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Neuerscheinungen


Bücher & E-Books
Ein Blick auf unsere Neuerscheinungen


E-Books, gedruckte Bücher und Kurzgeschichten. Hier findest du die neuesten Titel vom Schwarze-Zeilen Verlag. Schau doch mal rein.

Neuerscheinungen anschauen

Gesamtprogramm

 

Hier findest du einen Überblick über alle lieferbaren Titel, die im Schwarze-Zeilen Verlag erschienen und derzeit lieferbar sind. BDSM-Romane, Femdom- oder Maledom-Geschichten, Ratgeben, Kurzgeschichten - Liebesgeschichten und Storys in denen es knallhart zur Sache geht.

Aktuelle Titel

Dark Quickies

 

Genau wie ein Quickie kann auch ein Lesevergnügen aufregend und intensiv sein, keine langen Vorspiele, dafür gehts schnell zur Sache. Ob unterwegs zur Arbeit oder abends vorm Einschlafen, manchmal muss es eben schnell gehen. Mit den Dark Quickies vom Schwarze-Zeilen Verlag kommt keiner zu kurz.

Dark Quickies

Edition Dirty-Talk

In der »Edition Dirty-Talk« geht es auch zur Sache, doch Erotik spielt eine wichtigere Rolle. Natürlich alles immer auch mit BDSM- oder Fetisch Bezug, wie Ihr es vom Schwarze-Zeilen Verlag kennt. So haben in dieser Edition auch Gay-Geschichten, ausgefallene Fetische und sehr softer BDSM Platz.

