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Neuerscheinungen


Bücher & E-Books
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E-Books, gedruckte Bücher und Kurzgeschichten. Hier findest du die neuesten Titel vom Schwarze-Zeilen Verlag. Schau doch mal rein.

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Gesamtprogramm

 

Hier findest du einen Überblick über alle lieferbaren Titel, die im Schwarze-Zeilen Verlag erschienen und derzeit lieferbar sind. BDSM-Romane, Femdom- oder Maledom-Geschichten, Ratgeben, Kurzgeschichten - Liebesgeschichten und Storys in denen es knallhart zur Sache geht.

Aktuelle Titel

Dark Quickies

 

Genau wie ein Quickie kann auch ein Lesevergnügen aufregend und intensiv sein, keine langen Vorspiele, dafür gehts schnell zur Sache. Ob unterwegs zur Arbeit oder abends vorm Einschlafen, manchmal muss es eben schnell gehen. Mit den Dark Quickies vom Schwarze-Zeilen Verlag kommt keiner zu kurz.

Dark Quickies

Edition Dirty-Talk

In der »Edition Dirty-Talk« geht es auch zur Sache, doch Erotik spielt eine wichtigere Rolle. Natürlich alles immer auch mit BDSM- oder Fetisch Bezug, wie Ihr es vom Schwarze-Zeilen Verlag kennt. So haben in dieser Edition auch Gay-Geschichten, ausgefallene Fetische und sehr softer BDSM Platz.

