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Schattenkartell - Ein utopischer BDSM-Roman

Über das Buch:

Schattenkartell, der erfolgreiche bebilderte BDSM-Roman, von und mit Nudio ist nun auch in einer »nur-Text«-Version lieferbar. Diese Textausgabe ist aber dennoch nicht weniger anregend.
Nudio – Fetisch-Model in eigener Sache, exportierte das Einzige, was die fernen asiatischen Märkte des 21. Jahrhunderts noch aufnahmen: seinen Körper. Für jeweils 6 Monate ließ er sich staatlich anheuern zum Verleih an bizarre Ladys-only-Clubs. Sechs Monate entrechtet, nackt in Ketten und tabulos genital-gefoltert auf den Bühnen der Nachtclubs für ein Auskommen in seiner musealen Heimat ohne Perspektive … bis zur nächsten Saison. Er und Veronique schildern aus ihrer Sicht ihr Leben als Lustobjekt zu bizarr-erotischem Entertainment, ihre Folter zu Show-Zwecken für die meist weiblichen »zahl-Reichen« Voyeure, die in den Clubs ihre Macht zelebrieren und somit ihre Dominanz ausleben.

»Wir waren Sklaven auf Zeit, entrechtet für die Zeit unserer freiwilligen Unterwerfung. Veronique erging es nicht anders als mir. In den Zeiten des wirtschaftlichen Niedergangs unseres alten Kontinents boten wir unsere Körper feil auf dem ewig florierenden Markt des sexuellen Voyeurismus.
Ein halbes Jahr Volontariat als SM-Sklave ist eine harte Zeit. Ich hatte es bereits einmal durchlebt und durchlitten. Abend für Abend in Ketten auf die Bühne gezerrt zu werden, exzessives Bondage zu ertragen im Rampenlicht vor den Augen des diskreten Auditoriums in seinen Separees, intime Spielereien auszuhalten mit Feuer und Wachs, das Auspeitschen der Fußsohlen zu erdulden bis hin zu schamlosem CBT vor hochauflösenden Webcams, welche Nahaufnahmen ohne Tabus auf großformatige Bildschirme projizierten. Aber nun war ich wiedergekommen, für eine zweite Saison, und erst in zweiter Linie wegen des Geldes. Primär war es meine Lust an submissivem BDSM.«

Die Geschichte ist rein imaginär wie auch der weibliche Charakter der Veronique, die Leidenschaft dagegen authentisch.
Schattenkartell ist auch als mit hochwertigen Aktfotos versehenes E-Book, sowie als Hardcover-Buch lieferbar.

Leseprobe:

Verblüffend wie heftig mich der Anblick überraschte. Die unheimliche Begegnung mit der eigenen dunklen Seite. Kein Zweifel, dieses Foltergerät sah zu 95% aus, wie ich es mir seit Jahren in meinen kühnsten sadomasochistischen Fantasien ausgemalt hatte, und natürlich exakt so wie ich es eigenhändig skizziert und der Leitung dieses SM-Clubs in einer leidenschaftlichen Präsentation vorgestellt hatte. Aber seitdem und der bestandenen Probe des Exempels war es still geworden um das bizarre Projekt. Sicher, das Feet-Roasting mit Fackel, von kundiger Hand geführt, war schnell in das abendliche Repertoire der perfiden Qualen aufgenommen worden, nicht aber diese schrecklich logische Extrapolation. Ich war auch zunehmend nicht böse darum, hatte innerlich sogar gehofft, die Head Mistress würde leise und fürsorglich über meinen extrovertierten Vorstoß hinweggehen, es vom Zahn der Zeit respektive der menschlichen Neigung zum sanften Vergessen zergehen lassen. Und nun dies! Da stand es, inmitten einer Arena des sexuellen Voyeurismus, bereit für seine Bestimmung.
Welche Geister hatte ich gerufen? Der Zauberlehrling, der sich schöne Träume vom Schwanzrösten erschaffen hatte, stand jetzt vor der Maschine, die diesen leichtsinnig geäußerten Wunsch als Tat einklagte.
Meine Veronique machte schon große leuchtende Kulleraugen, schien für sich bereits hypnotisiert vom geilen sexuellen Versprechen. Aber mein Bauchgefühl rumorte vor indifferenter Besorgnis. Vielleicht suchte ich unterbewusst nach Wegen, in letzter Minute doch noch zu entkommen? Zwecklos! Das Urteil war gesprochen, der Scharfrichter stand bereit. Oder weniger dämonisch: Das Foltergerät war gebaut, schon bald würde ich darauf hocken, nackt, gefesselt, mit schwarzen, vom Ruß geschmauchten Füßen, bevor eine Domina vor den gebannten Augen des erlauchten weiblichen Publikums Hand an meinen Penis legen würde und … ich wandte mich ab.
»Intriguing, isn´t it, Nudio?«
Es war schon klar, worauf Lady Rana lasziv anspielte. Mir schauderte beim Gedanken an das erste Training.

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