Edition Dirty-Talk


XL-Leseprobe: 1939 - Mein Freund Al - Meine erste Frau

Beitragsseiten

Meine erste Frau


1917 flirtet Al Capone mit der Schwester des Gangsters Frank Gallucio. Dieser zieht sein Messer und zieht es durch das Gesicht von Capone. Al wehrt sich nicht. Al wird sich auch später nie an Frank Gallucio rächen. Das Messer von Gallucio fügt Al Capone die markante Narbe zu. Al Capone bekommt deshalb den Spitznamen Narbengesicht (Scarface). Al Capone beschäftigt Frank Gallucio später sogar als Leibwächter.
***
Al Capone blutete wie ein Schwein. Sein Gesicht hing in Fetzen. Er musste furchtbare Schmerzen haben. Zu zweit gingen wir durch die Straßen von Brooklyn. Ich stützte meinen verwundeten Freund. Es stöhnte ungefähr alle zehn Meter. Sein Blut tropfte auf den Gehweg. Er zog eine Blutspur hinter sich her.
Al Capone hielt, so gut es eben ging, seine klaffende Wunde mit den Händen zu. Unser Ziel war der Doktor der Five Points Gang. Frankie Yale hatte uns, vor Jahren, gesagt, wo man den Typen finden konnte. Er war in seiner Praxis, wo er auch wohnte und schlief. Wir weckten ihn. Er half uns. Wir gehörten ja zu Frankies Jungs. Er stellte keine Fragen, gab Al eine Spritze und vernähte die Hautlappen in Capones Gesicht.
»Da werden Narben bleiben«, kommentierte der Arzt ungerührt sein nächtliches Handwerk.
Als Frankie Yale seinen Schützling Al so entstellt sah, lachte er ihn einfach aus. Und da Al nicht ein Wort der Klage hören ließ, festigte es die Bindung zwischen unserem gemeinsamen Mentor Frankie und meinem Freund Al. Al Capone und ich wurden Rausschmeißer in einer Bar von Yales. Unser Lohn blieb kümmerlich.
Ob Al - nach den Pleiten mit Mary und Lorena - seine Strategie bei Frauen optimierte, wusste ich nicht. Ich wusste aber, dass er, nach wie vor, für die hübsche Mary schwärmte. Ich wusste, dass er Mary auch hin und wieder besuchte. Al erzählte mir immer neue flott, gestrickte Geschichten zu seiner Liebsten. Mary und er schienen sich allmählich tatsächlich näher zu kommen. Er durfte sie küssen. Wahrscheinlich erteilte sie Al, die gleiche Lektion wie mir. Ich habe nie über diesen Kuss gesprochen.
***
Längst waren Capones Wunden verheilt, als wir uns darüber unterhielten, unsere Mannwerdung zu beschleunigen. Ich war gerade 18 geworden. Er war schon 19 Jahre alt. Es wurde wirklich Zeit. Zu zweit gingen wir, abends, zu den entsprechenden Ziegelhäusern, wo Männer käufliche Liebe suchten. Die riesigen Wohnblöcke aus Backsteinen zogen sich, eine Meile weit, bis in Richtung Hafen. Wir gingen an meinem Haus vorbei. Dann vorbei an dem Wohnblock von Mary. Und weiter. Ich wurde langsamer. Denn ich wollte unbedingt zu einer der irischen Huren.
Weiter unten, näher am Hafen wohnten und arbeiteten die italienischen Huren. Die allermeisten arbeiteten für unseren Mentor und Arbeitgeber Frankie Yale. Ich wollte nicht zu einer Italienerin. Womöglich wäre sie eine Bekannte meines Vaters. Ich wollte nicht, dass mein Vater erfuhr, was ich tat. Damals sprachen mein Vater und ich noch nicht über Sex. Ich wusste auch nicht, ob er zu den käuflichen Frauen ging.
Für meinen Freund Al jedoch, kam eine Irin nicht in Frage. Al wollte auf seinem Streifzug keinesfalls seiner geliebten Mary oder deren Mutter begegnen.
»Wenn uns eine von Marys Freundinnen oder Bekannten sieht?«
Ich verstand seine Sorge. Also würden wir uns vermutlich trennen. Oder sollten wir zu den Nigger-Huren?
Wir wussten, dass es am Hafen Negerinnen gab. Die machte es für nur 3 Dollar. Aber die meisten der Negerinnen gehörten den Juden. Das war eine gefährliche Gegend für Itaker, wie uns. Auch in Chinatown sollte es solche 3-Dollar-Huren geben. Doch die gehörten den Triaden, mit denen wir Itaker noch weniger zu tun haben wollten.
Die ganze Stadt war seit Jahrzehnten aufgeteilt. Italiener, Iren, Jude und Chinesen. Eigentlich wollten wir das Abenteuer gemeinsam erleben, doch das war unmöglich. Vor den ersten Wohnblöcken der Italiener trennten wir uns. Al ging zu den Italienerinnen. Ich ging zurück zu den Wohnungen der Iren. Ich ging immer langsamer. Es war schon dunkel.