Edition Dirty-Talk


XL-Leseprobe: 1939 - Mein Freund Al - Kindheit & Al Capone

Beitragsseiten


Kindheit und Al Capone


1899 wird Alphonse »Al« Gabriel Capone, als Sohn italienischer Einwanderer im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn geboren. Sein Vater Gabriel, ein aus Neapel stammender Friseur und seine Mutter Theresa werden sieben Söhne haben: James Vincenzo, Ralph, Frank, Alphonse, John »Mimi«, Albert und Matthew - sowie zwei Töchter: Rose und Mafalda. In der achten Klasse verlässt Al für immer die Schule.
***
An exakt dem Tag, da das neue Jahrhundert begann, kam ich, als Kind zweier armer Einwanderer in New York zu Welt. Meine Eltern hießen Lucia und Enzo Acado und stammten aus Neapel. Also aus Italien, dem schönsten Land der Erde, wie man mir versicherte. Italien war weit hinter dem großen Atlantik. Alle nannten mich Toni. Wir wohnten in New York. Genauer gesagt in Brooklyn. Meine Mutter starb bei der Geburt meiner kleinen Schwester. Die kleine Schwester starb auch bald. Als Baby. An der Grippe. Als ich zehn war.
Nun lebten nur noch mein Vater und ich zusammen. Er war Hafenarbeiter in Manhattan. Er hatte Hände, wie Schraubstöcke. Ich liebte ihn so sehr. Er verdiente so viel Geld, dass wir jeden Tag genug zu essen hatten. Unter unseren Nachbarn in Brooklyn waren viele Italiener. Aber auch Iren und andere Einwanderer. Wer hier groß wurde, lernte eine Vielfalt von Sprachen und Bräuchen kennen. Bis zur achten Klasse ging ich in Brooklyn zur Schule.
Ich lernte und spielte mit den Söhnen von Hafen- und Fabrikarbeitern, Wirten, Pizzabäckern, Fabrikarbeiterinnen und Huren. Denke ich an meine Kindheit, so denke ich zuerst an den Schulweg. Morgens, wenn die frühe Sonne den Linden ihren süßen Nektar wärmte, damit er duftete und die Bienen kamen. Duftende Sommermorgen mit dem hellen Grün der Linden, dem Duft von Lindenblüten und dem Gurren von Tauben. Und dem Duft der Bäckereien. Denke ich daran, fühle ich - wie einst - die wunderbare Heiterkeit dieser Kinderwelt. Mit nackten Füßen hüpfte und tanzte ich damals zur Schule.
Das warme Gefühl durch den Park zu hüpfen. Das satte Gelb von Löwenzahn. Das feuchte, grün-frische Gras dazwischen. Überall hier unten keimte und quoll und spross es. Bienen summten. Käfer stapfen, zackig auf den frischen Halmen. Über mir die grünenden Linden und das kahle Geäst, der noch ruhenden Bäume. Und so hoch darüber türmten sich weiße Wolken. Vor endlosem Blau. Schon als Kind war ich gerne allein. Ich brauchte wenig, um mich meines Lebens zu erfreuen. Und ich hatte das Wenige, was ich brauchte.
In diesem Park spielte ich am Abend mit den Freunden Baseball. Ich war groß und stark. Alle mochten mich. Ich machte mir nichts aus den Spielchen um Macht unter den Kameraden. Mich plagte keinerlei Ehrgeiz, ein Anführer zu sein. Ich freute mich, dass ich mitspielen durfte. Mein Klassenkamerad Vito, war da anders. Er war ein Anführer. Er bestimmte. Wer mitspielen durfte. Wo man spielte. Wer gegen wen spielte. Wer was machte.
Einmal sagte Vito, ich müsse mitmachen, wenn er süßes Backwerk stehlen wollte. Eine seltsame Idee. Wie eine Mutprobe. Für sich und mich. Ich war mutig. Natürlich stahlen wir nicht in unserer Bäckerei. Hätte man uns erwischt, hätten unsere Väter uns sicherlich totgeschlagen.
Wir stahlen im Süden von Brooklyn, wo uns keiner kannte. Der Plan für den Raubzug war von Vito. Er war nicht eben aufwändig. Aber er funktionierte. Jeder von uns griff sich ein Osterlamm aus Teig. Dann rannten wir weg. Solange wir konnten. Bis nach Hause. Die Lämmer schmeckten herrlich süß. Und ein wenig nach Anis. Vito wollte mehr. Ich war zufrieden. Ich hatte den Geschmack des süßen Kuchens gekostet. Jetzt war mir Brot genug.
***
1914 arbeitet Al Capone als Verkäufer. Und als Kegeljunge. Und in einer Munitionsfabrik. Und in einer Buchbinderei. Später als Barkeeper und Rausschmeißer im Havard Inn auf Coney Island. Er schließt sich in Manhattan den Brooklyn Rippers und den Forty Thieves Juniors an. Letzteres ist die Jugendorganisation der Five Points Gang. Frankie Yale, der Chef der Verbrecherbande Five Points Gang nimmt den fünfzehnjährigen Al Capone in seine Bande auf und wird Capones Vorbild. Al wird schon früh ein Gangster, ein Banden-Verbrecher. Schon der junge Al Capone liebt italienische Opern und Jazz.
