewusst nach Wegen, in letzter Minute doch noch zu entkommen? Zwecklos! Das Urteil war gesprochen, der Scharfrichter stand bereit. Oder weniger dämonisch: Das Foltergerät war gebaut, schon bald würde ich darauf hocken, nackt, gefesselt, mit schwarzen, vom Ruß geschmauchten Füßen, bevor eine Domina vor den gebannten Augen des erlauchten weiblichen Publikums Hand an meinen Penis legen würde und … ich wandte mich ab.
»Intriguing, isn´t it, Nudio?«
Es war schon klar, worauf Lady Rana lasziv anspielte. Mir schauderte beim Gedanken an das erste Training.

Unter der Fuchtel: Manche mögen’s hart

»Unter der Fuchtel« besteht aus vier Episoden, welche die Autorin in der kurzweilen Art, für die sie inzwischen bekannt ist, erzählt. Vanessa Haßler erzählt von männlichen und weiblichen Sklaven, von herrischen und auch sadistischen Dominas und von ihrer Spanking-Leidenschaft, die sie mit ihrem Mann Sebastian teilt. Dabei liebt sie es besonders, selbst die Rute zu spüren. Im Kontakt mit anderen teilt sie wiederum die Schläge aus. Auch Freunde klassischer Spanking-Geschichten kommen voll auf ihre Kosten. Eine Episode erzählt eine historische Spanking-Geschichte, dabei verzichtet die Autorin oft die dort oftmals anzutreffende altmodische, gestelzte Sprache. Ein Buch, das jedem an BDSM und Spanking interessierten Mensch gefallen wird.

Leseprobe:
Toby wurde hinaufgeführt und bekam die Handschellen abgenommen, doch Lady Lydia, die bereits durch Handheben ihre Kaufabsicht bekundet hatte, rief laut von ihrem Platz aus: »Nein, halt, ich will mich selbst mit ihm befassen!«
»Aber bitte«, erwiderte der Clubchef.
Die Spielregeln bei der Auktion sahen vor, dass potenzielle Käufer das Recht hatten, die ›Ware‹ zu prüfen. Die Sklaven hatten entsprechende Befehle zu befolgen und konnten für Ungehorsam auch gezüchtigt werden.
Lydia kam nach vorne und stieg auf das Podium.
»Sklave Toby, komm her!«, befahl sie.
Aufreizend langsam und frech grinsend befolgte der Bursche die Aufforderung.
»Zieh dich aus!«
Aber Toby gehorchte nicht, er war es offenbar nicht gewohnt, eine Frau als Autorität anzuerkennen.
»Du Fotze hast mir gar nichts zu befehlen!«
Lydia lächelte amüsiert, die Widerspenstigkeit des jungen Sklaven schien ihr zu gefallen.
»Na warte, dir Flegel bringe ich Manieren bei«, antwortete sie leise.
Ihr Tonfall bewirkte, dass Toby nicht mehr grinste. Von den Aufsehern verlangte sie: »Zieht ihn aus und schnallt ihn auf den Bock! Er soll mich kennenlernen, jetzt wird er meine Reitpeitsche zu spüren bekommen!«
Zum Erstaunen aller zeigte Toby sich plötzlich gefügig. Er entkleidete sich vollständig, legte sich über den Bock und wurde von den Aufsehern festgeschnallt. Er hatte offenbar begriffen, dass weitere Unbotmäßigkeit ihm nichts einbringen würde.
Lydia griff unter ihre Lederjacke und holte eine schwarze, giftig aussehende Reitpeitsche hervor. Hierauf stellte sie sich in Positur und klatschte dem Burschen ein paar Mal kräftig mit der flachen Hand auf den blanken Hintern. Dann bog sie die Peitsche hin und her, holte aus und ließ sie niedersausen.

Autotrenportrait

Vanessa Haßler entdeckte ihre Affinität zu BDSM schon als junges Mädchen und früh begann sie auch, ihre Eindrücke und Erlebnisse aufzuschreiben. Besonderen Wert legte die Autorin auf glaubhafte Darstellung der Charaktere und Geschehnisse, was geschildert wird, basiert weitgehend auf wahren Begebenheiten. Im Schwarze-Zeilen-Verlag sind bereits mehrere Titel von der Autorin erschienen.