Es war ein nasskalter Abend. Regenwasser vom Nachmittag stand in den Pfützen auf den Gehwegen. Bündel aus schwarzen Stromkabeln hingen in der feuchten Luft. Überall hingen diese Kabel. Kreuz und quer. Am Himmel zogen graue Wolken. Nebel sank herab. Der Dampf aus den Wäschereien stieg aus der Kanalisation. Kroch aus den unheimlichen Schlitzen. Dampf und Nebel spielten miteinander, verschmolzen, trennten sich und strichen schwer und feucht durch das Gewirr der Stromkabel. Und höher hinauf. Wirbelte durch das Gesträuch aus Kaminen, das die Dächer überwucherte.
Die riesigen Ziegelhäuser standen dicht an dicht. Die Wohnblöcke der Iren. Noch 300 Yards bis zu unserer Wohnung. Wieder einen Block zurück. Überall huschten Männer in die Häuser. Andere huschten hinaus. In den hell beleuchteten Fenstern saßen ein paar Frauen und präsentierten ihr Angebot. Andere Fenster waren durch hölzerne Fensterläden verschlossen.
Die hübschen Frauen waren teurer. Sie saßen in den Fenstern der Backsteinhäuser, die zur Straße blickten.
Sie lockten mit ihrem Aussehen und mit Worten: »Na Süßer, komm mal her« oder »Komm rein, ich mach´s dir gut.«
Mutig ging ich zu einer von ihnen und fragte nach dem Preis.
»Ficken? Sieben Dollar«.
Ich ging weiter. Ich bog in die nächste Tür des Backsteinhauses. Vier Stufen hoch, durch die offene Tür. Der dunkle Flur, das Treppenhaus. Je weiter oben, das Zimmer, je weiter weg von der Straße, umso billiger die Miete. Die älteren, hässlicheren und billigeren Huren hausten und arbeiteten weiter hinten in den Häusern. Hatten kein Fenster zur Straße. Wie bei Marys Mutter. Nur eine offene Wohnungstür und ein rotes Kleeblatt.
Ich drang tiefer in das große Gebäude ein. Es verschlug mich ziemlich weit nach hinten. Die Dame war eine typische Irin - klein, mollig, rotblond. Vielleich schon vierzig. Große, viel zu stark geschminkte Augen. Warum sie ihre Augenlider wohl grün bemalte? Sie war mit einem grünen Höschen, schwarzen Strapsen und Strümpfen bekleidet. Schwarze Schuhe an zu großen Füßen. Nackte Titten, die schlaff an ihrem zu üppigen Körper hingen. Speckrollen im Sitzen.
Sie stand auf und flötete: »Komm doch mal rein, Süßer.« Sie wollte 5 Dollar. Sie sagte, dafür dürfe ich sie ficken. Eine halbe Stunde lang. Ich war nervös. Nein. Ich hatte Angst.
»Dein erstes Mal?«, wollte sie wissen.
Ich nickte und starrte auf ihren Busen. Die fetten, rotbraunen Warzen auf den dunklen Vorhöfen. Kleine, seltsame Bläschen neben den Nippeln. Das spannende Gefühl in meiner Unterhose. Mein Penis machte sich bemerkbar, wurde steifer. Sie zog mich in ihre Kammer.
»Du musst nicht nervös sein. Komm rein.«
Sie schloss die Türe hinter mir.
»Zieh dich aus, mein hübscher Junge«, ordnete sie an.
Ich tat, was sie sagte. Hemd, Hose, Unterhose auf den Stuhl. Schuhe und Strümpfe darunter.
»Hab keine Angst. Komm her, kurz Waschen«, sagte sie.
Ich ging zwei Schritte zu ihrer Waschschüssel und ließ mich mit einem nassen Tuch abreiben. Sie nahm meine Hand und zog mich zum Bett.
»Ich heiße Paula. Und du?«
»Toni.«
»Komm her, Toni. Es wird dir gefallen.«
Paula würde also meine erste Frau heißen. Eine alte, fette Hure mit freundlichem Gesicht. Ich musste grinsen, obwohl ich noch immer schwer atmete. Vor Angst. Wie würde es sein? Was, wenn ich etwas falsch machte? Mich blamierte? Egal. Paula setzte sich aufs Bett und hob meine Hand an ihren Mund. Ein Kuss auf meine Finger. Ihre Lippen blieben daran hängen. Sanft saugte sie an meinem Zeigefinger. Mit ihrer Zunge leckte sie den Finger. Ich wurde immer geiler.
Mein Schwanz stand steif nach oben. Die Eichel blank, rund und angeschwollen. Ihre Hand nahm meine pralle Eichel. Mit Daumen und Zeigefinger griff sie nach dem Bändchen unter der Eichel und rieb es. Zog es.
»Du bist schon ziemlich geil, Junge. N´ schöner, großer Schwanz. Soll ich mich hinlegen.«