***
Mit 16 verkaufte ich Zeitungen und süßes Backwerk in Manhattan. Meine Einkünfte, die ich aus den Straßen von New York heimbrachte, waren nicht der Rede wert. Wie praktisch alle Söhne der Neapolitaner trat auch ich den Forty Thieves Juniors bei. Vito führte mich in diese Welt ein. Dort lernte ich Al Capone kennen. Er war ein Jahr älter als ich. Ich erinnere mich gut an meine erste Begegnung mit Capone.
***
Mein Schulkamerad Vito begleitete mich in den Saloon, wo sich die Forty Thieves Juniors trafen. Wir waren hier schon ein paar Mal gewesen, hatten Limonade getrunken und von kleinen Gaunereien gehört, für die wir ein paar Dollar bekamen. Wir Jungs mussten meistens nur Schmiere stehen.
In unserem Saloon war es immer friedlich. Dieses Mal nicht. Als Vito durch die Saloon-Tür trat, machte er seinen ersten Fehler, er rempelte einen stämmigen Kerl an, der gerade hinaus ging. Vito entschuldigte sich nicht. Das war sein zweiter Fehler. Als der stämmige Kerl sich nach Vito umdrehte, machte Vito seinen dritten Fehler: Er drehte sich auch um und grinste dem Stämmigen ins Gesicht.
Der Stämmige änderte seine Meinung bezüglich des Hinausgehens. Er ändere auch die Richtung, in die er ging. Er ging nicht hinaus. Er folgte Vito an die Bar. Dort angekommen drehte sich Vito wieder zu dem stämmigen Burschen um. Der brach ihm das Nasenbein. Mit einem Faustschlag. Der Stämmige war Al Capone. Nie zuvor hatte ich solche Brutalität gesehen.
Der stämmige Al hob meinen Freund Vito auf und sagte ganz ruhig: »Nächstes Mal, wenn du mich anrempelst, entschuldigst du dich besser.« Vito und ich wurden später Capones Freunde. Bald war Al mein bester Freund. Ein Duo, das sich ergänzte.
Meine allgemein anerkannte Rolle war es Späße zu machen. Mit den Kameraden. Manchmal auch etwas derbe Späße. Kleine verbale Derbheiten. Über mangelnde Intelligenz. Oder über die vermeintliche Kürze primärer Geschlechtsorgane. Ich wagte das auch bei Al Capone. Al Capones allgemein anerkannte Rolle war es, mich dafür in den Schwitzkasten zu nehmen.
Die meisten Jungs, die in diesem Würgegriff litten, rangen nur nach Atem, zerrten vergeblich an seinem Unterarm und gaben auf. Ich war anders. Ich blieb ganz ruhig. Wie immer. Ich packte Al an seinem kleinen Finger und bog ihn kräftig nach oben. Natürlich musste Al seinen Griff lockern. Ich erkannte in seinen Augen durchaus Bewunderung für meinen fiesen Trick. Und ich wusste, wie sehr Al Capone unter Niederlagen litt. Ich prahlte nie mit meinem Sieg.
***
Viele Jungs arbeiteten für den Gangster Frankie Yale. Al Capone war ein sportlicher und starker Bursche. Meistens war er zurückhaltend und berechnend. Aber manchmal verlor er die Selbstbeherrschung. Er war ungestüm. Zuhause hörte er, aus dem Radio, seine geliebten italienischen Opern. Abends saßen wir in Bars und hörten Jazz. Ich verabscheute Jazz. Ich liebte Mathematik. Gerne hätte ich mehr davon gelernt. Aber so reich war mein Vater nicht.
***
Später lernten Al und ich eine spezielle Form der Mathematik von unserem Mentor Frankie Yales. Und zwar im Umgang mit erpressten Schutzgeldern und mit Wucherzinsen. Vorläufig interessierten wir uns für dasselbe Mädchen: Mary. Sie wohnte nur einen Block südlich von mir. Al und ich saßen in einem Café und tranken Kakao. Wir unterhielten uns über die hübsche Mary. Wütend rührte er in der Tasse.
»Sie hat ´ne Hure als Mutter und tut so, als wäre sie eine verdammte Prinzessin«, grummelte er.
Jeder wusste, dass sich auch erwachsene Männer aus der Five Points Gang für die irische Schönheit, namens Mary interessierten. Sie war 17 Jahre alt, ihre Mutter stammte aus Dublin und war wirklich eine Hure. Ich hörte meinem Freund zu. Voll Bewunderung. So sehr bewunderte ich Capones Selbstbewusstsein. Viel selbstbewusster, als ich, hatte er das begehrte Geschöpf einfach angesprochen. Und auf einen Kaffee einzuladen. Warum war er nun so wütend?
