Leseprobe: Femina Mundo

Nach einer guten Stunde und zu vielen Zigaretten tauchte ein eleganter weißer amerikanischer Van auf und parkte neben meinem Wagen. Gebannt sah ich, wie ein muskulöser Kerl in Chauffeursuniform ausstieg. Er war fast zwei Meter groß und trug eine verspiegelte Sonnenbrille. Er schaute mich an und machte eine auffordernde Geste. Ich stieg aus und er sagte:
»Lady Dorina erwartet dich.«
Dabei deutete er auf den Van. Die Seitentür schob sich auf und ein Tritt klappte automatisch aus. Ich verriegelte meinen Wagen und ging zum Van. Innen saß Dorina und lächelte mich an. Bei unserem ersten Treffen hatte sie sozusagen Zivilkleidung getragen, aber nun sah ich sie in ihrem Dominaoutfit. Ein knapper roter Latexbody, der ihre kräftigen Brüste nur notdürftig im Zaum hielt und unter dem sich im Schritt ihre Vulva deutlich abzeichnete. Ein langer Reißverschluss begann im Ausschnitt und führte durch den Schritt nach hinten. Ihre langen Haare changierten in Haselnussbraun und Schwarz. Ein roter Haarreif hielt sie zurück. Schwarze Netzstrümpfe führten den Blick in ihre über das Knie reichenden roten Schnürstiefel. Sie saß in einem drehbaren Ledersessel und deutete auf eine Sitzbank ihr gegenüber.
»Setz dich Peterchen. Schön, dass du mutig genug warst.«
Wieder diese bestimmende Stimme, wieder der verhasste Vorname. Instinktiv wollte ich ihrer Aufforderung folge leisten, doch dann zögerte ich.
»Meine Tasche. Sie ist in meinem Wagen.«
»Die brauchst du nicht. Jetzt setz dich hin!«, forderte sie mit einer Spur Schärfe in der Stimme.
Artig setzte ich mich auf den angewiesenen Platz. Die Bank war recht niedrig und ich musste zu ihr aufsehen. Als sie ihre Beine kreuzte, erhaschte ich einen Blick auf ihren Schritt. Es zuckte in meinem Slip. Hinter mir glitt die Tür wieder zu. Durch die Fenster sah ich, wie der Chauffeur um den Van herumging. Nach vorne war der Blick durch eine trennende Blechwand blockiert. Aber als der Motor startete, wusste ich, dass er wieder am Steuer Platz genommen hatte. Ich warf einen Blick zurück zu meinem Wagen. Doch plötzlich glitten außen Sichtschutze herab und am Himmel des Vans flackerte Licht auf.
»Warum …?«, rief ich verunsichert, aber Dorina unterbrach mich.
»Wir wollen uns doch unterhalten, ohne dass du dich ablenken lässt.«
Sie steckte sich ein Zigarillo an und öffnete ihre Schenkel. Gebannt starrte ich in ihren Schritt.
»Du bist nicht nur gekommen, um dich von mir dominieren zu lassen Peterchen. Was willst du wirklich?«, fragte sie streng.
Ich entschied mich dafür, dass Angriff die beste Verteidigung ist und antwortete:
»Bei mir hat sich ein Mann gemeldet. Er hatte wohl unser Interview gelesen. Er hat mir bei einem Treffen fürchterliche Dinge erzählt.«
Sie hob eine Augenbraue und wiederholte:
»Fürchterliche Dinge?«
Ich nickte und überlegte, wie viel ich preisgeben sollte. Aber wenn ich Dorinas Reaktion sehen wollte, musste ich ihr erzählen, was der Mann gesagt hatte.
»Nun er berichtete von einer geheimen Organisation, dem sogenannten Konzil Femina Mundo.«
»Und was hat das mit mir zu tun?«, fragte sie und sah mich etwas konsterniert an.
»Nun der Kerl meinte, du wärst Mitglied dieser Organisation.«
Dorina grinste breit.