War auch sie aufgeregt? Sicher nicht. Sie dachte vermutlich an die 5 Dollar, die sie in der nächsten halben Stunde verdienen würde.
Ich konnte ihren Duft atmen, eine Mischung aus Parfum und Schweiß. Durchaus erregend. Ihre Haare fielen nach hinten, als sie den Kopf hob, um mir ein Lächeln zu schenken. Mit einer Hand schob sie ihre Haare beiseite, die andere legte sie auf meinen Unterarm und zog ihn zu sich. Ich wagte es, ihre Schulter zu berühren. Ich fürchtete mich davor, sie könnte meine Hand abschütteln.
Aber sie ließ mich gewähren. Aufregend. Ihr eigenartiger Duft. Meine zweite Hand an ihren Schultern. Meine Hände glitten über die dicken Oberarme nach unten und erforschten die nackte Haut ihrer Unterarme. Ich hielt ihre Hände. Ich schwitzte. Sie zog meine Hände auf ihre Brüste.
»Hinlegen?«, fragte sie noch einmal.
Sanft zog sie mich zu sich hinab. Ich ließ es zu. Sie wird schon wissen, wie man es macht.
Sie legte sich auf den Rücken. Ich kniete neben ihr. Meine Hände berührten ihren nackten Bauch. Mutig geworden schob ich meine Hände über ihre Flanken nach oben und berührte ihre Brust. Sie nahm meine Hände und drückte sie sich auf die Brüste.
»Du kannst sie ruhig richtig anfassen. Ich mag es.«
Ihre Brustwarzen begrüßten meine zarten Finger. Die Nippel wurden dicker und richteten sich ein wenig auf. Ihre Arme zogen meine Schultern näher. Ich dachte, sie wolle mich küssen.
»Halt, Freundchen. Küssen kostet extra. Zwei Dollar«, warnte sie mich.
Verunsichert zog ich meinen Kopf zurück.
»Nicht auf den Mund. Meine Titten kannst du küssen. Wenn du magst«, sie lächelte mich großzügig an.
Ich wollte. Ich küsste die dicken, fleischigen Dinger und war erstaunt, wie warm sie waren. Ich saugte vorsichtig an ihren Nippeln. Sie hatte offenbar nichts dagegen.
Paula wollte mir eine Freude machen und stöhnte. Meine Unsicherheit ließ nach. Paula blickte in meine Augen, während ich ihren Hals küsste und ihre Nippel streichelte. Ich überlegte mit den Liebkosungen aufzuhören, doch Paulas Blick forderte mich auf, weiter zu machen.
Meine Hände umschlossen ihre fetten Brüste. Sie waren ganz weich. Ich drückte fester. Es schien ihr nichts auszumachen. Ich hielt ihre Nippel zwischen Daumen und Zeigefinger. Ich zog daran. Paula schmiegte sich im Liegen an meine Schenkel. Meine Hände wurden immer mutiger. Forscher, forschend, glitten sie hinab zum Bund ihres grünen Mieders. Sie hob ihr breites Becken. Sie half mir, das störende Mieder über ihren üppigen Hintern zu streifen. Zum Vorschein kam ein rotes Gestrüpp aus gelockten Schamhaaren.
Meine Finger berührten das rote Gestrüpp. Es war weicher als erwartet. Paula streckte mir ihre Scham entgegen.
»Darf ich dich da anfassen?«
»Meine Fotze? Ja, natürlich«, sagte sie derb und lächelte mich an.
»Berühr mich. Streichle mich. Ganz sanft. Das mögen wir Frauen.«
Ihr Stöhnen sollte den Genuss andeuten, den ich ihr bereiten würde. Mir war klar, dass es ein Schauspiel war. Ich mochte es trotzdem. Meine Hände erforschten ihre Scheide. Der Spalt zwischen den wulstigen Schamlippen. Nicht feucht. Wie ich es gelesen hatte - in zahlreichen Groschenheften. Trocken und warm. Das hatte ich nicht erwartet.
Paula nahm meine Hand, leckte wieder an meinem Zeigefinger und führte ihn zielsicher in ihren Schoß.
»Streicheln. Da«, flüsterte sie und führte meinen Finger an die Vorderseite ihrer Scheide. »Das nennt man Kitzler. Der kleine runde Knubbel. Da fühlt es sich am besten an. Da kitzelt es die Frau.«
Ganz sanft ließ sie meinen Finger kreisen.
»Ja. So ist es gut«, flüsterte sie. »Wirklich gut. Toni? Nicht wahr?«
Ich nickte. Sie sah mich mit ihren großen, grünen Augen an, wie ich neben ihr kniend ihre Scheide liebkoste. Sie stemmte sich zu mir empor und stöhnte gegen meinen Hals. Das gefiel mir. Sie küsste meinen Hals. Ihre freie Hand griff nach meinem Penis. An meinem Hals spürte ich ihre Zunge. Sie leckte mich hoch bis zur Wange.
Meine Erektion war maximal. Ihre Hand massierte meinen Schwanz.
»Du darfst noch nicht spritzen. Beiß´ dir auf die Lippen.«
Ich gehorchte.