»Die kleine Schlampe wird schon sehen, was sie davon hat«, flüsterte mir Al zu.
»Du Depp. Beruhige dich doch«, flüsterte ich. Ein relativ kühner, aber absolut vergeblicher Versuch, an die Vernunft des Wütenden zu appellieren.
Al schimpfte weiter: »Mary ist ein arrogantes Miststück. Hält sich für was Besseres.«
Aufmerksam hörte ich ihm zu. Er hatte offenbar versucht einen Kuss zu erzwingen. Und sie hatte ihn empört geohrfeigt.
»Al«, sagte ich beschwichtigend, »was redest du? Du zwingst sie. Drückst sie mit Gewalt an dich. Was erwartest du. Erst brichst du ihr die Rippen. Dann brichst du ihr Herz? Du kannst sie doch nicht dazu zwingen, dich zu mögen.«
Er blieb wütend.
Wie später, noch so oft, lernte ich aus Capones Fehlern. Zu wenig Planung. Zu forsch. Zu ungestüm. Zu wenig Charme. Ich überlegte und plante länger.
***
Am darauffolgenden Tag richtete ich es so ein, dass Mary und ich uns in ihrer Straße begegneten. Mary war nur ein Jahr älter als ich. Eigentlich wären wir ein nettes Paar.
Mutig ging ich zu ihr hin und sagte: »Hallo Mary.«
»Hallo, Toni, wie geht es dir?«, fragte sie höflich.
Wir, mein Papa und ich, wohnten in derselben Straße, wie die schöne Mary und ihre Hurenmutter. Hier in unserer Straße mit den schäbigen Backsteinfassaden hatte Al die schöne Irin zum ersten Mal gesehen.
»Mutig von dir, Al zu schlagen«, lobte ich die junge Irin.
»Hat er es dir erzählt?«
»Ja, wir sind doch gute Freunde.«
»Hat er etwas gesagt über mich?«
»Nichts Gutes.«
»Denkst du, ich habe einen Fehler gemacht. Ihn zu schlagen.«
»Magst du ihn, denn?«
Sie zögerte, lächelte mich an und sagte:
»Ich fürchte mich, hier zu reden. Was, wenn er uns sieht?«
Ich schaute das rothaarige Iren-Mädchen fragend an.
Leise sagte sie: »Können wir kurz zu mir, ins Haus? Ich rede nicht hier draußen.«
Ich nickte.
»Komm mit«, sagte Mary und ging die wenigen Schritte zu ihrem Haus zurück. Ich folgte ihr. Wir stiegen die 4 Backsteinstufen nach oben, gingen durch die Tür, die den ganzen Tag offen stand, und waren nun in dem dunklen Treppenhaus.
Es roch nach Bohnerwachs, Zigarettenrauch und Parfüm. Sie blieb im Treppenhaus stehen.
Hier fühlte sie sich sicher und flüsterte: »Er ist so grob. So brutal. Ich fürchte mich ein bisschen vor ihm?«
»Vor Al Capone?«
»Ein bisschen. Du kennst ihn gut. Wird er sich an mir rächen?«
»Das glaube ich nicht, Mary. Soll ich mit ihm reden?«
»Das wäre lieb, Toni. Würdest du das tun?«
Ich musste das Gespräch hinauszögern. Vielleicht würde mich Mary mit in ihre Wohnung nehmen.
Mary, ihre Mutter und ihre beiden kleinen Brüder wohnten im ersten Stock. Ganz hinten im Flur. An der Tür zur Wohnung hing ein rotes Kleeblatt. Ich wusste, was das bedeutete. Es war das Zeichen der Dublin-Gang. Marys Mutter schaffte für einen der Typen an. War das Zeichen außen, war Marys Mutter frei. Die Wohnungstür war dann offen.
»Würdest du bitte mit ihm reden. Ihr seid doch Freunde?«
Mary hatte nicht vor unsere Unterhaltung in der Wohnung zu führen.
»Redest du mit Al? Er küsste mich. Einfach so.«
»Und du hast ihn geschlagen. Einfach so. Was ist schlimmer?«
»Sag ihm, es täte mir leid.«
»Tut es dir denn leid?«
»Er kann doch nicht einfach küssen, wen er will.«
Ich lächelte sie an und flüsterte: »Küsst du nicht gerne?«
»Nicht, wenn ich den Kerl nicht mag.«
»Du magst Al also nicht?«
»So, sag es ihm nicht.«
»Magst du mich?«
»Wie meinst du?«
»Würdest du mich küssen?«
»Wieso sollte ich?«
»Weil ich die Sache mit Capone für dich aus der Welt schaffe.«
»Für einen Kuss?«
»Küssen wäre eine nette Geste.«
Mary küsste mich flüchtig auf die Wange.
»Nicht so, Mary. Ich will einen richtigen Kuss. Ich habe das noch nie gemacht. Ich will, dass du es mir zeigst.«
Das schmeichelte Mary und ich - der kleine Erpresser - wurde ihr offenbar wieder ein wenig sympathischer. Ich spitzte die Lippen, weil ich dachte, dass man es so machte. Sie zeigte es mir, wie es richtig ging. Unsere Lippen drückten und knabberten an einander. Sie ließ mich ihren Mund schmecken und ihren Atem riechen. Mein erster richtiger Kuss.