»Und das war für dich Grund genug dich mit mir zu treffen und mich zu verhören?«
Nun musste auch ich grinsen. Zu absurd erschienen plötzlich die Verdächtigungen.
»Nein dein Anblick war mir schon Grund genug, mich wieder bei dir zu melden. Aber was der Kerl da erzählt hat, war wirklich dramatisch.«
»Vielleicht ein Kunde von mir, dem die Fantasie durchgegangen ist?«, meinte sie. »Manche Männer verlieren sich in ihrer Geilheit und ihren Fantasien.«
Ich wollte keinesfalls Jamina in die Geschichte reinziehen und verschwieg, dass auch sie mir von ihrem Kontakt mit Dorina erzählt hatte. Also sagte ich:
»Nun dann hat er sich aber sehr tief in seinen Fantastereien verloren. Er sprach von einer in sein Gehirn eingebrachten Säurekapsel, die seinen Verstand zerstören könnte. Noch während unseres Gesprächs brach er lallend zusammen.«
Dorina schwieg und hörte mir stirnrunzelnd zu.
»Ich habe ihn im Krankenhaus besucht. Er war kein vernunftbegabtes Wesen mehr.«
Dorina fragte schmunzelnd:
»Und im Krankenhaus haben sie diese ominöse Kapsel entdeckt?«
Ich schüttelte den Kopf.
»Nein die Ärztin dort sprach von einer zerebrovaskulären Insuffizienz. Ich habe gegoogelt. Das ist wohl so etwas, wie ein Blutgerinnsel im Hirn.«
»Also keine Kapsel, nur das Geschwätz eines hirnkranken Kerls, der unser Interview gelesen hat und sich irgendetwas zusammengesponnen hat.«
Wie sie das so sagte, hörte es sich recht logisch und überzeugend an. Fast war ich froh, dass an der ganzen Geschichte nichts dran war, doch dann fielen mir der Stick und das Video wieder ein. Eigentlich wollte ich ja Informationen von ihr, aber nun war ich es, der sein Wissen preisgab.
»Er hat mir einen Datenstick mit verschlüsselten Dateien gegeben. Darunter offensichtlich eine Mitgliederliste dieses Konzils.«
»Na, das klingt ja spannend. Führende Mitglieder sind die Bundeskanzlerin und Ivana Trump, nicht wahr?«, rief sie lachend.
»Ich konnte die Dateien nicht öffnen. Aber es ist auch ein Video darauf, dass eine Operation an einem unbetäubten Mann zeigt. Dazu eine Frauenstimme, die angeblich zum Konzil gehört und die OP erklärt.«
»Ein Schockvideo vielleicht? Hergestellt, um die kranken Fantasien männlicher Devotlinge zu bedienen? Du glaubst nicht, was für abartige Dinge manche Kunden von mir verlangen. Da wundert es mich nicht, wenn es auch für solche skurrilen Sachen Angebote im Netz gibt.«
Ich zuckte mit den Schultern. An sich wäre ich ja froh, wenn an dieser Sache nichts dran war. Auch wenn mir dadurch eine spannende Story verloren ging.
»Aber natürlich lege ich Wert auf gewisse Sicherheitsvorkehrungen, wie du ja siehst. Bruno gehört übrigens dazu«, sagte sie und deutete mit dem Daumen hinter sich zum Fahrer. »Aber nicht weil ich irgendeiner bizarren Geheimorganisation angehöre, sondern weil ich manchmal sehr mächtige Männer, sagen wir mal, verwöhne. Die möchten natürlich anonym bleiben. Da gibt es viele Konkurrenten oder Neider, die solche Informationen liebend gerne in die Hand bekommen würden«, erklärte sie.
»Aber konzentrieren wir uns lieber auf deine Fantasien und Gelüste, Peterchen«, sagte sie und drückte mir ihre Stiefelsohle in den Schritt.
Ich spürte das Blut in meinen Penis strömen und rückte vor gegen ihre Stiefelsohle.
»Ich glaube wir werden gleich sehr viel Spaß miteinander haben Peterchen.«

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