»Jetzt komm zwischen meine Beine«, flüsterte sie.
Ich kletterte über ihren bestrumpften Oberschenkel. Gleich würde ich meinen Schwanz in ihrer Furche versenken. Ich war so neugierig. Wie würde es sich anfühlen?
Sie dirigierte meinen Steifen an ihr Gebüsch. Ich fühlte die Haare an meiner Eichel. Sie schob sich die Eichel zwischen die Schamlippen. Mit beiden Händen arbeite sie daran, mir die Richtung vorzugeben. Ihr Stöhnen signalisierte mir, auf dem rechten Weg zu sein. Ich drückte ein wenig. Stützte mich auf meine beiden Arme, die neben ihrem Gesicht in das Bett drückten.
Sie machte Spucke an ihre Finger und rieb sich damit ihre Fotze ein.
»Jetzt langsam tiefer«, seufzte meine Lehrerin.
Es fühlte sich warm an. Ich bohrte mich in eine Frau. Es war richtig heiß. Und eng. Ihre Hände packten meinen Po und zogen mich zu sich hinunter. Ich glitt tiefer in ihren Leib. Mir gefiel es. Ob es ihr auch Lust bereitete?
Ich verharrte in ihr. Ihre Hände drückten und zogen meinen Po. In diesem Rhythmus bewegte ich meinen Hintern auf und ab. Meine Lust besiegte meine Unsicherheit. Ich begann sie zu stoßen. Erst sanft und langsam. Bald härter und schneller. Es übertraf meine Erwartungen. Viel geiler als Wichsen. Sie roch so gut. Und ihr Stöhnen. Und wie sie jetzt meinen Hintern knetete.
Allein die nackte Haut, die ich an meinen Schenkeln spürte. Und vor allem die unglaublich, warme Enge und das konstante Reiben an meinem Schwanz. Ich spürte das wohlbekannte Ziehen in den Hoden.
»Ich muss jetzt spritzen«, keuchte ich und biss mir verzweifelt auf die Lippen.
»Zieh ihn raus«, rief sie und schob mich von ihrem Leib. Schade.
Kaum war mein nasser Schwanz in der kühlen Freiheit, packte sie ihn und wichste heftig. Augenblicklich spritzte ich auf ihren Bauch. Es schoss ihr bis an den Hals. Sie lachte.
»Gut gefüllt, junger Toni. Lass alles raus. Lass es raus. So ist es gut.«
Sie wichste immer weiter. Drückte auch das letzte Tröpfchen, weißen Schleimes aus meiner Schwanzspitze.
»Fertig. Das war´s«, sagte sie nüchtern, »hat es dir gefallen.«
Sie kippte mich um, so dass ich neben ihr zu Liegen kam.
»Ja«, sagte ich.
Nur das eine Wort. Jetzt war ich mir gar nicht mehr so sicher. Sie setzte sich auf und sah auf mich herab. Im Liegen griff sie nach einem Tuch und putzte sich mein Sperma von Brust und Bauch. Dann gab sie mir das Tuch, damit ich meinen, schlaffer, werdenden, Penis abreiben konnte. Ich tat es.
Die Frau stand auf und sagte: »Jetzt bitte die fünf Dollar.«
Ernüchterung. Sie wusch sich an der Schüssel. Ich stand auch auf und kramte in meiner Hose nach ihrem Lohn. Ich reichte ihr das Geld. Ich zog mich an. Sie verabschiedete mich höflich. Ich bedankte mich, sagte »Auf Wiedersehen« und ging.
***
Am nächsten Abend, traf ich – der Mann – meinen Freund Al Capone wieder. In Frankie Yales Bar, wo wir als Rausschmeißer sinnlos warteten. Es gab so gut wie nie Ärger. Eigentlich hielt uns Yales so nur in Wartestellung, bis wir wieder irgendwo Schmiere stehen mussten. Oder Kisten mit Beute aus einem Einbruch von einem Laster abladen sollten. Noch bevor ich prahlen konnte, musste ich mir eine Schlägerei-Geschichte von Al anhören.
Er hatte die Nachmittagsschicht. Und Ärger gehabt. Den er aber erfolgreich niedergeschlagen hatte. Und auch den Verursacher des Ärgers.
Ich warnte ihn, vor der eigenen Brutalität: »Du solltest nicht immer deine Fäuste einsetzen.«
Nüchtern konterte er: »Entschuldige mal, aber bei all den Zeugen kann ich doch nicht das Messer ziehen.«
Ich wusste oft nicht, ob mein Freund schlau war oder nicht. Ich wusste, Al führte eine treffliche Klinge. Trotzdem schnitt er sich dauernd beim Rasieren.
Er beichtete, dass er doch gekniffen hatte und nicht zu einer Hure gegangen war.
Nun war es an mir, mächtig mit meinen Erlebnissen zu prahlen. Er hörte sich meinen Bericht über meine Hure und meine erfolgte Mannwerdung an, ließ sich seinen Neid nicht anmerken und stellte interessiert Fragen zu Details. Ich war stolz und zufrieden und riet ihm gönnerhaft, es mir doch gleich zu tun. Er nickte stumm und betreten.