  • Format: ePUB, kindle
  • Seitenzahl: 167(Printausgabe)
  • Erscheinungsdatum: 23.07.2018
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783945967539
  • Verlag: Schwarze-Zeilen Verlag
  • Preis: 4,99€

Schatten-Kartell

Nudio – Fetisch-Model in eigener Sache, exportierte das Einzige, was die fernen asiatischen Märkte des 21. Jahrhunderts noch aufnahmen: seinen Körper. Für jeweils 6 Monate ließ er sich staatlich anheuern zum Verleih an bizarre Ladys-only-Clubs. Sechs Monate entrechtet, nackt in Ketten und tabulos genital-gefoltert auf den Bühnen der Nachtclubs für ein Auskommen in seiner musealen Heimat ohne Perspektive … bis zur nächsten Saison. Er und Veronique schildern aus ihrer Sicht ihr Leben als Lustobjekt zu bizarr-erotischem Entertainment, ihre Folter zu Show-Zwecken für die meist weiblichen »zahl-Reichen« Voyeure, die in den Clubs ihre Macht zelebrieren und somit ihre Dominanz ausleben.

"Wir waren Sklaven auf Zeit, entrechtet für die Zeit unserer freiwilligen Unterwerfung. Veronique erging es nicht anders als mir. In den Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs unseres alten Kontinents boten wir unsere Körper feil auf dem ewig florierenden Markt des sexuellen Voyeurismus.
Ein halbes Jahr Volontariat als SM-Sklave ist eine harte Zeit. Ich hatte es bereits einmal durchlebt und durchlitten. Abend für Abend in Ketten auf die Bühne gezerrt zu werden, exzessives Bondage zu ertragen im Rampenlicht vor den Augen des diskreten Auditoriums in seinen Separees, intime Spielereien auszuhalten mit Feuer und Wachs, das Auspeitschen der Fußsohlen zu erdulden bis hin zu schamlosem CBT vor hochauflösenden Webcams, welche Nahaufnahmen ohne Tabus auf großformatige Bildschirme projizierten. Aber nun war ich wiedergekommen, für eine zweite Saison, und erst in zweiter Linie wegen des Geldes. Primär war es meine Lust an submissivem BDSM."

Die Geschichte ist rein imaginär wie auch der weibliche Charakter der Veronique, die Leidenschaft dagegen authentisch.

Dies ist die entschärfte E-Book-Version des gleichnamigen Hardcover-Buches, das mehr - und nicht jugendfreie - Fotos enthält. Da auch dieses E-Book hochauflösende Fotos enthält kann der Download - je nach Internetgeschwindigkeit - länger dauern. Die Qualität der Fotos ist vom verwendeten E-Book-Reader abhängig.

Die Hardcoverausgabe des Buches hat 172 Seiten.

Autorenportrait:

Nudio ist das Label eines männlichen Akt- und Fetisch-Models. Der Mensch dahinter ist Jahrgang 1965 unter den Sternen der Libra, seit 25 Jahren verheiratet und gesegnet mit erwachsenen Töchtern.
Ein geschenktes Akt-Shooting-Album gab den entscheidenden Impuls zum Akt- und Fetisch-Model in eigener Sache mit einem Faible für Outdoor-AKT und einer Leidenschaft für stilvolles Bondage, Fetisch und SM. Seit 2007 mit Sedcard und Bildern vertreten in den gängigen geschützten deutschen Akt-Foren. Seit Oktober 2013 publikumswirksam sichtbar im Handel mit CALVENDO-Kalendern von "AKT-zente", „AKT-en-Lage“ und weiteren bis hin zu "Fine Art Fetish masculine".

  • Format: ePUB, kindle
  • Seitenzahl: 172 (Printausgabe)
  • Erscheinungsdatum: 18.05.2018
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 9783945967478
  • Verlag: Schwarze-Zeilen Verlag
  • Preis: 8,99€