Ich spürte die Hitze und Feuchtigkeit ihrer Zunge. Sie war weich und rau und hart zugleich. Manchmal schnell und rasant. Dann wieder fett und behäbig, wie eine Nacktschnecke. Mir wurde ganz schwindlig vom Küssen. Sie lachte mich ein wenig aus und erklärte mir, das sei normal. Ein schöner Rausch. Sie sagte, ich solle mir dieses schöne Gefühl gut merken. Später würde es nicht mehr so sein. Wir küssten uns sicher noch zwei Minuten lang.
Dann kam ein angetrunkener Ire polternd ins Treppenhaus und rief: »Wo geht’s denn hier zu den Weibern?«
Mary zog mich an dem Betrunkenen vorbei ins Freie. Mir zitterten die Knie.
Mary sagte: »Toni, ich verlasse mich auf dich.«
Dann ließ sie mich stehen und ging die Straße hinunter. Verträumt sah ich ihr nach. Ich weiß nicht, ob es Mary damals peinlich war, wie ihre Mutter ihr Geld verdiente. Wahrscheinlich nicht. Viele irische Einwanderinnen in unserer Straße verdienten so ihre Dollars. Viele rote Kleeblätter kündeten von der Wohnungsprostitution.
Da mir das Küssen gefallen hatte, beschloss ich - bald einmal - eine dieser Irinnen zu besuchen. Davor musste ich aber erst ein paar Dollar verdienen und ansparen. Ich wusste nicht, was so eine Frau verlangte. Mir kam ein Gedanke, der mich schmunzeln ließ. Was Mary wohl sagen würde, wenn ich in Kürze ihre Mutter besuchen würde? Natürlich wollte ich das nicht wirklich. Mary war ein so nettes Mädchen. Vielleicht würde sie mir noch mehr beibringen.
Das Gespräch mit Al Capone über Mary war kurz. Er hatte sich wieder beruhigt und gab damit an, dass er es wieder bei ihr versuchen würde. Ich sagte, dass Liebenswürdigkeit und Beharrlichkeit vermutlich bessere Wege zum Erfolg wären, als Ungestüm und Brutalität. Er gab mir recht. Zumindest für den Umgang mit Frauen. Wir unterhielten uns über käufliche Liebe und Sex. Es war unser Lieblingsthema. Aber im Moment war diese Erfahrung vermutlich noch zu teuer.
Seit Henry Ford, vor kurzem in seinen Automobil-Werken den Achtstundentag und einen Mindestlohn von 5 US-Dollar pro Tag eingeführt hatte, stiegen überall im Land die Löhne und die Preise. Unser Lieblingsthema Nummer zwei, waren Autos. Dieser Henry Ford ließ sein Modell T scheinbar an einem Fließband fertigen. So etwas würde ich gerne einmal sehen. Man sah immer mehr dieser Automobile in New York. Al und ich beschlossen, uns auch so ein technisches Wunder zu kaufen. Eines Tages. Zuvor aber wollte jeder von uns sparen, um sich den Besuch bei einer Hure leisten zu können.
Bei kostenlosen, weiblichen Bekanntschaften wollte Al nun konsequent auf Liebenswürdigkeiten setzen. Ich wusste, er besuchte Mary. Er war scheinbar charmant zu ihr. So erzählte er es mir. Für mich war Mary nun tabu. Was Al Capone unter Liebenswürdigkeit verstand, durfte ich bald erfahren.
Ich war nämlich dabei, als Al in unserer Stammkneipe, dem Red Hook in Brooklyn, mit seiner zweiten, großen Liebe flirtete. Jeder in der Bar kannte Lorena. Sie war einige Jahre älter als Al. Die Italienerin hatte langes, schwarzes Haar und einen leuchtend, roten Mund. Sie war eine echte Schönheit. Vor allem aber, war sie die Schwester des Gangsters Frank Gallucio.
Ich saß drei Schritte neben den beiden an der Bar und trank eine Limonade. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages fielen in den Raum. Sie zeichneten ein Zebramuster in die Luft. Dort wo die Sonne hinkam, flimmerten winzige Staubteilchen und reflektierten, gleißend das Licht. Mein Freund Al war gerade aufgestanden. Betont locker schlenderte er zu der schönen Lorena hinüber. Ich lauschte. Und ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen.
Al sagte ziemlich laut zu Gallucios Schwester:
»Hallo Lorena. Schön dich zu sehen. Dich und dein Riesen-Euter.«
War er von Sinnen? In diesem Moment bezweifelte ich, dass mein Freund von menschlichen Eltern abstammte. Wie konnte er nur? Was würde sie tun? Was sie tat, war nicht zu überhören. Sie schrie ihn laut auf Italienisch an. Ihr Brüderchen, Frank Gallucio, gesellte sich zu den beiden. Auch er schrie auf Italienisch. Lorena schrie. Frank schrie. Und Al schrie. Warum Al schrie, sollte ich gleich sehen.

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