Wir bestellten Bier und Würstchen. Italienische Blutwürste, Biroldo. Ein Beispiel für die einzigartige und wunderbare Schaffenskraft des Menschen. Nur der Mensch - die Krone der Schöpfung - ist dazu in der Lage, seine Zukunft zu planen, sich und sein Tun von außen zu betrachten, Religionen zu entwickeln oder Unmengen von Schweineblut, Zwiebeln, zerhackten Schweineschwarten und kleingeschnittenen Schweineschnauzen in Schweinedärme zu füllen. Vor dem Abfüllen in die Därme mischt der Mensch diese Sauerei mit Pinienkernen, Rosinen und Gewürzen. Danach kocht er die Würstchen und isst sie als Biroldo. Wir liebten das Zeug. Unser Lieblings-Essen war extrem fettig und ziemlich teuer.
***
Die nächsten Tage in der Bar verliefen ereignisarm. Wie immer. Wir freuten uns über die wenigen betrunkenen Gäste. Und über ihre sinnlosen Versuche, mit den Huren anzubändeln. Kluge Huren gehen nicht mit einem Betrunkenen aufs Zimmer. Das gibt nur Ärger.
Die armen Trunkenbolde versuchten mit den Frauen ins Gespräch zu kommen aber bekamen nur böse Antworten.
Einer sagte: »Ganz schön laut hier.«
»Dann halt doch die Fresse.«
Oder: »Ganz schön voll hier.«
»Dann hau doch ab.«
Oder: »Stört es sie, wenn ich rauche.«
»Es würde mich nicht mal stören, wenn du brennst.«
Selten mussten wir einen betrunkenen Freier auf die Straße setzten. Ich blieb dabei stets ruhig. Al Capone packte manchmal der Zorn. Und gleich danach packte sein starker Arm den Betrunkenen und zeigte ihm den Weg auf die Straße. Die meisten Abende waren elend langweilig. Dann plauderten Al und ich mit einander. Meist plauderten wir über Huren. Manchmal plauderten wir mit den Huren. Nach der Sperrstunde stellten wir die Stühle hoch. Wir mussten so lange warten, bis die Putzfrauen durchgewischt hatten. So war jeder Abend.
***
Eines Abends, als ich schon die Mittagsschicht hinter mir hatte, kam Al zur Arbeit, grinse mich an und berichtete von seinem gestrigen Abend. Er hatte spät abends noch Frankie, unseren Boss, getroffen und über seine Pläne gesprochen, eine Hure zu besuchen. Und unser Arbeitgeber und väterlicher Freund hatte ihm wertvolle Ratschläge gegeben. Al berichtete, wie Frankie Yales zu einer italienischen Frau geraten hatte. Einer der Frauen, die für die Five Points Gang, also für Yales und unsere Bande anschafften. Al berichtete, dass Yales ihm einschärfte, sich auf ihn - Yales - zu berufen und einen besonderen Service zu verlangen.
Nun war ich derjenige, der neidvoll zuhörte. Eine Italienerin. Eine von unseren Frauen. Fünf Dollar für zwei volle Stunden. Und Al durfte zwei Mal abspritzen. Al benutzte besonders, deftigen Worte.
»Einmal in ihre Fotze und einmal in ihr Maul.«
Bei Al Capone mochte ich diese derbe Sprache. Und sie passte zu der Atmosphäre, seines Abenteuers, das er detailverliebt beschrieb.
»Du hast in sie rein spritzen dürfen?«
»Ja, Mann. Sie hat sich danach ganz lange gewaschen.«
»Und dann in den Mund? Ehrlich.«
»Ja, Toni. Wenn ich es dir doch sage. Sie hat alles drin gehabt. Dann sie es ausgespuckt und sich das Maul gespült.«
Mein Neid war groß. Ich würde es ihm gleichtun. Trotz des Risikos, dass mein Vater die Frau kannte.
An diesem Abend prahlte Al noch einige Male mit seinen Erfahrungen. Er machte mich mit kleinen schmutzigen Details neidisch. Zwei Stunden für nur fünf Dollar. Zwei Mal abspritzen. Ich war wütend auf mich selbst. Auf meine mangelnde Vorbereitung. Mein Ungestüm. Aber ich schwor mir, dass das nie mehr vorkommen würde. Ich hatte gelernt. Und das von ihm. Ihm, dem sonst so Ungestümen.
***
Damals erlebte ich Al zum ersten Mal, als schlau. Planend und berechnend. Später werde ich Al noch oft als klugen Organisator erleben, der seine Vorhaben sorgfältig vorbereitete. Ich zog aus seinem Bericht die Lehre, in Zukunft verstärkt die Vorteile zu nutzen, die sich aus meiner Mitgliedschaft in Frankies Organisation ergaben.

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